Archiv für September 2014

Rechtes Konzert mit Skin-Fassade

Via der „Blick nach Rechts“:

22.09.2014 – Plauen – Für den 25. Oktober ist unter dem Namen „Noise of Germany“ wieder eine angeblich unpolitische Musikveranstaltung angekündigt.

Und wieder einmal heißt es: „Noise of Germany“ – hinter diesem Namen verbirgt sich mehr als nur ein harmloser Konzertabend mit Skinhead-Bands. Die rechtsoffenen bis rechtsgesinnten fünf Bands werden mit einem Auftritt am 25. Oktober angekündigt, ohne eine genaue Örtlichkeit zu benennen. Es scheint sich um eine Fortsetzung eines bereits im Mai propagierten Konzertreigens unter gleichem Namen zu handeln.

Die Organisatoren scheinen dabei unter den Machern des einmal in Plauen auf den Markt gebrachten Skin-Zines „Feindkontakt“ zu stecken, deren Logo jedenfalls das Ankündigungsbanner ziert. Dort wird ausdrücklich auf das Mindestalter von 18 Jahren hingewiesen. Die angeblich unpolitische Haltung der Veranstaltung ist sehr anzuzweifeln, wollen sie doch insbesondere ausgrenzen und unter sich bleiben, denn die linksgerichteten Sharp-Skins sind unerwünscht. Auftreten sollen unter anderem die Eisenacher Combo „Bombecks“, die sächsische Band „Roials“, „Bakers Dozen“ aus Schottland, „Skinfull“ aus dem englischen Coventry und deren befreundetes britisches Projekt „The Aids“. (hf)

Quelle

Aus dem Umfeld des Ex-Rappers „Deso Dogg“: Mutmaßlicher IS-Terrorist in Berlin festgenommen

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In der Hauptstadt hat eine Spezialeinheit der Polizei ein mutmaßliches Mitglied des „Islamischen Staats“ festgenommen. Der Mann hat einen Wohnsitz in Berlin und soll aus dem Umfeld des Ex-Rappers „Deso Dogg“ kommen.

Eine Spezialeinheit der Berliner Polizei hat ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 40-jährigen Mann mit türkischem Pass und Wohnsitz in Berlin. Zuvor hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft, der Mann sei 30 Jahre alt. Er soll im Januar ausgereist und bis Ende August in einem IS-Lager in Syrien an Waffen ausgebildet worden sein und auch an Kampfhandlungen teilgenommen haben. Daher wurde er mit Haftbefehl gesucht und am Freitag nach seiner Rückkehr festgenommen.

Sicherheitsbehörden stuften Murat S. als „Gefährder“ ein. Der Vorwurf lautet nach Paragraf 89a des Strafgesetzbuches auf Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat.

Murat S. war den Berliner Sicherheitsbehörden nach Informationen des Tagesspiegels schon länger bekannt. Sie zählen den Türken zum Umfeld des im Juni 2012 ausgereisten Berliners Denis Cuspert. Der einst als Rapper „Deso Dogg“ bekannt gewordene Cuspert ist einer der Wortführer der salafistischen Szene und heute in Syrien einflussreicher Propagandist bei der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Es gebe Hinweise, dass Murat S. für den IS im syrischen Bürgerkrieg gekämpft hat, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Informationen hätten gereicht, um einen Haftbefehl zu beantragen.

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AC/RE: „Kategorie C“-Konzerte als Sammelpunkt für Hools

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

AACHEN/MARL (KREIS RECKLINGHAUSEN) – Keine andere rechte Band hat in den letzten Jahren ähnlich viele Konzerte in NRW absolviert wie die Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC). Ihre Konzerte sind Orte, an denen rechtsoffene Fußballfans, Ultras und Hooligans einträchtig zusammen mit organisierten Neonazis feiern. Rund 200 BesucherInnen zählte ein am 30. August von der Aachener Hoolgruppe „Westwall“ organisiertes Konzert im belgischen Dorf Eynatten. In einem etwas kleineren Kreis trat die Band eine Woche später, am 5. September, bei einem öffentlich nicht beworbenen Gig in Marl (Kreis Recklinghausen) auf.

Enge Beziehungen nach Aachen

Die Beziehungen der Band zur Aachener Hooligan-Szene sind besonders eng. KC-Frontmann Hannes Ostendorf zeigte diese Nähe durch das Tragen eines gelben T-Shirts von „Westwall“ auf der Bühne. Bereits beim letzten Konzert seiner Band in der Region am 16. November 2012, ebenfalls organisiert von „Westwall“, ließ er sich in einem solchen T-Shirt fotografieren (zum Foto gehts hier). Der Kartenverkauf des konspirativ organisierten Konzerts lief nach Angaben der Band über Jens Bähr, einem Aachener Hooligan mit Kontakten in die Neonazi-Szene, der sowohl bei „Westwall“ als auch bei „Westfront“ aktiv ist.

