Unter braun-schwarzer Perücke

Die „taz“ schreibt:

V-Mann „Piatto“ bestreitet, das Trio um Beate Zschäpe gekannt zu haben. Er liefert aber Details über das Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“.

MÜNCHEN taz | Es ist einer dieser Tage im NSU-Prozess, den die Angehörigen der Opfer und ihre Anwälte auch nach anderthalb Jahren Verfahrensdauer noch mit Spannung erwarten – und an dem sie auf neue Erkenntnisse hoffen. Es ist der 167. Verhandlungstag gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten, als um kurz nach 10 Richter Manfred Götzl den Zeugen Carsten Sz. aufruft.
Ein dicker Mann in schwarzer Kapuzenjacke betritt den Saal A 101 des Münchner Oberlandesgerichts, auf dem Kopf trägt er eine braun-schwarze Perücke, auf der Nase eine große dunkle Brille, das Kinn ist voller Bartstoppeln. Ins Gesicht hat Sz. ein Tuch gezogen, das er herunterzieht, als er sich setzt. Vom Zuschauerraum kann man ihn jetzt nur von hinten sehen. Neben ihm nimmt seine Rechtsanwältin Platz.

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