Die braune Rocker-Connection

Via der „Blick nach rechts“:

29.11.2014 – Am nächsten Donnerstag beginnt in Schwerin der Prozess gegen Rocker-Anführer Schlaffer. Ein bekannter Neonazi verteidigt ihn. Doch die Verbindung geht noch weiter.

Ein dichtes Netzwerk zwischen Neonazis und Rockern offenbart sich während des laufenden Prozesses gegen Mitglieder des „MCs Schwarze Schar“ vor dem Landgericht Schwerin. Es reicht bis hinein in den Drogenhandel. Vom Wismarer Motorradclub „MC Schwarze Schar“ war bereits bekannt, dass er sich bis zu seinem Verbot 2014 aus Neonazis zusammensetzte, die bis 2006 zur berüchtigten „Kameradschaft Werwölfe Wismar“ gehörten, sich danach dem Rotlicht-Milieu zugewandt hatten. Fortan bestimmten Drogenhandel, Partys, Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gruppen sowie Prostitution und andere Geschäfte ihr Wirken. Das Clubleben der etwa zwölf deutschen Mitglieder war nach einem strengen Kodex ausgerichtet, es gab Kutten- und Messerpflicht. Die Ideologie rückte öffentlichkeitswirksam in den Hintergrund.

Nun aber nimmt sich der ehemalige Ex-Präsident Philip Schlaffer für seine Verteidigung für den am 4. Dezember beginnenden Prozess in Schwerin ausgerechnet den bekanntesten Anwalt der rechtsextremen Szene: Wolfram Nahrath. Diese Entscheidung könnte als eine Art Bekenntnis von Schlaffer ausgelegt werden. Lange halten sich zudem die Gerüchte, der glatzköpfige Akademikersohn aus Lübeck habe nicht nur im braunen, sondern auch im Kuttenmilieu viel geredet. Er gilt als äußerst umstritten.

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