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Konspiratives Nazi-Konzert in Berlin geplant!

Via „Störungsmelder“:

Mehrfach hat die Polizei in der Haupstadt schon Konzerte der Rechtsrocker von “Kategorie C” verhindert. Diesen Samstag will die Bremer Band es erneut versuchen. Der Ort wird bis zuletzt geheim gehalten. “Ab 16 Uhr ist ein Infotelefon geschaltet, wo ihr alle Informationen zum Ort der Veranstaltung erfahrt”, heißt es in dem Einladungsschreiben, das in internen Nazi-Foren kursiert. Als Anlass für das Konzert wird das 5-Jährige Bestehen der “Legion Germania” genannt. Ein Zusammenschluss rechtsextremer Hooligans von LOK Leipzig und BFC Dynamo Berlin. Am selben Tag spielt der BFC gegen den SV Babelsberg 03, der für sein Engagement gegen Rechtsextremismus als Feindbild vieler Hooligans gilt.

25 Euro kostet der Eintritt. Mehrere Hundert Neonazis und Hooligans werden erwartet. Das Gewaltpotenzial der „Kategorie C“-Fans ist hoch. Bei einem Konzert in Rostock musste die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken, um einen Auftritt der Gruppe, die sich selbst als „unpolitische Hooliganband“ bezeichnet, zu verhindern. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Die 450 angereisten Neonazis griffen die Polizisten an, ein Beamter wurde verletzt. Es folgten Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Körperverletzung.

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Siehe auch: 20.9.2014 Berlin: Nazihooliganparty verhindern! Kategorie C das Mikrophon klauen!

Schweiz: Polizist drohte einst in Rapsong mit Tötung Homosexueller

„Queer.de“ schreibt:

Harmlose Jugendsünde oder eine echte Gefahr? Ein Polizist in Basel versuchte sich einst als homophober Rapper mit Gewaltfantasien.

Der schweizerische Staatsschutz interessiert sich nach Informationen der „Basler Zeitung“ für einen Polizisten, der in der Vergangenheit als Rapper AZO gewaltverherrlichende Videos veröffentlicht hat, in dem er unter anderem Schwulen mit der Erschießung droht. Der Mann, der bei der Kantonspolizei Basel-Stadt arbeitet, bedauert nach Angaben der Behörden inzwischen den Inhalt seiner Songs und bezeichnete sie „als eher unreif“. „Aus diesem Grund hat er die Videos auch von allen ihm zugänglichen Accounts gelöscht“, erklärte ein Sprecher der Justizbehörde in Basel.

Allerdings ist mindestens ein Lied mit dem Titel „Mein Vaterland“ nach wie vor auf Videoplattformen aufrufbar. Darin beklagt sich der Mann über den Krieg in seinem Herkunftsland Bosnien-Herzegowina und droht Gegnern mit Vergeltung.

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Blaupause aus Schweden für NSU-Terror?

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

Verdacht: Ermittlungen dümpeln vor sich hin

Zahlreiche Fragen zum deutschen und europäischen Neonazi-Terrorismus sind weiter ohne Antwort. Dabei ist es fast drei Jahre her, dass sich der Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zu erkennen gab. Nach einem Banküberfall am 4. November 2011 in Eisenach haben sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos angeblich selbst gerichtet: Einige Tage später stellte sich die mutmaßliche Mittäterin Beate Zschäpe. Gemeinsam mit vier Helfern des NSU ist sie seit fast eineinhalb Jahren angeklagt im Münchner NSU-Prozess. Der fördert kaum etwas über die zehn Morde, diverse Banküberfälle und Bombenanschläge zutage, was nicht durch parlamentarische Untersuchungsausschüsse dokumentiert ist.

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Der seltsame Tod des Florian H.

Via „taz“:

NSU Der 21-Jährige starb vor einem Jahr in seinem brennenden Auto – kurz vor seiner Befragung als Zeuge in den NSU-Ermittlungen. Selbstmord? Die Eltern zweifeln bis heute

KARLSRUHE taz | Es ist einer der rätselhaftesten Todesfälle im Umfeld des NSU-Terrors. Vor einem Jahr verbrannte Florian Heilig in einem Auto in Stuttgart – am Tag, als er bei der Polizei über Nazistrukturen aussagen sollte. Die Staatsanwaltschaft sieht „keine Hinweise auf Fremdverschulden“. Doch die Eltern glauben nicht an einen Selbstmord.

