NPD-Bayerntag: „Sieg Heil“, Kategorie C und ein abgesagtes Konzert

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Die NPD Bayern traf sich am vergangenen Samstag zum sogenannten „Bayerntag“ in der 4500-Einwohnerstadt Scheinfeld Scheinfeld (Mittelfranken). An der Gegendemonstration beteiligten sich rund 2000 Menschen aller politischen Spektren. Ein, für den Abend geplantes, Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C“ wurde von den Behörden unterbunden. Auf Seiten der NPD-Veranstaltung wurden mehrere verbotene Symbole und Zeichen gezeigt, am Abend kam es zudem zu Übergriffen auf Polizeibeamte.

2000 Menschen bei Demonstration gegen Rechts

Es sollte das „radikalste Konzert des Jahres werden“. Die Nazibands „Nahkampf“, „Sturmwehr“, „Terrorsphära“, „Terroritorium“ und „Words of anger“ waren eingeplant. Als Organisator für das Konzert fungierte Patrick Schröder, NPD-Funktionär und umtriebiger Neonazi. Zuvor jedoch sollte noch der „Bayerntag“ der NPD stattfinden, für junge Rechtsrockfans eine eher langweilige Veranstaltung mit Kinderhüpfburg und Reden. Als Veranstaltungsort wählten die Rechten die ehemalige Discothek „Nachtwelt“ am Ortsrand Scheinfelds. Deren Pächter Phillip S., hatte schon im Vorjahr die heruntergekommene Halle an die NPD vermietet, damals kamen rund tausend Rechtsrockfans zum konspirativ beworbenen Konzert. In diesem Jahr war der Andrang wesentlich geringer, was auch dem begrenzten Kartenkontingent von 400 Tickets geschuldet war. In Scheinfeld wurde schon vor Monaten damit begonnen, den Widerstand zu organisieren. Eine große Demonstration gegen Rechts und mehrere Aktionen wurden vorbereitet. Etliche Gruppierungen von der SPD, über die CSU zu den Gewerkschaften bis hin zu den Autonomen, riefen zur Gegendemonstration auf.

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Siehe auch: „Live H8 II“ – Neonazi-Szeneevent fällt aus

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