Archiv für Februar 2015

Xavier Naidoo

Via „Antifaschistisches Infoblatt“:

Soundtrack der „Wahrheits“- und Reichsbürgerbewegung

Der Soulsänger Xavier Naidoo verbreitet seit Jahren eine rechts-libertäre Ideologie vor Millionen­publikum. Bis zu seinem Auftritt bei einer Reichsbürgerdemonstration wurde diese zumeist als Spinnerei verharmlost. Der Popststar vereint ein gespaltenes und zerstrittenes Spektrum hinter sich, dass getrieben durch gemeinsame Feindbilder immer häufiger zusammen auf die Straße geht.

Xavier Kurt Naidoo ist ein Soul- und R&B-Sänger. Neben seiner Solokarriere ist er Gründungsmitglied der Musikgruppe „Söhne Mannheims“. Zusätzlich war er Mitinitiator und Dozent an der Mannheimer Popakademie und hat mit „Beats Around the Bush“ und „naidoo records“ zwei eigene Labels gegründet. Xavier Naidoos Debütalbum verkaufte sich über eine Million Mal. Seine weiteren Soloalben erreichten ebenfalls Platz eins der deutschen Albumcharts. 1998 erhielt Xavier Naidoo das erste Mal den Echo als Bester nationaler Künstler. 2006 sang er anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft auf der Fanmeile in Berlin. 2010 erhielt er erneut den Echo Preis, besuchte die deutschen Truppen der Bundeswehr in Afghanistan und gab dort mehrere Konzerte. In den Jahren 2011 und 2012 war er einer der Juroren und Coaches in der deutschen Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“. 2012 trat er zusammen mit Kool Savas unter dem Namen Xavas für das Bundesland Baden-Württemberg beim „Bundesvision Song Contest“ an und gewann diesen.

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Der “III. Weg”: Konkurrenz für die NPD in Thüringen

Der „Störungsmelder“ schreibt:

2013 in Heidelberg gegründet, etablierte sich die Neonazi-Partei „Der III. Weg vor allem in Bayern als Nachfolger des verbotenen „Freien Netzes Süd“. Inzwischen tritt die braune Partei aber auch immer öfter in Thüringen auf und tritt damit in offene Konkurrenz zur schwächelnden NPD.

Ende September 2013 wurde im baden-württembergischen Heidelberg unter konspirativen Bedingungen die neue extrem rechte Partei „Der III. Weg“ aus der Taufe gehoben. Gegründet von dem ehemaligen rheinland-pfälzischen NPD-Funktionär Klaus Armstroff sollte sie insbesondere eine Konkurrenz zur NPD bilden, die unter den extrem rechten Parteien nach wie vor eine dominierende Rolle innehat. Im Gegensatz zu den „Nationaldemokraten“, die nach außen hin großen Wert auf ein seriöses Image legen, verfolgt „Der III. Weg“ deshalb in bewusster Abgrenzung einen deutlich radikaleren Kurs. So definiert sich die Partei beispielsweise selbst als „national-revolutionäre“ Gruppierung und bezeichnete ihr „Ziele“ in Anlehnung an das „25-Punkte-Programm“ der NSDAP als „Zehn-Punkte-Programm“. Inhaltlich fordert die Kleinstpartei in nationalsozialistischer Tradition außerdem die „Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen“, die „Erhaltung […] der biologischen Substanz des Volkes“, „die Pflicht zur Arbeit“ sowie „die Schaffung eines Deutschen Sozialismus“.

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Thüringen: 25 rechtsextreme Konzerte 2014

Die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet:

25 Neonazi-Konzerte wurden im vergangenen Jahr registriert. Damit blieb die Zahl konstant für Thüringen.

Erfurt. Das Thüringer mobile Beratungsteam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus (Mobit) hat im vergangenen Jahr 25 Neonazi-Konzerte registriert. Damit sei deren Zahl gegenüber 2013 konstant geblieben, wie die Initiative gestern mitteilte. Drei davon fanden in Ostthüringen statt, in Saalfeld im März ein „Liederabend“, in Gera das so genannte „Rock für Deutschland“ mit ca. 300 rectsextremen Besuchern und Ende Oktober in Kahla ein weiterer als „Liederabend“ deklarierter Auftritt mit laut Mobit etwa 100 Teilnehmern aus dem rechten Umfeld. Ein Auftritt in Bad Köstritz sei Mitte März verhindert worden. Eine Band habe dann trotzdem unter Auflagen in einer Gaststätte vor ca. 40 Gästen in einer geschlossenen Veranstaltung gespielt.