Florian Heilig aus Eppingen (bei Heilbronn) war 21 Jahre alt, als er starb. Zumindest im Jahr 2011 war er in der rechtsextremen Szene aktiv. Anschließend hatte er Kontakt zum baden-württembergischen Aussteigerprogramm „Big Rex“. Wie sehr er sich wirklich aus der Szene lösen konnte, ist ungeklärt.
Möglicherweise wusste Heilig vom NSU-Terror schon vor dessen Entdeckung. Als er zu den Nazis stieß, machte Heilig gerade eine Ausbildung in Heilbronn – der Stadt, in der vier Jahre zuvor die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde. Im August 2011 brüstete sich Heilig gegenüber Kolleginnen, er wisse, wer Kiesewetter getötet hat. Der Mordfall war damals noch völlig ungeklärt. Erst Monate später, im November 2011, fand man die Tatwaffe im Wohnmobil von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den beiden NSU-Terroristen.

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LE: „Nazis stoßen an Grenzen, die wir ihnen ziehen“

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Interview mit Anita Dudow zur Schließung des NPD-Büros in Leipzig Gute Nacht, O8! Seit Donnerstag ist das NPD-Büro in der Leipziger Odermannstraße 8 dicht. Was für die Öffentlichkeit überraschend kam, stand bei der Partei schon länger fest: Sie kann und will sich den vergeblichen Versuch, ein „Nationales Zentrum“ im Stadtteil Lindenau zu etablieren, nicht mehr leisten.

Als politisch gescheitert galt der Nazitreff schon länger. Er war mehr ein Ort der Spaltung und zu abgeschottet, als dass er Nachwuchs angezogen hätte. Symbolisch für die Abschottung im Viertel stand der demontierte Metallzaun. Dahinter war so genannter NATO-Draht verlegt. Der um schlechte Vergleiche nie verlegene NPD-Kreisverband bezeichnete sein Domizil einmal als „kleines West-Berlin“. Jetzt ist es gefallen.

Aus diesem Anlass sprach Enrico Auerbach für leipzig.antifa.de mit Anita Dudow, früher eine der SprecherInnen der antifaschistischen Kampagne „Fence Off – Weg mit dem Nazi-Zentrum in Leipzig!“ Die Kampagne schrieb sich konsequenten Antifaschismus auf die Fahne und hat mehrfach erfolgreich gegen Veranstaltungen in der Odermannstraße interveniert. Dudow sagt, dass so zum Niedergang der O8 beigetragen wurde.

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Neonazi-Konzert in Hungen

Via „Frankfurter Rundschau“:

Etwa 90 Neonazis aus ganz Hessen kommen zu einem „Liederabend“ nach Villingen, einem Stadtteil von Hungen. Michael Regener, der mehrfach vorbestrafte Sänger der inzwischen aufgelösten Noenazi-Band „Landser“, soll auftreten. Die Polizei nimmt die Personalien der Besucher auf.

Rund 90 Neonazis aus ganz Hessen haben am Montag im Landkreis Gießen eine rechtsradikale Musikveranstaltung besucht. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen der Frankfurter Rundschau bestätigte, fand der nicht öffentlich beworbene „Liederabend“ auf einem Privatgrundstück in Villingen statt, einem Stadtteil von Hungen. Man habe bereits im Vorfeld von der Veranstaltung erfahren und vor Ort Personalien von Besuchern aufgenommen, sagte der Sprecher. Auffälligkeiten oder Anhaltspunkte für Straftaten hätten die Beamten allerdings nicht feststellen können. Gegen Mitternacht sei das Konzert beendet worden.

Wie die FR aus Behördenkreisen erfuhr, ist an dem Abend auch Michael Regener aufgetreten, der mehrfach vorbestrafte Sänger der 2003 als kriminelle Vereinigung eingestuften und inzwischen aufgelösten Neonazi-Band „Landser“. Die Band, deren CDs stets im Ausland gepresst und verborgen nach Deutschland gebracht wurden, verfügte über gute Kontakte zum militanten Neonazi-Netzwerk „Blood and Honour“ und genießt in der rechtsradikalen Szene bis heute Kultstatus. Seit dem Ende von Landser tritt Michael Regener unter dem Pseudonym „Die Lunikoff Verschwörung“ auf.

