„Greifvogel Wear“ – Rechte Bekleidungsmarke aus Dresden

Via „Indymedia Linksunten“:

Bei „Greifvogel Wear“ handelt es sich um eine neue „nationale“ Modemarke, die bereits International beworben wird. Betreiber ist der einschlägige Nazi und Hooligan Sebastian Raack aus Dresden.

Selbstverständnis und Slogans einer „Bewegung“
Anfang Juli ist eine Internetseite namens xxx.greifvogel-wear.de online gegangen. Auf dieser Seite werden Bekleidungsstücke die äußerlich den rechten Bekleidungsmarken Thor Steinar, Eric and Sons und Label 23 ähneln, angeboten.
Schaut man sich den Online-Shop und die Produkte genauer an erkennt man unschwer, dass es sich um eine neue Marke handelt die auf dasselbe Käuferklientel abzielt wie die oben genannten.

Kampf, Stärke, Heldentum und Zugehörigkeit zu einem Volk werden durch die Bekleidungsstücke verherrlicht. Auf den ersten Blick könnte es sich um eine normale Marke handeln die sich auf Trainingsbekleidung im Kampf- und Kraftsportbereich spezialiesiert hat.
Schaut man sich die auf die T-Shirts und Pullover aufgedruckten Slogans genauer an, wird man jedoch stutzig.

Eins der markentesten Shirts ist sicherlich das mit dem Helm des Spartaners, dazu der Slogan „Spartan Discipline“–“How glorious fall the valliant,sword in hand, in front of the battle for their native land“. Dabei handelt es sich um ein Zitat des griechischen Dichters Tyrtaios. Dieses Zitat kommt nicht von ungefähr, da seit dem Film 300 sich europäische Rechte immer wieder auf diesen und die griechische Mythologie beziehen.
Ein weiteres Shirt bestätigt dies. Auf der Vorderseite ist dieses mit dem Logo, einem Greifvogel, und dem Spruch „Warrior Caste“ bedruckt und auf der Rückseite mit „Aristocratic Order Europae“ dazu das mathematische Ungleich Zeichen. Ein aristokratische Ordnung besagt, dass eine kleine auserwählte Gruppe eine andere größere Gruppe beherrst.

Das Ungleich Zeichen wiederum soll den Träger zu jemanden Machen der sich von den „Anderen“ unterscheidet und ihnen nicht gleicht. An einer anderen Stelle sprechen die Macher und Unterstützer von „Greifvogel Wear“ davon, dass sie Nonkonforme sind, also nicht konform mit der Gesellschaft sind. Also ungleich sind. Dasselbe Logo findet sich auch auf einem weiteren Logo von „Greifvogel Wear“. Diesmal auf der Stirn eines Totenkopfes, welches von dem Spruch „Strengh against the modern World“ umgeben ist.
Ein weiteres Logo was regelmäßig auftaucht ist eine Brechstange die mit einem Baseballschläger gekreuzt wird. Dies erinnert Stark an eine Triskele oder gar das Hakenkreuz. Auf einem Webbanner werden die „Weisheiten“ von „Greifvogel Wear“ mit dem Spruch „Greifvogel is a movement“ beendet.

Weiter

Der Macher
Aber wer steckt hinter „Greifvogel Wear“? Laut Impressum ist ein S.Raacke aus Dresden verantwortlich für die Inhalte der Internetseite. Sebastian Raacke ist ein stadtbekannter Nazi und Hooligan aus Dresden. Seit Jahren fällt er immer wieder auf und betreibt ein Geschäft namens Neverstraight Clothes in dem Einkaufszentrums Mälzerei in Dresden. Dort verkauft er einschlägige Bekleidungsmarken die gerade bei Neonazis und Hooligans beliebt sind. Weiterhin war er Mitglied der NSHC Band Moshpit und ist momentanes Mitglied der rechten Hardcore Band „Outlaw“. Weiterhin ist er Betreiber des rechten Musiklabels OPOS, welches ebenfalls seinen Sitz in der „Heidestraße 1-3 D-01127 Dresden“ hat und weitüber die Stadtgrenzen hinaus sich einen Namen gemacht hat. Weiterhin pflegt Raacke Kontakte zum Dunstkreis des in Deutschland verbotenen Neonazinetzwerks „Blood and Honour“.

Die Musik zur Kleidung
Seine Kontakte in die Musikszene haben ihm wohl auch dazu verholfen, dass die Südtiroler Hatecore Band Terrorsphäre ein Lied mit dem Namen „Greifvogel flieg“ gemacht hat. Weiterhin werben sie in einem Interview mit dem schwedischen „Midgard Magazine“ für die „Kampfsportmarke“ mit folgenden Worten: 
“Anbei wird es über die nationale Kraftsportmarke Greifvogel-Wear, deren Teil und Werbeträger wir mit T(error)sphära sind, ein paar neue Textilien von uns geben. Geplant sind Kapuzenpullover/ Zipper, Langärmelhemden und noch ein paar andere „Schmankerl“.“
Terrorsphäre singt unteranderem in ihrem Lied „Ein Schuss/Ein Schlag/Ein/Hieb/Ein Tritt“ über die Selbstjustiz die sie gegenüber Vergewaltigern und Drogendealern anwenden möchten.
Wenn man sich das Interview von Terrorsphäre komlett durchließt kommt man schnell zum Entschluss, dass Greifvogel-Wear die passende Bekleidung zu ihrer Musik darstellt.
Herrschende kranke Verhältnisse können nur mit Kampf überwunden werden, die Naturgesetze werden sich durchsetzen, um seine europäische „Identität“ nicht zu verlieren. Sie sehen sich als Nonkonformisten und Krieger. Bestens zusammengefasst in ihrem Lied „Greifvogel flieg“.

Weiterhin scheinen sie auch gut international vernetzt zu sein. Sie sprechen von einer Vernetzung mit russischen Nationalisten, als auch von White-Rex. Ebenfalls eine rechte Kampfsportmarke, diesmal jedoch aus Russland kommend. Unter diesem Label finden auch immer wieder internationale Kampfsporttuniere statt, bei dem sich europäische Faschisten untereinander im K1 und MMA messen.

Genau dieses Klientel soll wohl auch durch „Greifvogel Wear“ angesprochen werden. Wie bereits erwähnt wurde auf zentropa.info bereits für die Marke geworben. In regelmäßigen Abständen wird hier auch für White Rex geworben.

Auf der Facebook Seite von Greifvogel wird immer wieder nach Einzelhändlern gesucht, die diese Marke vertreiben wollen. Bereits jetzt wird durch den rechten Onlineshop Sonnen-Kreuz „Greifvogel Wear“ verkauft. Auch der französische Onlineshop „lecrepusculedesdieux“ vertreibt ebenfalls „Greifvogel Wear“. Noch ist die Marke nicht in den Fokus von antifaschistischen Interventionen gerückt, was sich jedoch ändern sollte. Lokale Einzelhändler von Kampfsportprodukten sollten aufgeklärt werden um zu verhindern, dass sich diese neue Marke am Markt etablieren kann.

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