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Siehe auch: Florierender Rechtsrock im Freistaat

DIE ECHO-VERANSTALTER LERNEN EINFACH NICHT DAZU: FREI.WILD SIND SCHON WIEDER FÜR DEN ECHO NOMINIERT

Via „Vice“-Magazin:

Es ist jedes Jahr aufs Neue ein Trauerspiel. Wenn jährlich die Echo-Nominierungen veröffentlicht werden, kann man sich inzwischen bei zwei Sachen ganz sicher sein. Erstens gibt es keinerlei Überraschung bei den nominierten Namen und zweitens steht (ebenso wenig überraschend) der Name der Band Frei.Wild auf der Liste. Das ist erstens heikel, da es sich bekanntermaßen um eine politisch eher fragwürdige Band handelt und zweitens weil die Band aus Südtirol kommt. Das wiederum ist seltsam, da Südtirol erstens nicht in Deutschland liegt (siehe klärende Grafik), aber zweitens der Preis, für den Frei.Wild nominiert sind, das Wörtchen „national“ beinhaltet. Genauer gesagt sind sie in der Rubrik „Musik-DVD/Blu-Ray national“ nominiert, zusammen mit Andrea Berg, Helene Fischer, den Toten Hosen und den Böhsen Onkelz (Wir haben diese Nachricht übrigens nicht vom Postillon übernommen!). Zwar hat der Echo schon vor zwei Jahren erklärt, warum Frei.Wild für den Echo berücksichtigt werden („Es liegen deutsche Pässe von Bandmitgliedern vor, es wird in Deutschland aufgenommen und in diesem Fall auch Deutsch gesungen.“), allerdings rechtfertigt das immer noch nicht die Nominierung einer inhaltlich und gesinnungstechnisch so bedenklichen Band. Nicht mal der Boykott einiger Künstler vor zwei Jahren konnte die Veranstalter dazu bringen, die Entscheidung zu widerrufen.

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„Baltic Open Air“ 2015: Festival mit brisantem Line-Up

Die „Schleswiger Nachrichten“ schreiben:

Mit der Gruppe „Frei.Wild“ und „Böhse Onkelz“-Sänger Kevin Russell kommen im August umstrittene Musiker nach Schleswig.

SCHLESWIG | Es ist ein heißes Eisen, das Daniel Spinler anfasst. Der Eventmanager hat den Headliner für das diesjährige „Baltic Open Air“ (BOA) präsentiert: Die Südtiroler Deutschrock-Band „Frei.Wild“ wird am letzten Augustwochenende beim Festival auf der Freiheit spielen – eine Gruppe, die zwar sehr erfolgreich, aber auch höchst umstritten ist.

Kritiker werfen den vier Musikern um Frontmann Philipp Burger eine Nähe zur rechten Szene vor. Doch damit nicht genug. Spinler hat auch Kevin Russell fürs BOA verpflichtet, der als Leadsänger der ebenfalls umstrittenen Rockband „Böhse Onkelz“ bekannt wurde und jetzt zusammen mit der Formation „Veritas Maximus“ nach Schleswig kommen wird. Russell sorgte im Jahr 2010 für Negativschlagzeilen, als er nach einem unter Drogen verursachten schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht zu einer Haftstrafe von mehr als zwei Jahren verurteilt wurde.

BOA-Veranstalter Spinler weiß um die Vorbehalte gegen seine Auswahl, betont aber: „Keine dieser Bands steht auf dem Index.“ „Frei.Wild“ werde zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt, sagt er. „Die Südtiroler Jungs sind heimatverbunden. Aber sie distanzieren sich von jeglicher Art des Extremismus und Rassismus. Sie sind politisch neutral.“

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Neonazis feiern in Hessen

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet:

Partys und Konzerte rechtsradikaler Bands sind wichtige Treffpunkte der Neonazi-Szene in Hessen. Das Innenministerium hat 2014 mindestens acht Veranstaltungen der extremen Rechten registriert – die meisten davon im Lahn-Dill-Kreis.

Rechtsradikale Balladen, billiger Schnaps und Songs von den „Böhsen Onkelz“: Die Polizei hat im vergangenen Jahr insgesamt acht Konzerte und Partys der extremen Rechten in Hessen festgestellt. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervor.

Zwischen Februar und Juni hat es demnach allein fünf rechte Veranstaltungen in Leun (Lahn-Dill-Kreis) gegeben, unter anderem eine „Hip-Hop-Party“, einen Flohmarkt und eine „Böhse-Onkelz-Party“ – alle organisiert aus dem Umfeld der extrem rechten NPD. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, haben Einzelpersonen im Februar in Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis) eine rechte „Ein-Euro-Party“ veranstaltet, die von 80 Gästen besucht wurde.

