NPD-Event in Gera: Rock für die Wahlkampfkasse

Via „Publikative.org“:

Bereits zum 12. Mal findet am kommenden Samstag in Gera das neonazistische „Rock für Deutschland“ statt. Doch so langsam scheint auch die Neonazi-Szene gelangweilt von den Rechtsrock-Großevents. Auch dieses Jahr wird es wieder zahlreichen Protest gegen die extrem rechte Veranstaltung geben.

In Thüringen kann man mittlerweile von einer wahren Rechtsrock-Tradition sprechen. Egal ob Konzerte, Versände oder Open-Airs, seit weit mehr als einem Jahrzehnt fühlt sich die Rechtsrock-Szene hier wohl. Und bereits zum 12. Mal ist am 5. Juli 2014 das sogenannte Rock für Deutschland in Gera angemeldet. Schon die im Jahr 2000 verbotene Organisation „Blood & Honour“ hatte einen Teil ihrer Strukturen in der ostthüringischen Stadt, womit die Szene dort seit Jahren feste Wurzeln aufweist. Seit 2003 reisen manchmal tausende, meist aber zumindest hunderte Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet nach Gera, um dort bei menschenverachtender Musik und alkoholfreiem Bier zu feiern. Die letzten Jahre stabilisierte sich die Zahl der angereisten Neonazis nach einem starken Rückgang bei rund 700. Für die als Veranstalter agierende NPD sind die Rechtsrock-Großevents sowohl eine wichtige Einnahmequelle, als auch ein bedeutender Teil des „Kampfes um den organisierten Willen“. Hier werden nicht nur tausende Euro in die Wahlkampfkasse gespült, sondern auch die freie neonazistische Szene und das subkulturelle Umfeld mit einer extrem rechten Erlebniswelt bedient. Gerade vor dem anstehenden Landtagswahlkampf in Thüringen dürfte die Veranstaltung also von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Die NPD kündigte bereits mehrfach eine „Materialschlacht“ an und wirbt gleichzeitig offensiv für Spenden und sucht Darlehensgeber, um den Wahlkampf zu finanzieren. Gänzlich scheint der geplante Wahlkampf also noch nicht finanziell abgesichert zu sein.

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