HoGeSa meldet sich mit Neonazi-Konzert und Demo-Ankündigungen zurück

Via „Endstation Rechts“:

Die letzten Wochen war es ruhig um die „Hooligans gegen Salafisten“. Untätig waren die HoGeSa-Macher offenbar aber nicht. Nach eigenen Angaben stehe die Gründung eines Vereins bevor, außerdem liefen die Vorbereitungen für eine Demonstration am 28. Februar im „Osten“. Die Finanzierung der Aktivitäten soll mit Hilfe einer „Solidaritäts-Veranstaltung“ gestemmt werden, für die das Neonazi-Rap-Duo „A3stus“ und der Sänger einer weiteren Rechtsrock-Kapelle zugesagt haben. Auch „Kategorie C“ sind mit an Bord.

Im Nachgang der Kölner Hooligan-Randale sprachen einige Beobachter von einer „neuen Qualität“ der Gewalt. Ende Oktober zogen ungefähr 5.000 vielfach gewaltbereite Anhänger der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) rassistische und nationalistische Parolen skandierend durch die Domstadt und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, die 50 verletzte Beamte zu beklagen hatte. Anschließend verebbte das Interesse an den HoGeSa-Aktivitäten, eine weitere Kundgebung in Hannover zog bereits deutlich weniger Gleichgesinnte an, was nicht zuletzt an einer unattraktiveren Veranstaltungsart – angemeldet war eine stationäre Kundgebung – und einer besser aufgestellten Polizei gelegen haben dürfte. Seitdem war es relativ ruhig um die Gruppierung.

Straßenschlachten? Aber bitte nur bei Sonnenschein

Nun melden sich die Hooligans zurück. Nach Angaben eines „HoGeSa Orga-Teams“ seien für den 28. Februar und für den April zwei weitere Aufmärsche geplant. Für den Februar-Termin befänden sich derzeit drei Orte im „Osten“ in der engeren Wahl, im April soll es in den „Süden“ gehen.

In der kalten Jahreszeit jedenfalls zieht es den gesundheitsbewussten Hooligan nicht auf die Straße. „Wir haben nun Winter und wenn wir uns im Schnee treffen oder totaler Kälte und dann unter Umständen eingekesselt werden und mit Wasserwerfern attakiert werden, riskieren wir die Gesundheit aller Teilnehmer“, erklären die Macher ihre mehrmonatige Pause. Bei den kommenden Demonstrations-Neuauflagen soll zusätzlich das Gespräch mit Vertretern von Städten und Gemeinden gesucht werden, um die „Planungen und Konzepte für Aufklärung und Sicherheit“ zu vermitteln, heißt es in einem Forumsbeitrag.

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