Alle Jahre wieder Rechtsrock – nicht nur in Nienhagen

Der „MDR“ berichtet:

Am Wochenende war es also wieder soweit – das mittlerweile alljährliche „Musik-Spektakel“ in der Provinz. Knapp 1.200 Neonazis, etwas weniger als erwartet, feierten ihre Party in Nienhagen bei Halberstadt. Die Bürgerinitiative „ Nienhagen rechtsrockfrei “ hielt mit knapp 300 Unterstützern tapfer dagegen. Sie konnte ihre Veranstaltung nicht so wie geplant durchführen. Die vorangegangene Woche war für sie ein Wechselbad der Gefühle.

Proteste der Einwohner von Nienhagen

Am Montag noch wurde das Konzert in ihrem Dorf verboten. Dagegen ging der rechtsextreme Veranstalter Oliver Malina gerichtlich vor und bekam Recht. Nach einem gerichtlichen Tauziehen über mehrere Instanzen stand am Freitag fest: das Rechtsrockkonzert kann stattfinden. Die Bürgerinitiative und der DGB wichen mit ihren Veranstaltungen zurück, bestanden nicht auf dem ursprünglich angemeldeten Versammlungsort unmittelbar vor dem Konzertgelände. Hans-Christian Anders, der Sprecher der Bürgerinitiative, wollte keinen Krawall im Dorf. Ihm war es auch ganz wichtig, seinen Nachbarn, die nicht in der Bürgerinitiative engagiert sind, zu zeigen, dass es ihnen um friedlichen Protest geht. Denn die Diskussion um die Aktivitäten der Engagierten in Nienhagen wird heftig geführt. Der Vorwurf an Anders und seine Mitstreiter lautet u.a.: jetzt holt ihr uns auch noch die Linksfaschisten ins Dorf. Die tauchen hier auf, randalieren und werfen Steine.

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