Komparsenfirma feuert Neonazi nach Auftritt bei “Berlin Tag & Nacht”

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Gerade erst hat die Polizei sein Konzert in Berlin-Mitte verhindert, jetzt feuert ihn auch noch seine Komparsen-Firma. Es läuft nicht gut für den Berliner Nazirapper Patrick Killat, alias „Villain051“. Trotzdem will am kommenden Wochenende das rechtsextreme Rapduo „A3stus“ um Killat in einem einschlägigen Szenetreffpunkt im brandenburgischen Finowfurt auftreten.

Bis vor kurzem arbeitete Killat als Komparse für verschiedene Sendungen der Produktionsfirma Filmpool GmbH. Stolz posierte er auf seiner Facebookseite am Set von TV-Produktionen. Zuletzt hatte Killat am Dienstag eine kurze Gastrolle bei „Berlin Tag & Nacht“ auf RTL II. Doch damit ist nun Schluss. Auf Nachfrage von ZEIT ONLINE bestätigte ein Sprecher von Filmpool, dass es keine Zusammenarbeit mehr mit Killat geben werde. Die Firma wurde von den rechtsextremen Aktivitäten des Berliners völlig überrascht. „Von einer rechtsradikalen Gesinnung war uns zum Zeitpunkt des Drehs nichts bekannt“, betonte ein Sprecher. „Natürlich wird dieser Komparse nie wieder in einer unserer Produktionen eingesetzt.“ Die Firma wies darauf hin, dass bei über 160.000 Komparsen und Darstellern in ihrer Kartei, nicht jede Person im Detail überprüft werden könne. Auch der Sender RTL II erteilte dem Neonazi-Komparsen eine deutliche Absage: „RTL II distanziert sich in aller Form von diskriminierenden, beleidigenden oder vorverurteilenden Äußerungen“, sagte eine Sprecherin dem Störungsmelder.

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