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AfD-Politiker unter Nazi-Verdacht

Die „MAZ“ schreibt:

„Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“ positiv bewertet, ebenso die Hooligan-Band „Kategorie C“… über den Musikgeschmack von Axel Brösicke, Stadtverordneter der ‚Alternative für Deutschland‘, lässt sich trefflich streiten. Einen Skandal löste nun aber seine positive Bewertung eines (sehr) patriotischen Rap-Songs aus.

Brandenburg an der Havel. Es droht ein handfester Streit um die politische Einstellung des AfD-Fraktionsvorsitzenden Axel Brösicke. Dieser hat in seinem Youtube-Kanal ein Musikvideo von „A3stus“ mit dem harmlos klingenden Titel „Für unsere Kinder“ als „positiv bewertet“. In dem patriotisch klingenden Rap-Gesang geht es um handfeste Volksverhetzung und rechte Ideologie: „Neuer deutscher Widerstand 2014. Wir gehen auf die Straße, um das System zu stürzen.“ „Für unser deutsches Land ziehen wir heute in den Kampf…“ oder „Befreit Euch von der Lüge schnell, Brüder dieser Welt. Bevor Zion fällt, ihm geht’s nicht um Religion oder Volk. Nein, er kommt über Nacht und will nur euer Gold“, heißt es unter anderem in dem Titel der Berliner Band.

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Thüringen-NPD enttarnt sich

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

08.09.2014 – Der neonazistische Szene-Kultstar „Lunikoff“ greift jetzt in den weichgespülten „Kümmerer“-Wahlkampf der NPD im Freistaat ein.

Szene-Kultstar „Lunikoff“ bei Neonazi-Event im August in Nienhagen; Photo: Otto Belina
Kurz vor der Landtagswahl in Thüringen wirft die NPD ihre bürgerliche Tarnung ab und bekennt sich zur Militanz: Sie wirbt mit einem Werbe-Spot des militanten Szene-Kultstars „Lunikoff“ alias Michael Regener. Der bekam nach eigenen Angaben jüngst einen Platzverweis der Thüringer Polizei, das Konzert wurde verhindert. Jetzt ruft der Musiker provokativ dazu auf: „Wenn ihr wollt, dass man in Thüringen wieder frei singen und vor allem frei sagen kann, was man will, dann macht Euer Kreuz bei der NPD“ – und grölt ein kleines Lied.

Mit diesem umstrittenen Schachzug versucht die NPD um Spitzenkandidat Patrick Wieschke wohl, unsichere Sympathisanten aus dem eigenen Lager an sich zu binden, sie nicht der „Alternative für Deutschland“ zu überlassen. Viele Freie Kräfte wenden sich längst der Partei „Die Rechte“ oder auch der AfD zu.Fast jedes Schulkind hat schon mal von „Landser“ gehört, bei Konzerten wirkt der Name „Lunikoff“ noch als Magnet. Mit dem kurzen, klamaumiken Musik-Video will Michael Regener, wie er sagt, der NPD die Wähler „scharenweise“ zutreiben.

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Oktoberfest-Attentat 1980: Neue Zweifel an der Einzeltäterthese

Via „Süddeutsche Zeitung“:

„Das ist kein Schwätzer“: Der Anwalt von Opfern des Oktoberfest-Attentats präsentiert neue Hinweise, die der sogenannten Einzeltäter-These widersprechen – darunter einen lange vergessenen Zeugen.

34 Jahre nach dem Oktoberfestattentat will Rechtsanwalt Werner Dietrich bei der Generalbundesanwaltschaft und beim Bundesjustizministerium beantragen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Es gebe neue Erkenntnisse über Hintermänner, sagt er, und neu aufgetauchte Akten, die offenbar nicht systematisch auf einen Zusammenhang mit dem Anschlag untersucht worden seien.

Erstmals seit Einstellung der Ermittlungen im Jahr 1982 gebe es zudem einen neuen Zeugen, dessen Aussagen über Beobachtungen am Tatort vermuten ließen, dass der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler eben doch Komplizen hatte – was die Behörden stets bestritten. „Die Fakten müssen zu einer Wiederaufnahme führen“, sagt der von Opfern beauftragte Jurist. „Es ist mit hinreichender Sicherheit wahrscheinlich, dass Köhler nicht alleine gehandelt hat.“

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Rechtsrock-Musiker mischt in Sachsen-AfD mit

Die „Welt“ berichtet:

Ein Mitglied der AfD in Sachsen steht einem Medienbericht zufolge dem rechtsextremistischen Milieu nahe. Der Rechtsrockmusiker Paul M. gehöre dem AfD-Kreisverband Zwickau an, berichtete das MDR-Magazin „Exakt“ vorab aus seiner aktuellen Sendung, die am Mittwochabend ausgestrahlt werden sollte. Ein Kreisvorstandsmitglied der Partei habe dies bestätigt.