Kritik am Verfassungsschutz

Im September und Oktober hat dann der bekannte Neonazi-Liedermacher Michael Regener alias „Lunikoff“ zwei Mal in Hessen gespielt – einmal im mittelhessischen Hungen-Villingen und einmal in Schmitten-Oberreifenberg (Hochtaunuskreis). Regener war der Kopf der 2003 verbotenen Rechtsrockband „Landser“, die zum Umfeld des militanten Neonazi-Netzwerks „Blood and Honour“ gehörte, und gilt als Kultfigur in der Szene. Das Konzert in Hungen-Villingen war bereits im September öffentlich bekannt geworden. Damals waren auch Neonazis aus Nordrhein-Westfalen und Thüringen nach Mittelhessen gekommen. Konzerte und Partys gelten als wichtige Treffpunkte der Neonazi-Szene.

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Chemnitzer Zeugen: Einige Details, viele Geschichten und weiter keine Entlastung für Wohlleben

Die Nebenklage im NSU-Prozess berichtet von weiteren Erkenntnissen über die „Blood & Honour“ -Strukturen in Sachsen und die engen Verbindungen mit den „Hammerskins“:

Chemnitzer Zeugen: Einige Details, viele Geschichten und weiter keine Entlastung für Wohlleben

Heute wurden zwei Zeugen aus dem Bereich Chemnitz befragt. Beide waren auf Antrag der Verteidigung Wohlleben geladen worden, die versucht, die Verantwortung für die Unterstützung des NSU von Wohlleben wegzuschieben und allein bei „Blood & Honour“ Sachsen festzumachen.

Dieser Plan ging auch bei diesen Zeugen nicht auf. Die beiden Zeugen waren aber auch ansonsten bemüht, nicht besonders viel Erkenntnisse zu liefern – wie viele Zeugen aus der Nazi-Szene vor ihnen bestätigten sie im wesentlichen nur das, was eh nachgewiesen ist, und erzählten ansonsten Märchen oder gaben vor, sich nicht zu erinnern.

Zunächst kam Gunter Fiedler, einer der „88er“ Skinheads aus Chemnitz. Er bestätigte, dass nach dem Untertauchen von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt sein Bruder und er eine Wohnung für diese besorgten. B&H-Chef Thomas Starke hatte sie angesprochen, die Drei bräuchten eine Unterkunft, sie seien auf der Flucht vor der Polizei. Die Fiedlers sprachen zunächst Mandy Struck an, die verwies auf ihren Freund Max-Florian B., wo die Drei tatsächlich unterkamen.

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Unscheinbar umtriebig – Tobias Winter alias „Bienenmann“ unterwegs im europaweiten Blood & Honour-Netzwerk

Via „thueringen-rechtsaussen.net“:

Es gibt die Lauten und die Leisen im Neonazi-Musikbusiness. Die Lauten, jene die mit ihrem Verbindungen protzen, offen auf Flyern des Neonazinetzwerkes Blood & Honour auftauchen oder durch Gewaltaktionen in Erscheinung treten, landen früher oder meist später auf dem Radar der Verfolgungsbehörden. Die Leisen, wie Tobias Winter, halten sich im Hintergrund, treten häufig ohne große Ankündigung auf, pflegen Kontakte und geraten so nur selten in den Fokus.

Tobias Winter zählt zum Umfeld der „Freien Kräfte“, zum so genannten “Freien Netz” (FN) aus der Region Jena und Kahla. Erste Auftritte absolvierte der junge Liedermacher mit Akkordeon unter anderem auf dem „Thüringentag der nationalen Jugend“ 2009 in Arnstadt. Gemeinsam mit Maximilian „Max“ Lemke trat er dann 2011 auch überregional bei Neonazimusikveranstaltungen wie dem „Tag der Identität“ in Geithain auf. Innerhalb von Thüringen begleitet er seitdem unterschiedliche Neonaziveranstaltungen. So sorgt er regelmäßig für die musikalische Begleitung der jährlich stattfindenden „Heldengedenken“ in Friedrichroda oder bietet sich wie 2014 beim „Rock für Deutschland“ in Gera als Ersatz für eine ausgefallene Band an.

Spätestens Ende 2013 schaffte er jedoch den Aufstieg in die obere Liega der Neonazi-Musikszene. Gemeinsam mit dem Liedermacher Mirko Szydlowski alias „Barny“ trat er im November bei der Blood & Honour Division Niederlande auf. Am 07.02.2014 folgte ein weiterer Auftritt im Blood & Honour Netzwerk. Am Eröffnungsabend des sogenannten „Tag der Ehre“ trat er in Ungarn auf. Bei der geschichtsrevisionistischen Kundgebung am darauffolgenden Tag ist er dann auch hinter dem Transparent der Niederländischen Blood & Honour Division zu sehen. Ende 2014 konnte er dann stolz seinen Auftritt beim zentralen „Ian Stuart Memorial“ vom 19. bis 20. September in England verkünden. Und auch 2015 trat er bereits auf zwei Blood & Honour-Veranstaltungen auf. Wie auch Blick nach Rechts berichtete spielte er am 24. Januar in Schweden und trat am 08.02.2015 erneut beim „Tag der Ehre“ in Ungarn auf.

