Hammerskins im Hintergrund

Via „Antifa Infoblatt“:

Ende 2014 sorgte ein Text der „Anti-Antifa Recherchegruppe ,Thomas Kuban‘“ auf der Neonazi-Homepage DortmundEcho für Verwunderung unter Politiker_innen der Piraten-Partei und antifaschistischen Journalist_innen.

Der Text behauptete unter dem Titel „Spitzel aufgedeckt“, dass der frühere Fraktionsvorsitzende der Berliner Piratenpartei Andreas B. am 13. Dezember 2014 auf der gemeinsamen Anreise zu einem RechtsRock-Konzert von Neonazis als „Spitzel“ enttarnt worden sei. Er sei von der Neo­nazi-Reisegruppe fotografiert und ausgesetzt worden. Durch ein veröffentlichtes Foto der Situation erschien der Sachverhalt zumindest nicht vollkommen konstruiert. Auf diesem Foto trug Andreas B. einen Neonazi-Pullover.

Einige Zeit später räumte Andreas B. in einer Stellungnahme ein, tatsächlich gemeinsam mit Neonazis unterwegs gewesen zu sein. Über seine Motive schwieg er bislang öffentlich. Er betont jedoch: „Ich bin Antifaschist und lehne jedwedes rechtes Gedankengut ab. Dafür habe ich mich als Queerpolitischer Sprecher auch in der Vergangenheit eingesetzt.“1

Die Dortmund-Story

Die im DortmundEcho-Text erzählte Geschichte der „Anti Antifa Ermittlungsgruppe Ges.Ma“ klingt jedoch so unrealistisch, dass sie in diesem konkreten Fall eher der gewollten Verunsicherung linker Strukturen dienen dürfte. Demnach hätte man das Projekt „Thomas Kuban“ initiiert, um sich „Erkenntnisse über die ,militante‘ Antifa-Szene zu verschaffen, vorzubeugen und Einblicke in Strukturen zu bekommen“.

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