Rechtsrock in Sachsen-Anhalt: Die Nazis kommen wieder

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet:

Am kommenden Sonnabend ist es wieder soweit: Im Dörfchen Nienhagen bei Halberstadt (Harz) werden weit über 1 000 Rechtsextreme aus ganz Europa einfallen – zu Konzerten diverser Rechtsrock-Bands. Trotz der engagierten Bürgerinitiative „Nienhagen rechtsrockfrei“ spricht derzeit vieles dafür, dass die Veranstaltung auf einem Privatgelände – der „Hopfendarre“ – auch in diesem Jahr stattfindet. Nach Ansicht von der Opposition im Magdeburger Landtag und der regierungstragenden SPD liegt das daran, dass das Innenministerium Sachsen-Anhalt nach wie vor zu zögerlich gegen Nazikonzerte vorgeht.

Gundlach sorgt für Erstaunen

Dabei habe Innenstaatssekretär Ulf Gundlach (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Innenausschusses erklärt, er ginge davon aus, dass weder das Konzert in Nienhagen, noch dass im August erneut in Berga (Mansfeld-Südharz) geplante Rechtsrock-Festival „In Bewegung“ stattfinden würden, erinnert sich Linken-Innenpolitikerin Henriette Quade. Gundlachs Begründung: In Nienhagen gebe es ja das Straßenfest des Bürgerbündnisses und in Berga sei der Veranstaltungsort – ein Wiese – anderweitig verpachtet. „Wir waren einigermaßen fassungslos“, erklärte Quade. „Ziemlich befremdlich“, findet auch Sebastian Striegel (Grüne) die Auffassung Gundlachs.

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Siehe auch: Nienhagen wehrt sich gegen Rechtsrock-Konzert
Gegendemonstration zu Rechtsrock-Konzert in Nienhagen

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