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Waffenfund bei NPD-Politiker

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

25.02.2015 – Löcknitz – Bei einer Durchsuchung des Geländes des NPD-Kommunalpolitikers Frank Dreblow in Löcknitz in Mecklenburg Vorpommern hat die Polizei Munition und Waffen sichergestellt.
Seit der Kommunalwahl im Juni 2014 ist die NPD mit zwei Kommunalpolitikern in der Gemeindevertretung von Löcknitz vertreten. 442 Wahlberechtigte hatten ihr Kreuzchen bei der rechtsextremen Partei gemacht, die damit 14,6 Prozent in der Gemeinde im Kreis Vorpommern-Greifswald errang. Drei Monate zuvor wollte die NPD auch an der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde nahe der Grenze zu Polen mit einem Bewerber teilnehmen, doch Dirk Bahlmanns Kandidatur wurde wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue abgelehnt. Neben Eintragungen in seinem Führungszeugnis soll Bahlmann Andersdenkende mit antisemitischen Sprüchen beschimpft und eine Gedenktafel an der jüdischen Synagoge vor Ort zerstört haben.

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Der NSU und die militante rechte Szene Dortmunds

Das Portal „Mut gegen rechte Gewalt“ berichtet:

Seit der Aufdeckung der NSU-Morde kommen immer mehr Hinweise ans Licht, dass das rechte Trio um Beate Zschäpe innerhalb eines größeren Netzwerkes von weiteren rechten Zellen agierte. Viele der Spuren führen auch in die rechte Szene Dortmunds. Zur Aufklärung dieser Verbindung soll nun der ehemalige V-Mann Sebastian Seemann beitragen. Eine Spurensuche in Dortmund

Von Marie Becker

Im November 2014 wurde von Nebenklagevertretern im NSU-Prozess ein Antrag zur Vorladung der Zeugen Sebastian Seemann und Marko Gottschalk eingereicht. Marko Gottschalk ist nicht nur als Sänger von „Oidoxie“ und zeitweiser Schlagzeuger von „Weisse Wölfe“ tief im deutschen Rechtsrock verankert, sondern war bis 2006 selbsternanntes führendes Mitglied von „Combat 18“ in Deutschland. „Combat 18“ gilt als gewaltbereiter Arm der „Blood & Honour“-Bewegung, die 2000 in Deutschland verboten wurde. 2003 hat sich unter Marko Gottschalk eine solche „Combat 18“-Zelle unter dem Namen „Oidoxie Streetfighting Crew“ in Dortmund gegründet, der auch Sebastian Seemann angehörte. Die Zelle war gut in der europäischen „Blood & Honour“-Szene vernetzt. So pflegten sie unter anderem gute Kontakte zu dem Kopf der rechtsextremen Gruppe „Bloed, Bodem, Eer & Trouw“ Joeri van der P. aus Belgien. Von ihm bezogen sie wohl auch Waffen und organisierten gemeinsam Schießübungen. Das Ausmaß der Militarisierung der rechten Szene in Belgien wurde 2006 offenbar: Nach einer Razzia bei dem belgischen „Blood & Honour“–Ableger beschlagnahmte die Polizei 200 moderne Kriegswaffen.

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Geldstrafe für NPD-Parlamentarier

Via der „Blick nach Rechts“:

24.02.2015 – Grevesmühlen/Neustrelitz – Das Amtsgericht Grevesmühlen hat gestern den NPD-Abgeordneten im Landtag von Mecklenburg Vorpommern, David Petereit, wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der heute 34-Jährige im Juli 2013 über einen von ihm betriebenen Onlinehandel eine CD angeboten hatte, auf der zu Hass und Gewalt gegen Menschen mit pädophilen Neigungen aufgerufen wurde. Daraufhin hatten Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt im Mai vergangenen Jahres Petereits Wohnung, die Räumlichkeiten eines Internet-Versandhandels in Grevesmühlen und eine Produktions- und Vertriebsfirma von CDs in Neustrelitz durchsucht.

In dem entsprechenden Liedtext in englischer Sprache heißt es unter anderem: „Krieg den Pädophilen, stirb stirb stirb, keiner wird überleben.“ Weil Pädophilie laut einer international gültigen Definition eine psychische Störung ist, richtet sich der Gewaltaufruf nach Ansicht des Gerichtes gegen eine psychisch kranke Bevölkerungsgruppe. Zum Prozessauftakt war der erste Verhandlungstag bereits nach wenigen Minuten beendet worden, weil Petereits Verteidiger die Übersetzung der Songtexte angezweifelt hatte.