Paul M. gehörte dem Bericht zufolge unter anderem zur rechtsextremen Band Blitzkrieg. Sein eigenes Label kooperiere eng mit bekannten Neonazi-Musiklabeln und -Versandfirmen.

Frauke Petry, Bundes- und Landessprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), erklärte demnach, die AfD hätte nach der Eintrittswelle neue Mitglieder nur geringfügig überprüfen können. „Wir wollen jetzt aber alle möglichen Mittel ergreifen, um uns mit diesem Noch-Mitglied auseinanderzusetzen“, kündigte Petry demnach an.

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„Reisegruppe Brandt“ offenbart erneut neonazistisches Netzwerk

Das „Bundespresseportal“ schreibt:

(BPP) Vor dem Hintergrund der Berichte der „Welt am Sonntag“ über einer Reise bundesdeutscher Neonazis nach Südafrika, fordern MdL Katharina König und MdB Martina Renner, ehemalige Mitglieder der Landtagsfraktion DIE LINKE im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss: „Dringend geklärt werden muss, welche Informationen über Aufenthalte und Waffentraining bundesdeutscher Neonazis, darunter auch V-Leute, in Südafrika beim Bundesnachrichtendienst (BND), beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und gegebenenfalls ausländischen Geheimdiensten vorlagen und ob diese Informationen, sofern sie auch im Kontext der NSU-Aufklärung Relevanz haben, den Untersuchungsausschüssen vorgelegt wurden.“

Es sei keine Neuigkeit, dass Tino Brandt sich mehrfach in Südafrika aufhielt und dort Schießübungen stattfanden. Diese Informationen habe es bereits seit Anfang der 2000er Jahre bei antifaschistischen Gruppen – auch in Thüringen – gegeben und sie seien von diesen öffentlich und in Publikationen thematisiert worden. König widerspricht ausdrücklich den Aussagen anderer Mitglieder des Thüringer Untersuchungsausschusses, dass die Informationen über die Reise des Tino Brandt nach Südafrika dem Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag nicht vorgelegen hätten. „Ebenso ist die Gewalttätigkeit Brandts durch die Aktenkenntnisse insbesondere aus den Dokumenten der Thüringer Justiz ersichtlich gewesen“, betont König und verweist exemplarisch auf einen Überfall in Gräfenthal, an dem Tino Brandt beteiligt war.

Entscheidender seien jedoch, so König und Renner, die Zusammenstellung der nun in Rede stehenden neonazistischen Reisegruppe um Tino Brandt und deren Verbindungen zum NSU, zum Unterstützerumfeld und zum neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“. Martina Renner dazu: „Organisiert durch das extrem rechte Netzwerk ‚Hilfskomitee Südliches Afrika‘ reisten im Oktober 1999 – wenige Wochen, nachdem Claus Nordbruch, über den die Flucht des untergetauchten Trios nach Südafrika organisiert werden sollte, in Thüringen zu Vortragsveranstaltungen war – 17 Personen nach Südafrika. Neben Tino Brandt nahmen an der Reise weitere bundesweit aktive rechte Kader und Führungspersonen teil, über welche sich erneut die neonazistischen Netzwerke offenbaren und bei denen teilweise von einem Kennverhältnis zu wichtigen Personen aus dem NSU-Unterstützerumfeld ausgegangen werden muss.“

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Schillerndes Rockertrio auf der Anklagebank

Via der „Rechte Rand“:

Wegen einer brutalen Gewalttat müssen sich drei Rechtsextremisten vor dem Landgericht Kiel verantworten – der Prozess ist einstweilen geplatzt und wird neu terminiert.

Nach nur zwei Verhandlungstagen ist der Prozess gegen drei Rocker aus der rechten Szene vor dem Landgericht Kiel geplatzt. Weil neu eingeführte Akten, darunter auch vor wenigen Monaten erfolgte neuerliche Zeugenvernehmungen, erst unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlung der Verteidigung zugänglich gemacht wurden, blieb es bei der Anklageverlesung, ehe die 1. Große Strafkammer sich für einen Neustart des Prozesses entschied, für den es noch keinen Termin gibt.

