Neonazi-Event vor der Wahl

Via der „Blick nach Rechts“:

19.05.2014 – Mit dem „Eichsfeldtag“ in Leinefelde hat in Thüringen die diesjährige Rechtsrock-Open Air Saison begonnen. Trotz vollmundiger Ankündigungen war die Zahl der Teilnehmer zwar weiter rückläufig, beim vierten Mal hat sich die Veranstaltung im ländlichen Raum aber etabliert.

Rechtsrock-Open air in Leinefelde eine Woche vor der thüringischen Kommunalwahl; Photo: Kai Budler
Noch am Vortag des „Eichsfeldtages“ im thüringischen Leinefelde hieß es seitens der Organisatoren „Wenn das Wetter morgen, genauso gut wird wie heute, dann wird das ein toller Tag für uns alle!“. Doch trotz der trockenen Witterung verirrten sich nur etwa 300 Besucher auf das Gelände des Sportplatzes im südlichen Leinefelde, darunter auch Kinder. Noch eine Stunde nach dem angekündigten Beginn liefen noch die letzten Arbeiten an der Bühne an der Stirnseite des Sportplatzes, etwa 150 Personen hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt auf dem weitläufigen Terrain versammelt, das die Polizei mit Hamburger Gittern weiträumig abgesperrt hatte.

Am Vorabend war von der Rechtsrock-Veranstaltung noch nichts zu spüren gewesen: mit Hilfe des Kreissportbundes hatte das Eichsfelder Bündnis gegen Rechts den Platz symbolisch besetzt, um ein Zeichen gegen das Neonazi-Event zu setzen. Wo am Freitagabend noch Fußball und Tennis gespielt wurde, eröffnete der Neonazi und NPD-Landesvize Thorsten Heise am Samstagmittag mit 90-minütiger Verspätung den „Eichsfeldtag“. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den „Freien Kräften“ im Eichsfeld und dem angrenzenden Südniedersachsen und halluzinierte eine von der Politik verschuldete „Vernichtung unserer Heimat“ herbei.

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Siehe auch: RechtsRock im Eichsfeld: „…diese Homos aus der deutschen Politik jagen…“

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