Rechtsradikale Sprühereien in Burladingen

Die „Hohenzollerische Zeitung“ berichtet:

Mauern gesprüht, so auf die Wände des Polizeipostens und des Alb-Lichtspielkinos. Anlass war offenbar ein Film über die Nazi-Szene, der kürzlich im Kino lief.

Mehrere Burladinger Gebäude wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag mit rechtsradikalen Parolen und Nazisymbolen besprüht, darunter das Rathaus, das Alblichtspielkino und der Polizeiposten. Da der „Verdacht einer politisch motivierten Straftat besteht“, haben Kriminalbeamte der Polizeidirektion Rottweil, Abteilung Staatsschutz, die Ermittlungen aufgenommen.

Dass das Alb-Lichtspielkino besonders hart betroffen ist, dürfte im Zusammenhang mit einer Filmvorführung stehen, die dort vor Wochenfrist stattfand. Gezeigt wurde die Dokumentation „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“. Damals ließ sich kein Sympathisant der rechten Szene oder Fan der Rechtsrockszene, um die es in dem Streifen geht, am Kino sehen, obwohl man durchaus damit gerechnet hatte. Wie der anwesende Regisseur des Filmes, Peter Ohlendorf, sagte, komme es vor, dass sich rechte Diskutanten bei einer Aufführung Gehör verschaffen wollen. Warum auch nicht? Man lebe schließlich in einer Demokratie.

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