Nazi-Rapper auf Propaganda-Tour

Via „Störungsmelder“:

Am Sonntag haben Neonazis in mehreren Bundesländern eine Propagandaaktion durchgeführt. Neben Brandenburg und Berlin waren auch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig- Holstein betroffen. Dabei stellten die Neonazis schwarze Holzkreuze mit Zetteln auf, die an mehrere Tausend Deutsche erinnern sollen, die angeblich von Ausländern getötet worden sein sollen. Bereits im Vorfeld waren die Sicherheitsbehörden informiert, bei Facebook riefen die Neonazis den Sonntag zum „Volkstrauertag der Deutschen“ aus. In Neuruppin randalierten die beteiligten Rechtsextremisten vor einem alternativen Zentrum.

Ausgegangen ist die Aktion vom Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“. Gemeinsam mit weiteren Neonazis aus dem Barnim stellte Killat schwarze Holzkreuze in verschiedenen Bundesländern, darunter auch in Brandenburg, auf. Die Aktion mit dem Titel „Schwarze Kreuze Deutschland“ baute dabei auch auf Neonazis aus den jeweiligen Orten und sollte ein Aktionstag fernab von verhinderbaren Demonstrationen sein. Die ausgesuchten Stellen für die Kreuze haben keinen strategischen Hintergrund, sondern sind wahllos gewählt worden, wie auch die Städte, in denen die Aktionen stattfanden. So finden sich mal Kreuze an Ortseingangsschildern, mal an Einkaufspassagen oder auch auf einfachen Wiesen. Nur wenige haben einen symbolischen Charakter, wie die Gedenkstätte Sachsenhausen. Direkt vor dem Besucherzentrum hinterließen die Neonazis dort ein Kreuz und posierten für ein Foto. Ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten nannte die Aktion auf PNN-Anfrage erschreckend. An der Gedenkstätte sei die Aktion in den früheren Morgenstunden, als noch kein Besucherverkehr herrschte, nicht aufgefallen.

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