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NSU-Prozess: Protokoll 174. Verhandlungstag – 13. Januar 2015

Einige weitere interessante Hintergrundinfos zu den Verstrickungen des NSU mit „Blood & Honour“ und „Combat 18″ ergaben die Vernehmungen des ehemaligen führenden Brandenburger Neonaziaktivisten und VS-Spitzels Carsten Szczepanski:

An diesem Verhandlungstag wird zunächst die Befragung zur Tatortarbeit in der Keupstraße fortgesetzt. Der Beamte beschreibt Asservate und anhand seiner Rekonstruktion der Bombe wird deutlich, welcher Vernichtungswille hinter dieser Tat stand. Im Anschluss daran ist erneut der Zeuge Carsten Szczepanski geladen. Die Verterter_innen der Nebenklage befragen ihn ausführlich, jedoch gibt der Zeuge meist an, sich an nichts erinnern zu können. Gleichzeitig bleibt er dabei, dem LfV Brandenburg immer wahrheitsgemäß berichtet zu haben.

Zeugen:

Martin Wa. (LKA NRW, Tatortarbeit beim Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße)
Carsten Szczepanski (V-Mann “Piatto”, Erkenntnisse zu Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt und B&H Sachsen)
Der Verhandlungstag beginnt um 9:45 Uhr. Als Nebenkläger ist ein Bruder des am 25. Februar 2004 in Rostock ermordeten Mehmet Turgut anwesend. Zuerst wird die am gestrigen 173. Verhandlungstag unterbrochene Einvernahme des Zeugen Wa. fortgesetzt. Richter Götzl sagt, man sei bei der Erörterung der Lichtbilder stehengeblieben und setze mit der nächsten Mappe fort. Wa. geht nach vorn und es werden zunächst Lichtbilder mit Asservaten aus verschiedenen Spurenbereichen in Augenschein genommen, die Wa. jeweils kommentiert [Zahlen und Maße phon.]. Wie am Vortag ist das zunächst eine Aufzuhlung von Asservaten, die in der Vernehmung von Sp. schon geannt wurde. Zu sehen sind u.a. stark defomierte Stahlplatten, Stahlnägel und Kunststoffsplitter.

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Siehe auch: Protokoll 173. Verhandlungstag – 12. Januar 2015
V-Mann-Porträt: Carsten Szczepanski

[Thiazi-Prozess] 1. Verhandlungstag

An dieser Stelle mal eine Übersicht über den laufenden Prozess gegen die mutmaßlichen Hauptakteure des bisher wohl größten und umfassendsten internationalen Naziforums, welches auch eine federführende Rolle in der Archivierung und Verbreitung von Rechtsrock in allen Spielarten inne hatte:

Am 14. Juni 2012 wurde das zu dem Zeitpunkt bedeutendste deutschsprachige Neonazi-Forum auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Rostock vom Netz genommen: thiazi.net. In insgesamt elf Bundesländern fanden damals Razzien statt, 24 Objekte wurden vom BKA durchsucht, gegen 26 Beschuldigte im Alter zwischen 22 und 64 Jahren wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Am Freitag, 28. November 2014, fand nun der erste von zunächst 32 angesetzten Prozesstagen am Landgericht Rostock statt. Auf der Anklagebank die vermutlichen Köpfe von «Thiazi», der 33-jährige Klaus Werner Ruthenberg aus Barth (Mecklenburg-Vorpommern) und die 32-jährige Daniela Wagner aus Untereisesheim (Baden-Württemberg), außerdem die ebenfalls zur „Belegschaft“ gehörenden Dominik Schuster, 33 Jahre, aus Karlsruhe, und der 28-jährige Denny Stetefeld aus Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt). Die Anklage lautet auf „mitgliedschaftliche Beteiligung in einer kriminellen Vereinigung“ (§129 Abs. 1 Var.2 StGB) und „Volksverhetzung“ in mehreren hundert Fällen. Allein das Verlesen der Anklageschrift wird aller Voraussicht nach mindestens die ersten vier bis fünf Prozesstage in Anspruch nehmen, die Ermittlungakten umfassen mehr als 67.000 Seiten.

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Siehe auch:
[Thiazi-Prozess] 2. Verhandlungstag
[Thiazi-Prozess] 3. und 4. Verhandlungstag
[Thiazi-Prozess] 5. und 6. Verhandlungstag
[Thiazi-Prozess] 7. Verhandlungstag
Thiazi über den Mauern Asgards

„Ich bin ein Rassist, und das Tag für Tag“ – NS-Rap am Beispiel von MaKss Damage

Das „Netz gegen Nazis“ berichtet:

Nazis, die rappen? Führerkult und HipHop? Ja, das gibt es. Nazis haben immer schon spannende Jugend- und Subkulturen kopiert, unterwandert und zu ihren eigenen Gunsten interpretiert, um gerade junge Menschen für die Szene zu ködern.

