Dubiose Bande

Der „Rechte Rand“ berichtet:

29.07.2014 – Im NSU-Prozess sagen Zeuginnen über einen Angriff von Beate Zschäpe und einer Kameradin aus dem Jahr 1996 aus. Verworren bleibt die Rolle der mutmaßlichen Helferin, deren Vater in Chemnitz observiert wurde.

Beate Zschäpe ist keine harmlose „Nazi-Braut“, wie sie von den Boulevard-Medien immer noch bezeichnet wird. Wie gefährlich die Hauptangeklagte im NSU-Verfahren bereits vor dem Gang in den Untergrund 1998 gewesen sein könnte, ist am morgigen Mittwoch Thema im Oberlandesgericht München. Zwei Zeuginnen aus Jena werden zu einem gewaltsamen Angriff aus dem Jahr 1996 befragt, an dem nur Frauen beteiligt waren. In ihren polizeilichen Vernehmungen belasteten die beiden die Angeklagte schwer. Demnach soll Zschäpe die Frauen gemeinsam mit dem damaligen Skingirl Jana A. von der Straßenbahn-Endhaltestelle in Winzerla aus verfolgt und die zierliche Maria H. brutal zu Boden gebracht haben. Das alternativ gekleidete Mädchen im langen Rock brach sich dabei den Fuß. Jana A. habe Schmiere gestanden.

Das zweite unverletzte Opfer gab an, so viel Angst vor Beate Zschäpe gehabt zu haben, dass es nicht helfen konnte. Die habe sich sogar noch rittlings auf ihr am Boden liegendes Opfer gesetzt. So lauten die Anschuldigungen aus dem September 1996, die beiden jungen Frauen erstatteten zeitnah Anzeige. Allerdings wurden die Unterlagen vernichtet und liegen nicht mehr vor. Eine der Betroffenen, eine Medizinstudentin, nahm bei der erneuten Vernehmung durch das Bundeskriminalamt (BKA) wohl an, Zschäpe könnte Maria verwechselt haben. Denn die war ein „liebes Mädchen“, eher zurückhaltend. Sie selbst war damals Punkerin, und Zschäpe sei ihr als „beeindruckende Persönlichkeit“ aus der radikalen rechten Szene in Jena schon ein Begriff gewesen. Sie haben deren Treffpunkte gemieden. Von Zschäpe hieß es damals, dass sie ein Messer trage und auch Männern gegenüber aggressiv werden könne, so die Zeugin.

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