Oktoberfestattentat und NSU: Wirklich ganz alleine?

Via „BR“:

Einzeltäter oder Hintermänner? Das ist die entscheidende Frage beim Oktoberfestattentat wie beim NSU-Komplex. Laut Bundesanwaltschaft war der NSU eine abgeschottete Dreierbande. Die Terroristen selbst behaupteten anderes.

In ihrem Bekennervideo brüsten sich die mutmaßlichen NSU-Mörder mit ihren Hintermännern. „Der Nationalsozialistische Untergrund ist ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte“, heißt es darin. Die erste Tat, auf die sich die Urheber in ihrem Video beziehen, ist der Bombenanschlag auf einen Lebensmittelladen in Köln am 19. Januar 2001. Die Tochter des Inhabers wurde dabei schwer verletzt und lag anderthalb Monate im Koma. Es ist dieser Anschlag, der einen zentralen Hinweis darauf liefert, dass außer Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt noch andere beim NSU mitgemacht haben könnten. Die Bombe war in einer Christstollendose versteckt. Das Phantombild des Mannes, der die Dose im Laden zurückgelassen hat, gleicht weder Mundlos noch Böhnhardt. Hatte der NSU also einen bisher unbekannten Mittäter in der Domstadt? Das Bild ähnelt vielmehr einem bekannten Kölner Neonazi. Auch beim Verfassungsschutz vermutete man, dass es sich um diesen Mann handeln könnte. Die Ermittler zeigten den Opfern des Bombenanschlags ein Passbild des Verdächtigen, doch diese konnten ihn nicht identifizieren. Allerdings war das Passbild nach Angaben der Anwältin der Familie zu unscharf, um darauf irgendjemanden sicher zu erkennen.

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Siehe auch: Oktoberfestattentat und NSU: Der rechte Terror, der keiner sein durfte
Oktoberfestattentat und NSU: Gut vernetzt
Oktoberfestattentat und NSU: Auslandskontakte der Ausländerhasser
Oktoberfestattentat und NSU: Vernichtete Spuren – Ermittlungsfehler mit Tradition

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