„Parteialternative“ für Neonazis

Via der „Blick nach Rechts“:

09.07.2014 – Mit der Gründung eines „Stützpunkts Ostbayern“ hat das bayerische Neonazi-Netzwerk „Freies Netz Süd“ seine Strukturen fast komplett in die neue Kleinstpartei „Der III. Weg“ transferiert. Das drohende Verbot könnte damit schon jetzt an Wirkung verloren haben.

Die Ende September 2013 in Heidelberg gegründete Neonazi-Partei „Der III. Weg“ hat kürzlich einen weiteren „Stützpunkt“ in Bayern gegründet. „An einem idyllisch gelegenen See im Bayerischen Wald“ hätten sich am 21. Juni „junge und ältere heimatverbundene Deutsche“ getroffen, „um (…) eine politische Veränderung in der Region einzuläuten“, heißt es auf der Website der Partei. Gemeint war die Gründung eines eigenen „Stützpunkts Ostbayern“, der künftig unter der Leitung des wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilten Walter Strohmeier Niederbayern und die Oberpfalz abdecken soll. (bnr.de berichtete)

Diese neuerliche Gründung steht dabei auch exemplarisch für eine Entwicklung innerhalb der (ehemals) parteifreien Neonazi-Szene im Freistaat, die spätestens mit Beginn des Verfahrens zur Prüfung eines möglichen Verbots des „Freien Netz’ Süd“ (FNS) eingesetzt hat. Seit sich die Neonazis des Kameradschaftsdachverbands infolge einer Razzia im Juli 2013 mit Ermittlungen des bayerischen Innenministeriums konfrontiert sehen, wenden die sich Aktivistinnen und Aktivisten des FNS vermehrt der Partei „Der III. Weg“ zu. (bnr.de berichtete)

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