Martialisches „Skinhead-Festival“

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

30.06.2014 – Rund 1300 Neonazis sind an 28. Juni nach Nienhagen zu dem von Oliver Malina organisierten Rechtsrock-Konzert angereist. Engagierte Gegendemonstranten kritisieren, dass das Gericht einem Verbot des jährlich stattfindenden braunen Events unter Berufung auf das Versammlungsgesetz nicht stattgegeben hat.

Großer Andrang beim Neonazi-Konzert in Nienhagen in Sachsen-Anhalt; Photo: Otto Belina
Wir hassen das System.. wir hassen diesen Staat…“, grölte der Sänger der Hamburger Band „Abtrimo“ ins Mikrophon und leitete damit das Rechtsrock-Konzert am Samstag in Nienhagen ein. Zum vierten Mal bot das Gelände um die „Alte Hopfendarre“ in dem Dorf nahe Halberstadt in Sachsen-Anhalt rund 1300 Neonazis Raum für ein überregionales Treffen mit Musik. „I love NS“, „1933“, Terrorankündigungen und der Aufruf zum „Rassenkrieg“ zierte zahlreich die Kleidung der ankommenden Gäste, prägten damit das martialische Erscheinungsbild des Tages. Überall waren offen Parolen mit „Blood&Honour“-Bezug oder Huldigungen für dessen Gründer Ian Stuart Donaldson zu lesen.

Gegen Samstagabend waren viele der Besucher stark alkoholisiert, einige wie der Hildesheimer Dieter Riefling kamen bereits torkelnd an. Becher mit Bier wurden über den Zaun in Richtung der außen stehenden Journalisten und Polizisten geworfen. Veranstalter Oliver Malina stieg daraufhin zur Band auf die Bühne und wetterte gegen die Gegendemonstranten als „Linksfaschisten“. Übelste sexistische Sprüche konnte er sich auch nicht verkneifen. Die fielen an diesem Tag unablässig und wurden von den rund 600 Polizeibeamten nicht angemahnt.

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Siehe auch: Rechtsrock-Open Air in Nienhagen: „Wir hassen diesen Staat …“

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