Rechte Bombenbastler warfen „Mollis“ im Steinbruch

Via „Nordbayern.de“:

für ihre rechtsradikalen Umtriebe bekannten „Kameradschaft Altmühltal“ in Breitenegg kamen vier junge Burschen auf die dumme Idee, Molotow-Cocktails zu basteln. In einem stillgelegten Steinbruch bei Mittersthal schritten sie zur Tat.

Drei oder vier leere Getränkeflaschen wurden mit Benzin aus dem Reservekanister befüllt, mit einem mit Benzin getränkten und entzündeten Lappen als Lunte verschlossen und gegen die Sandsteinwand geschleudert. Der Treibstoff ging in Flammen auf und das blieb nicht verborgen. Zeugen des nächtlichen Fanals am 6. Februar letzten Jahres riefen die Polizei.

Drei junge Männer, der vierte war nicht zu ermitteln, räumten die Vorwürfe ein und mussten sich gestern unter anderem wegen dieses verbotenen Feuerzaubers vor dem Amtsgericht Neumarkt verantworten. Das „unter anderem“ waren ein Springmesser und mehr als 100 Gramm Schwarzpulver, das zum Teil in einer Art Rohrbombe steckte, an der allerdings noch die Zündvorrichtung fehlte. Diese Funde hatte das Landeskriminalamt bei den folgenden Hausdurchsuchungen gemacht.

Richter Danny Schaller und seine beiden Schöffen nahmen sich viel Zeit zur Beratung. Sie machten es sich nicht einfach bei der strafrechtlichen Beurteilung des rechtsradikalen Hintergrunds der Angeklagten zumindest zur Tatzeit. Letztlich kamen sie aber zu dem Schluss, dass die „Molli“-Bastelei nur Blödsinn war, ohne die möglichen Konsequenzen zu bedenken. Dass so ein Anschlag aus der rechten Ecke vorbereitet worden sein könnte, nahmen sie zu Gunsten der Angeklagten nicht an.

Weiter

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • RSS
  • MySpace
  • PDF