Viele der rappenden Nazis tun dies genau aus dieser Motivation heraus (z.B. n’Socialist Soundsystem, Villain051, SZU – Sprechgesang zum Untergang). Sie sind ein Teil der modernen Variante des Neonazismus. Diese Tendenzen werden innerhalb der neonazistischen Szene zum Teil sehr stark diskutiert. Dabei geht es meist um zwei zentrale Fragen: Darf Hip Hop als ursprünglich afro-und latinoamerikanische Musikkultur überhaupt für Neonazi-Zwecke genutzt werden? Und wie sinnvoll ist Hip Hop für die Rekrutierung junger Menschen?

Mittel zur Rekrutierung vs. Reimkunst

Die NS-Rapper*innen sind meistens vom Mittel zum Zweck überzeugt, so zum Beispiel die Band n’Socialist Soundsystem, die eigentlich aus der Band Häretiker – die ursprünglich Rechtsrock machten – hervorgegangen ist und Hip Hop ganz klar als strategisches Mittel sieht. Das merkt man auch ihren Rap-Texten an. Da gibt es keinen Flow und keine Reimkunst. Sie sind eher lächerlich als gut.

Leider lässt sich das nicht über alle NS-Rapper*innen sagen. Einer, der aus der NS-Rap-Szene mit Rap-Fähigkeiten heraus sticht, ist MaKss Damage, mit bürgerlichem Namen Julian Fritsch. Er kommt aus Gütersloh und bezeichnet sich erst seit 2011 offiziell als NS-Rapper. In der Zeit davor war er seit 2008 als Rapper in der linken Szene unterwegs, stieß dort aber auf Grund seiner sexistischen und antisemitischen Texte auf deutliche Kritik und galt mit Textzeilen wie „Ich leite Giftgas lyrisch in Siedlungen die jüdisch sind“ („Arabisches Geld“ 2010) für linke Akteur*innen als nicht tragbar.

In einem sehr langwierigen Interview Anfang 2011 mit zwei der führenden Neonazis Kölns, Axel Reitz und Kevin Koch aus Wuppertal für „medinet-west“, erklärte MaKss Damage, der unter anderem Horst Mahler als sein Vorbild beschreibt, dass er nun überzeugter Neonazi sei. Dieser öffentlich wirksame Schritt des Einstiegs in die Neonazi-Szene wurde von dieser bewusst inszeniert und thematisiert: Ein ehemaliger „Linker” tritt aus der Szene aus und engagiert sich bei der politischen Gegenseite – ein gefundenes Fressen für die Neonazis.

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Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang: Podium: Rappen für die Revolution?! – Linker Rap in Deutschland – Geschichte, Gegenwart, Zukunft.

Steffen Peise – Zwischen Satan, Odin und Hitler. Rechtsrock und NSBM als Weggefährten im braunen Sumpf

Ein Buchneuerscheinung zum Thema NSBM:

Rechtes Gedankengut gibt es auch im Metal, zum Thema gemacht wird dies jedoch relativ selten. Steffen Peise hat sich in seiner Masterarbeit damit beschäftigt und untersucht, wie es zum Schulterschluss zwischen Rechtsrock und rechtem Black Metal kommen konnte – zwei Genres, die eigentlich sehr gegensätzlich sind.

„Zwischen Satan, Odin und Hitler. Rechtsrock und NSBM als Weggefährten im braunen Sumpf“ ist die zum Buch überarbeitete Fassung von Peises Abschlussarbeit am Institut für Musikwissenschaften der Uni Leipzig. Seinem Thema nähert er sich auf mehreren Ebenen. Am einfachsten aufzunehmen ist wohl noch der musikhistorische Abriss, der die Entstehung der beiden Genres, die er in den Fokus nimmt, herleitet. Musikinteressierte werden das ein oder andere bereits wissen – dass der Rechtsrock in einer originär unpolitischen britischen Skinheadszene wurzelt, die mit der Band SKREWDRIVER an der Spitze den Schritt ins rechte Spektrum gemacht hat, beispielsweise. Oder dass im Black Metal die Beschäftigung mit heidnischen Themen den Weg in völkische und antisemitische Bereiche zumindest erleichtert hat. Die beiden rechten Szeneprotagonisten Kristian Vikernes (BURZUM) und Hendrik Möbus (ABSURD) sind ebenfalls keine Unbekannten. Doch die genaue Geschichte und die genauen Verknüpfungen sind in ihrer Gesamtheit sehr interessant zu lesen.

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NSU-Komplex: Neue Hinweise im Fall von VS-Mann Temme

„Publikative.org“ schreibt:

Lotste ein Neonazi-V-Mann den Verfassungsschützer Andreas Temme 2006 an den NSU-Tatort in Kassel? Es gibt neue Hinweise, die diese These untermauern, zudem spielte der Geheimdienstler die Rolle seines Informanten herunter.

