Ludwigshafen: Radikale Hooligans im Anmarsch

Wir verweisen auf einen Artikel der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“:

Ludwigshafen droht ein Aufmarsch gewaltbereiter Hooligans aus dem rechtsextremen Milieu. Der vor einer Woche gegründete Verein „Gemeinsam-Stark Deutschland“ hat für 8. Februar in der City eine Kundgebung mit 1000 Teilnehmern angemeldet. Er ist eine radikale Abspaltung der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa), die Ende Oktober in Köln randaliert haben.

Es waren Bilder, die Deutschland schockiert und eine Debatte über eine bisher nicht gekannte Allianz aus Fußball-Hooligans und Rechtsradikalen ausgelöst haben – noch bevor Demos der islamkritischen Pegida-Bewegung in Dresden die Schlagzeilen bestimmten. Köln war für einen Tag im Ausnahmezustand: Polizeitransporter wurden umgestoßen, Scheiben eingeworfen, Passanten und Ordnungshüter verletzt. Es gab wilde Ausschreitungen, die Polizei schien von dieser Machtdemonstration überrascht. Die Hogesa schmiedeten in der Domstadt ein Bündnis der Gewalt und mobilisierten eine Armee von rund 3000 Randalierern – überwiegend schwarz gekleidete Männer mit Sturmhauben, Tätowierungen, Nazi-Stickern sowie Szenecodes auf den Jacken.

Zustände wie in Köln befürchtet Jürgen Schmitt hier nicht. Und noch sei unklar, ob am Jahrestag der ersten Proteste von Hooligans gegen Islamisten tatsächlich mit 1000 Demonstranten zu rechnen sei. „Dazu müsste diese Gruppierung über 900 Teilnehmer von außerhalb akquirieren. Dafür fehlt das Einzugsgebiet“, sagt der Präsident des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen. Verharmlosen will er den angemeldeten Marsch aber nicht. „Wir nehmen das sehr ernst und werden uns entsprechend darauf einstellen.“

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