Auf der Anklagebank fanden sich Anfang der Woche der frühere schleswig-holsteinische NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert (41), der immer wieder im Umfeld des inzwischen geschlossenen Neonazi-Treffpunktes „Club 88“ in Neumünster aufgefallene Alexander Hardt (34) sowie Nils H. (32) wieder. Das Trio, das zum Tatzeitpunkt den im Mai 2009 in der Stadt gegründeten „Bandidos“ beziehungsweise dem Unterstützerclub „Contras“ der Rockergruppierung angehörte, soll laut Anklageschrift im Dezember 2009 in der Neumünsteraner Kneipe „Titanic“ – einem Anlaufpunkt unter anderem für NPDler und andere Neonazis – für einen brutalen Überfall auf einen Dartspieler aus Kiel verantwortlich sein. Dieser arbeitete in einem Etablissement, das den mit den „Bandidos“ verfeindeten „Hells Angels“ zugerechnet wird, und trug am Tatabend sichtbar einen Gürtel mit der Aufschrift „support 81“, womit er seine Sympathie zur Rockergruppe der „Hells Angels“ aufzeigte.

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Thüringen: Rechtsrockszene mit langer Tradition – ein Überblick

„Thüringen rechtsaussen“ berichtet:

Bei der Band “Brutale Haie” aus Erfurt handelt es sich um eine der ersten extrem rechten Bands, die sich noch 1988 auf dem Boden der DDR gründeten. Trotz deutlicher musikalischer Schwächen erlangte die Band auf Grund ihres DDR-Hintergrundes einen gewissen Kultstatus in der Bundesdeutschen Neonaziszene. Dass die Band “Brutale Haie” bis zur Auflösung Mitte-Ende der 1990er Jahre Personell deckungsgleich mit der Band “Trabireiter” war, die sich 1994 in Erfurt gründete und bis zu ihrer Auflösung auch in vermeintlich “linken” Läden spielen konnte, ist dabei ein Thema für sich. Aber die Brutalen Haie waren nur der Beginn: Seit dem Ende der DDR entstanden in Thüringen weit mehr als 120 Rechtsrock-Bands und Liedermacher_innen, von denen derzeit noch rund 20 aktiv sind.

Das Blood & Honour Netzwerk, mit seiner 1994 gegründeten “Division Deutschland” spielte bei dieser Entwicklung keine unbedeutende Rolle, zumal im Jahr 1997 die Jugendorganisation “White Youth” in Gera gegründet wurde. Bis heute zählt Gera zu den aktivsten Regionen in Sachen Rechtsrock und das von Gordon Richter (NPD Gera und ehem. Kameradschaft Gera) initiierte “Rock für Deutschland” wird auch im Jahr 2014 von internationalen Blood & Honourseiten beworben. Auch die ebenfalls 2014 von Patrick Weber (NPD Kyffhäuserkreis und betreiber des “Germaniaversandes” sowie des “Agressive Rock” Labels) angemeldeten Festivals “In Bewegung” (Sangershausen) sowie “Thüringentag der nationalen Jugend” (Sömmerda) werden von Blood & Honour beworben. Ähnliches lässt sich im Landkreis Gotha Beobachten. dort ist es die Band S.K.D. Sonderkommando Dirlewanger und ihr Umfeld, die Blood & Honour zuzuordnen sind. Noch in den Jahren 2006 und 2008 war S.K.D. auf CD-Veröffentlichungen der bereits seit September 2000 verbotenen “Division Deutschland” vertreten. Und in Fretterode im Eichsfeld lebt Thorsten Heise, der für die NPD im Kreistag sitzt, hinter dem WB-Versand steht und seit 2011 den sogenannten “Eichsfeldtag” in Leinefelde organisiert. Heise hat bereits vor mehreren Jahren begonnen Rechtsrockkonzerte zu organisieren und dabei auch Blood & Honour und Combat 18 Urgesteine wie etwa die englische Band No Remorse eingeladen.

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US-Gewaltverbrechersyndikat

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

05.09.2014 – Zahlreiche Mitglieder der kriminellen Neonazi-Gang „Aryan Brotherhood of Texas“ müssen sich vor Gericht verantworten – vielen der Angeklagten drohen lange Gefängnisstrafen.
Drei Dutzend Mitglieder des gewalttätigen neonazistischen Gewaltverbrechersyndikats „Aryan Brotherhood of Texas“ (ABT), die der verschwörerischen Erpressung angeklagt sind, haben sich nach und nach schuldig bekannt. Als letzter unter den Angeklagten bekannte sich im August der 32-jährige ABT-„Kapitän“ Rusty Eugene Herzog aus Dallas, Texas schuldig. Die Urteile sollen im Oktober gesprochen werden.