Andreas Temme galt im hessischen Landesamt für Verfassungsschutz als ehrgeizig. Vom Postboten hatte er sich zum Quellenführer hochgearbeitet mit besten Verbindungen nach Wiesbaden. Und dennoch will der Geheimdienstler von 2003 bis 2006 nur eine rechte Quelle, die „Gewährsperson 389“ geführt haben, deren Informationen nicht „sonderlich ergiebig“ waren. Seinen Informanten, den rechtsmotivierten Straftäter Benjamin G. aus Kassel traf er zwar ein bis zweimal im Monat, aber Berichte von den Meetings verfasste der Geheimdienstler kaum, weil „nichts von Bedeutung“ mitgeteilt worden sei. Überhaupt sei G., so Temme, nur als Informant für die inzwischen völlig bedeutungslose „Deutsche Partei“ geführt worden. Eine Aussage, die aufhorchen lässt. Warum sollte das LfV Hessen einen jungen Neonazi, der über enge Kontakte zum militanten Kasseler „Sturm 18“, zu „Blood & Honour“-Nordhessen und einem Dortmunder „Combat 18“ .Ableger verfügte, ausgerechnet zu einer Altherren-Partei bezahlen, die seit spätestens 2005 in Hessen defacto keine Rolle mehr spielte ?

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[Viernheim] „Nordmark-Versand“, NPD und „Freie Nationalisten“

Via „Indymedia Linksunten“:

Seit rund vier Jahren betreibt der Nazi Jean Christoph Fiedler in Viernheim (Hessen) den „Nordmark-Versand“. Ursprünglich stammt der umtriebige Aktivist aus Schleswig-Holstein und war dort bei den „Freien Nationalisten Eckernförde“ (FNE) eine der Führungspersonen. Die FNE unterhielten enge Kontakte zu regionalen NPD-Strukturen. Fiedler und seine „Kameraden“ nahmen regelmäßig an Aufmärschen der rechten Szene in Schleswig-Holstein teil – unter anderem am 31.3.2007, am 29.3.2008 und am 28.3.2009 in Lübeck, wo die Nazis mit einem „Trauermarsch“ an den alliierten Bombenangriff von 1942 erinnern wollten. Fiedler betrieb zumindest zeitweise auch den Internetauftritt der FNE.

Aber nicht nur an Propagandaaktionen von Kameradschaften und der NPD beteiligten sich die FNE. Einige Mitglieder der Kameradschaft fielen auch durch gewalttätige Angriffe auf Andersdenkende auf. So war Jean Christoph Fiedler am 27.3.2007 vermutlich zusammen mit mindestens vier weiteren Nazis der „Freien Nationalisten Eckernförde“ am Überfall auf linke Teilnehmer_innen eines Kickerturniers in Rieseby beteiligt.
2008 soll der Nazi dann nach Berlin gezogen sein, und durch einen Lottogewinn im Jahr 2010 sei er finanziell relativ unabhängig.

Mindestens seit August 2012 führt Fiedler von Viernheim aus seinen „Nordmark-Versand“. Bei dem Internethandel (nach eigenen Angaben „im Aufbau“) gibt es vieles, was das Naziherz begehrt. Neben T-Shirts („T-Hemden“) mit einschlägigen Motiven finden sich auch antisemitische Buttons oder Anstecker mit Motiven der so genannten Autonomen Nationalisten. Dazu gibt es den üblichen Nazi-Merch wie zum Beispiel Tassen („Odin statt Jesus“).

2012 wird auch das Facebook-Profil „Christoph Nordmark“ eingerichtet. Das Titelbild zeigt das Logo des „Nordmark-Versands“. Dem Facebook-User „gefällt“ unter anderem der Nazi-Tätowier-Laden „Pik Ass Tattoo“ Marco Berlinghof von den „Hammerskins“ sowie die Seiten „NPD Viernheim“ und die NPD-Ableger-Seite „Asylflut stoppen – auch in Sinsheim“.

Am 18.8.2012 findet das gemeinsame Sommerfest der „Freien Nationalisten Kraichgau“ (FN Kraichgau) und der „JN Heilbronn-Hohenlohe“ in Sinsheim statt. Die Nazis versammeln sich auf einem Privatgelände im Stadtteil Dühren und lauschen dort u.a. einem Vortrag des JN-Bundesgeschäftsführes Julian Monaco. Mit einem Verkaufsstand vertreten ist u.a. der „Nordmark-Versand“ von Jean Christoph Fiedler.

Die seit Herbst 2012 im Internet aktive „Heimattreue Bewegung Odenwald/Bergstraße“, eine eng mit der NPD Rhein-Neckar verbandelte Papiertiger-Gruppierung, listet Fiedlers „Nordmark-Versand“ als „Partner“ – neben anderen Nazi-Gruppierungen und Versänden wie der „Gjallarhorn Klangschmiede“ des „Hammerskin“-Funktionärs Malte Redeker oder den FN Kraichgau.

