Zufälle über Zufälle

Via „Antifaschistisches Infoblatt“:

Am 9. Dezember 2013 wurde im Münchener NSU-Prozess die, inzwischen im Hamburger Umland wohnende, Zeugin Janine S. befragt, die im Juli 2003 einen Vertrag für eine Handykarte abgeschlossen hatte, die nach den bisherigen Ermittlungen durch das „NSU-Trio“ und insbesondere von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zur Kommunikation bei „Aktionen“ genutzt und mitgeführt wurde.

Die Einlassung der Zeugin gleicht der Aussage, die von der NSU-Unterstützerin Mandy Struck am 27. Februar 2014 dem Oberlandesgericht München als erdachte Ausrede im Falle einer Nachfrage beim Abholen eines falschen Passes im Rathaus Chemnitz genannt wurde: sie sei auf der Straße angesprochen worden, ob sie jemandem für ein wenig Geld einen Gefallen tun würde. Nun ist eine solche Angabe mehr als zehn Jahre später wohl weder zu beweisen noch zu widerlegen und wäre auch keine Meldung wert, hätte Janine S., die inzwischen verheiratet ist, nicht heute direkt oder über ihren Mann, Kontakte zu Personen, die in den Jahren bis 2004 zur „Blood & Honour“- Gruppe „Combat 18 Pinneberg“ (C 18) gehörten. Zwei der Beschuldigten in dem damals gegen Mitglieder der Gruppe geführten Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, führen jedenfalls den Ehemann der Zeugin als „Freund“ auf, der sein Facebook-Profil mit einem Bild von sich und seiner Frau ausgestattet hat.

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