Volksverhetzer und Devotionalienhändler

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

27.06.2014 – Osnabrück – Tobias R. (Jg. 1981), seit 2013 Vorsitzender des niedersächsischen NPD-Unterbezirks Emsland/Grafschaft Bentheim, wurde vom Landgericht Osnabrück in einer Berufungsverhandlung am Donnerstag wegen Volksverhetzung, Gewaltdarstellung und Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der letztjährige NPD-Bundestagskandidat R. aus der Stadt Haselünne im Sommer 2013 seine Facebook-Seite auf das Youtube-Video einer Neonazi-Band verlinkt hatte. In dem Film wurde die Ermordung eines Juden als „gute Tat“ beschrieben. Mit der Verurteilung R.s bestätigte das Landgericht Osnabrück in vollem Umfang das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichtes Meppen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. R. kann innerhalb von einer Woche Revision gegen das Urteil einlegen.

Im Oktober vergangenen Jahres war R. Organisator eines Auftritts des Berliner Neonazi-Sängers Michael Regener alias „Lunikoff“, ehemals Sänger der verbotenen kriminellen Band „Landser“, in einer Kneipe im Emsland. R. zeichnet verantwortlich für den Neonazi-Online-Shop „Das Zeughaus“, der schwerpunktmäßig Devotionalien des wegen Volksverhetzung verurteilten Neonazi-Musikers Daniel Giese („Stahlgewitter“) vertreibt. Als „Zeughaus“-Anschrift ist auf der Homepage eine Postfachadresse in Santa Ponsa, einem Ort im Südwesten der Baleareninsel Mallorca, angegeben. (am)

Quelle

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