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Rechtsrock- und Nazikonzerte im Februar 2015

Hier unsere Übersicht von Konzerten aus dem musikalischen RAC- und NS-Bereich im Februar 2015:

- 7.2.2015: Budapest (Ungarn): “Blood & Honour Ungarn” organisierte ein NS-Konzert mit den Bands “Legion of Thor”, “Romantikus Eröszak”, “Lucky Boneheads Crew 1912”, “Kitörés”, “New Bread” und “Hunor”.

- 7.2.2015: “Casapound Italia L´Aquila” (Italien) veranstaltete ein Rechtsrockkonzert mit der Band “Skoll”.

- 7.2.2015: „Erlebnisscheune“/Kirchheim: „Aftershowkonzert“ von Neonazi Michael Fischer (Quelle: Thueringen Rechtsaussen) im Anschluss an den „Trauermarsch“ in Dessau mit den NS-Bands „Kommando 192“, „Treueorden“, „Exzess“, „Unbeliebte Jungs“ und „12 Golden Years“.

- 7.2.2015: Raum Braunschweig/Peine: „JN“-Liedermacherabend mit Ken McLellan von der bekannten englischen „Blood & Honour“-Band „Brutal Attack“ und dem Braunschweiger Nazibarden „Gassenraudi“ (Quelle: Recherche 38).

- 8.2.2015: Ludwigshafen: Aufmarsch der „HoGeSa“-Nachfolge-Organisation „Gemeinsam stark Deutschland e.V.“ (GsD) inklusive eines Liveauftritts der Naziband „Kategorie C“.

- 14.2.2015: „The Corktown Tavern“/Detroit (USA): Rechtsrockevent mit “Ugly but Proud”, “Kriegs Legion”, “Blasphemous” und “Major Disappointment”.

- 14.2.2015: Budapest (Ungarn): “Blood & Honour Ungarn” präsentierte zum “Day of Honour”-Naziaufmarsch die NS-Bands “Skalinger”, “Kraftschlag”, “Indulat”, “Kitöres” und “Obled”.

- 14.2.2015: Haus der „Road Crew“/Lage (Kreis Lippe): Rechtsrockkonzert mit ca. 50 Teilnehmern. (Quelle: Lotta-Magazin)

- 15.2.2015: Slowakei: RAC-Konzert mit den Bands “Old Firm”, “Compresor” und “Reborn”.

- 21.2.2015: Nordfrankreich: “Blood & Honour Hexagone” veranstaltete ein NS-Konzert mit den Bands “Brutal Begude”, “Killuminati”, “Codey Frei” und “Path of Resistance”.

- 21.2.2015: Nähe Zwickau: „Felix & Gung“ präsentierten ein Rechtsrockkonzert mit den Bands „Schusterjungs“, „Kriegsberichter“ und „Harz Blut“.

- 28.2.2015: Slowakei: „Carpathian Winter Rock“ mit den Nazibands „Mistreat“, „Old Firm“, „Conflict“ und „guests“.

- 28.2.2015: Coventry/England: “Coventry Blitz” – Rechtsrockfestival mit den Bands “Skinfull”, “Pressure 28”, “Baker´s Dozen”, “Criminal Class” und “Queensbury Rules”.

- 28.2.2015: Mailand (Italien): RAC-Konzert mit “Compagnia DellÁnello“, „DDT“, „Skoll“ und „Bullets“.

Internationales Musikspektakel

Via der „Blick nach Rechts“:

Großbritannien (Bathgate) – Für den 28. März wird ein Rechtsrock-Konzert an bisher unbekanntem Ort in Schottland beworben. Teilnehmen sollen daran Bands aus mehreren europäischen Ländern.

Der genaue Ort wird nicht genannt, möglich ist es aber, dass die Bühne für das Meeting wieder in Bathgate steht, wo es in der Vergangenheit bereits entsprechende Konzerte gegeben hat. Allen Bands gemeinsam ist, dass sie die Nähe zum internationalen Netzwerk von „Blood&Honour“ suchen. Aus Deutschland ist die in Nordrhein-Westfalen heimische Combo „Smart Violence“ mit von der Partie, die ihre Tonträger bei Oldschool Records von Benjamin Einsiedler im bayrischen Wolfertschwenden veröffentlicht hat. Bei dem Szene-Aktivisten und dessen Versandhandel gab es im Mai vergangenen Jahres eine große Durchsuchungsaktion. Er gehört offenbar zu einer Gruppierung, die sich im Raum Memmingen „Voice of Anger“ nennt.

Für das Event in Schottland am 28. März wird ebenfalls die Gruppe „Stonehammer“ um ihren Sänger David Allan Surette, genannt Griffin, angekündigt. Aus Italien kommen die seit 1998 aktiven „Legittima Offesa“. Ein „Heimspiel“ auf der britischen Insel haben die Bands „March Or Die“ sowie „Redneck 28“. Letztere kommen aus Südwales und tragen ihr Bekenntnis zu B&H als Zahlenkombination im Bandnamen.

Quelle

Kobito – Lummerland