„Die Größten unserer Zunft“: Mutmaßliche NSU-Verherrlichung rückt Neonazi-Liedermacher ins Visier der Ermittlungsbehörden

Via „Endstation Rechts“:

Mit einer großangelegten Razzia gingen die Sicherheitsbehörden gestern gegen die extrem rechte Musik-Szene vor. Im Zentrum der Aktion stand der Liedermacher „FreilichFrei“, dem vorgeworfen wird, auf seiner aktuellen CD das Terror-Netzwerk des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ verherrlicht zu haben.

Archiv-Foto einer Razzia (Foto: Haskala Saalfeld)
Bei der NPD war der braune Liedermacher „FreilichFrei“, mit bürgerlichem Namen Maik K., gern gesehener Gast. Am 18. Februar steuerte er das musikalische Rahmenprogramm zum sächsischen Aschermittwoch der Partei bei, der nach NPD-Angaben vor 80 Anhängern in „Mittelsachsen“ stattfand. Für die „launige Rede“, stets Mittelpunkt derartiger Veranstaltungen, zeichnete Bundes-Vize Ronny Zasowk verantwortlich. Außerdem traten Landeschef Holger Szymanski und sein Geschäftsführer Jens Baur ans Rednerpult.

Da wollte der Parteinachwuchs Junge Nationaldemokraten (JN) nicht nachstehen und verpflichtete K. für seinen vor knapp vier Wochen durchgeführten Landeskongress, auf dem Paul Rzehaczek als JN-Landesvorsitzender wiedergewählt, und der amtierende JN-Chef Sebastian Richter aus Mecklenburg-Vorpommern als „Starredner“ präsentiert wurde. Auch abseits von Partei-Treffen griff „FreilichFrei“ in die Gitarrenseiten. Im letzten Sommer teilte er in Baden-Württemberg die Bühne mit dem Ex-Sänger der als kriminellen Vereinigung verbotenen Rechtsrock-Band „Landser“, Michael „Lunikoff“ Regener.

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Siehe auch: NRW: Durchsuchungen wegen NSU verherrlichender CD
Razzia in Neonazi-Szene führt Ermittler nach Werne

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