In den Reihen der paramilitärischen Neonazi-Knasttruppe „Aryan Brotherhood of Texas“ tummeln sich rund 2000 Mitglieder innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. ABT ist eine der größten und gewalttätigsten weißen rassistischen Vereinigungen in den USA.

Die ABT-Truppe „startete ihre mörderische und rassistische Ideologie“ innerhalb der texanischen Gefängnisse. Ihre „verbrecherische Gewalt verbreitete sich auch außerhalb der Gefängnismauern wie ein Virus“, sagte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Leslie R. Caldwell von der Kriminalabteilung des US-Justizministeriums. Das Justizministerium beschuldigt die ABT-Mitglieder, in und außerhalb der texanischen Gefängnisse mehrere Morde, Raubüberfälle, Brandstiftung, Entführung und Drogenhandel verübt beziehungsweise getätigt zu haben.

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Brauner Wandermusiker in der Alpenrepublik

Via der „Rechte Rand“:

03.09.2014 – Der aktuelle Verfassungsschutzbericht aus Österreich widmet sich ausführlich dem deutschen Neonazi Philipp Tschentscher alias Liedermacher „Reichstrunkenbold“. Ein weiterer Schwerpunkt des Berichtes ist die „Identitäre Bewegung“.

574 rechtsextreme, fremdenfeindliche, rassistische, islamfeindliche, antisemitische und sonstige Tathandlungen (2012: 519) hat das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) im Jahr 2013 erfasst. Die Aufklärungsquote lag bei 54,1 Prozent, so der aktuelle Verfassungsschutzbericht. Das rechtsextreme Spektrum setzt sich aus Parteien, Vereinen und Freundeskreisen, jugendlicher Subkultur, neonazistischen Kameradschaften und Einzelaktivisten zusammen.

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Rechtsoffene und offen rechte Konzerte im August 2014

An dieser Stelle gibt es eine grobe Übersicht von Konzerten aus dem rechtsoffenen bzw offen rechten (aber nicht neonazistischen) Musikbereich im August 2014:

31.7.-10.8.2014: „MAD Tourbooking“ präsentiert die rechtsoffenen „Old Firm Casuals“ auf Tour:

31.7.2014: Morauska Tebola/Fest Pod Rarol (Tschechien)
1.8.2014: „SO36“/Berlin
2.8.2014: „Alter Stattbahnhof“/Schweinfurt
3.8.2014: „Carroponte“/Italien
4.8.2014: „Sedel“/Luzern (Schweiz)
5.8.2014: „Club Vaudeville“/Lindau
6.8.2014: Tolmin (Slowakei): „Punk Rock Holidays 2014“
7.8.2014: “Backstage”/München
8.8.2014: Ieper/”Ieper-Fest” (Belgien)
9.8.2014: „Endless Summer“/Torgau-Entenfang
10.8.2014: „Rebellion Fest“/Blackpool

1.8.2014: „JAZ Rostock“: Fecewalker-Konzert mit „Bishops Green“, „Ruhestöhrunk“ und „Klaustrophobie“.

1.8.2014: „From Hell“/Erfurt: Stark rechtslastiges Konzert mit den „Schusterjungs“, „Oiforce“ und den „Bullenschubsern“.

1./2.8.2014: „Volksplatz“/Borna: „Borna Open Air“ mit „Berserker“, „Saitenfeuer“, „Grober Knüppel“ u.a.

1./2.8.2014: „Metternich-Arena“/Windeck-Rosbach: „Kärbholz“ u.a.

8.8.2014: Halbinsel Pouch/Motorboot-WM Bitterfelde: Rechtsoffenes Konzert mit „Goitzsche Front“, „Glorreiche Halunken“, „Saitenfeuer“ u.a.

8.-10.8.2014: Torgau Entenfang: „Endless Summer 2014“ mit rechtsoffenen und offen rechten Bands – u.a.: „Perkele“, „Discipline“, „Bierpatrioten“, „Volxsturm“, „On The Job“, „Saints & Sinners“ und den „Halbstarken Jungs“.

7.-10.8.2014: „Rebellion Festival“ in Blackpool/England: Wie schon die vergangenen Jahren ein absolut krudes Lineup von politisch links stehenden (z.B. den „Subhumans“ und „Total Chaos“) bis hin zu offen rechts stehenden Band. Auf der rechtsoffenen bzw. rechten Seite u.a. mit den Bands „The Last Resort“, „Infa Riot“, „Old Firm Casuals“, „Evil Conduct“, „Argy Bargy“, „Bishops Green“, „The Gonads“, „Gimp Fist“, „Resistance 77“ (eindeutig RAC) und „The Agitators“ (ebenfalls RAC).

