Das Objekt 21

Das „Antifa Infoblatt“ berichtet:

Anfang 2013 hob die österreichische Kriminalpolizei ein kriminelles Netzwerk aus, auf dessen Konto zahlreiche Verbrechen wie etwa Brandstiftung oder schwerer Raub gehen. Seinen Ausgang hatte das österreichisch-deutsche Netzwerk im neonazistischen „Kulturverein“ Objekt 21 im oberösterreichischen Desselbrunn.1 Dessen Anführer wurden mittlerweile verurteilt2, von einer vollständigen juristischen Aufarbeitung des Falles kann aber noch lange nicht die Rede sein.

Im bisher letzten Verfahren gegen die Objekt 21-Bande wurden Mitte August diesen Jahres mit Jürgen Windhofer und Manuel Spindler dessen führende Köpfe zu sechs Jahren und neun Monaten bzw. zu vier Jahren und acht Monaten verurteilt. Während in diesem Prozess nur die rein kriminellen Machenschaften zur Sprache kamen, wurden einige der zahlreichen Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz bereits im November 2013 vor einem Welser Geschworenengericht verhandelt. Damals setzte es für Windhofer sechs und für Spindler vier Jahre Haft, fünf mitangeklagte Neonazis kamen mit teilbedingten und bedingten Haftstrafen3 zwischen 18 und 30 Monaten davon. Auch diese Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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