15.8.2014: „Forellenstube“/Schramberg: Das rechtsoffene Label „Randale Records“ präsentierte „Bishops Green“.

15.8.2014: „Black Gold Festival“/Essen: U.a. mit einem Auftritt der RAC-Freunde von “Evil Conduct”.

16.8.2014: Frauenprießnitz: „Riebnitz Festival 2014“ u.a. mit „Glorreiche Halunken“ und den „Halbschraegen Jungs“.

16.8.2014: Sint-Amandsberg/Belgien: Stark rechtsoffenes Konzert mit „Lion´s Law“, „Grade 2“ und „Midnight Tattoo“.

19.8.2014: Wien (Österreich): Konzert u.a. mit der rechtsoffenen Band „Bishops Green“.

21.8.2014: Barcelona (Spanien): „Beach Beer Chaos 2014“ mit diversen rechtsoffenen bis hin zu offenen Rechtsrockkapellen u.a. mit „The Templars“, „Agent Bulldog“, „The Crack“, „Booze & Glory“, „Lion´s Law“ und „The Warriors“.

22.8.2014: „Biergarten Liederkranz“/Ulm: Konzert mit den rechtsoffenen Bands „Bishops Green“ und „Scharmützel“.

23.8.2014: „SO36“/Berlin: „Core Tex Fest 2014“ u.a. mit der rechtsoffenen Band „Bishops Green“.

23.8.2014: Alsfeld/Stadthalle: „Laut & Ehrlich Rocknacht“ mit „Kärbholz“, „Serum 114“, „Unantastbar“, „BRDigung“, „Pöbel & Gesocks“ und „Foiernacht“.

28.-30.8.2014: „Flugplatz Niedergörsdorf“: „Spirit Festival 2014“ mit diversen rechtsoffenen Bands – u.a.: „Krawallbrüder“, „7er Jungs“, „Discipline“, „Evil Conduct“, „Perkele“, „Booze & Glory“ und „On The Job“.

29.-31.8.2014: USA: „TNT – Laborday Weekend 2014“ mit verschiedenen rechtsoffenen bis rechten Bands – z.B.: „Patriot“, „The Templars“, „Stars & Stripes“, „Bishops Green“ und „Lion´s Law“.

30.8.2014: „Mässingshornet“/Malmö (Schweden): Rechtsoffenes Konzert u.a. mit „High Society“ aus Dresden.

30.8.2014: „Hela Gelände“/Wittlich: Rechtsoffenes Deutschrockkonzert mit den „Krawallbrüdern“, „Delirium“, „Explizit“ u.a.

30.8.2014: „Traube“/Sindolfingen: Konzert mit der rechtsoffenen Band „Lammkotze“.

30.8.2014: Nauendorf bei Gotha: Konzert mit „Thekenprominenz“.

30.8.2014: „Burg Wertheim“: „United Festival 3“ mit rechtsoffenen Deutschrockbands wie „Unantastbar“ und „Berserker“.

Broschüre: Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis

Aufgrund der wirklich sehr guten Recherche bewerben wir die neu erschienene Broschüre über das Berliner NSBM-Netzwerk an dieser Stelle ein zweites Mal – unbedingt lesen!:

Unbemerkt von einer breiteren antifaschistischen Öffentlichkeit hat sich mitten in Berlin ein Netzwerk von Anhängern des sog. „Nationalsozialistischen Black Metal“ (NSBM) eingerichtet, dass aufgrund internationaler Kontakte ein florierendes Geschäft mit entsprechenden Tonträgern, Merchandise und Fanzines etabliert hat, sowie mit der europaweiten Organisierung von Konzerten wichtige Funktionen innerhalb dieser neonazistischen Subkultur übernimmt. Im Vordergrund steht offenkundig nicht lediglich die Profitmaximierung, sondern auch die politische Agitation innerhalb dieser Musikszene und die Unterstützung anderer Neonaziorganisationen außerhalb des Black Metal. Dass es Teile dieses Personenkreises nicht nur bei der Propaganda belassen, zeigen die Verbindungen zu anderen Neonazigruppen und einzelne Bestrebungen hin zu rechtsterroristischen Aktionen. Diese Broschüre soll die Akteure benennen, das Netzwerk ausleuchten und Antifas die Möglichkeit geben zu intervenieren.

via antifa berlin: Broschüre: Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis

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Siehe auch: [Berlin] Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis