Polizei geht gegen rechtsextreme Hip-Hop-Band aus Berlin vor

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

Polizisten haben am Donnerstagmorgen in Berlin und Brandenburg die Wohnungen von Neonazis durchsucht. Der Staatsschutz ermittelt gegen Mitglieder einer Hip Hop-Band wegen Volksverhetzung, Betruges und Raubes.

Polizisten haben am Donnerstag in Berlin und Brandenburg insgesamt zehn Objekte durchsucht. Der Staatsschutz ermittelt gegen vier Männer aus der rechtsextremen Szene. Drei Beschuldigte im Alter von 26, 28, und 34 Jahren gehören nach Informationen der Berliner Zeitung der NS-Hip-Hop-Band „A3Stus“ um Patrick K. an.

Ihnen wird vorgeworfen, ein Lied mit volksverhetzendem Inhalt geschrieben, auf CDs gebrannt und diese verkauft zu haben. Ein vierter 32-jähriger Beschuldigter soll das Video zum Song ins Internet geladen haben. In dem Rapsong wird unter anderem zu Hass und Gewalt gegen Juden aufgestachelt. Im Refrain heißt es etwa: „Die Protokolle sind geschrieben, nichts ist mehr echt. Die Weisen von Zion haben sich durchgesetzt. Wir müssen zusammenhalten gegen die Pest.“

Außerdem Verdacht des Sozialleistungsbetrugs

Ab 6 Uhr durchsuchte die Polizei Wohnungen der Bandmitglieder unter anderem an der Dierhagener Straße in Hohenschönhausen, an der Kastanienallee in Prenzlauer Berg sowie an der Orionstraße in Bernau (Barnim). In weiteren drei Wohnungen von Bekannten aus dem Umfeld der Nazi-Band suchten die Beamten nach Beweismitteln. Durchsucht wurden auch ein Klubhaus in der Schönerlinder Straße in Pankow und ein Objekt in Velten (Oberhavel) und ein Objekt in Wandlitz. Die Polizisten beschlagnahmten nach eigenen Angaben 113 CDs und Speichermedien. Sie fanden Wurfmesser, ein nicht zugelassenes Luftdruckgewehr, eine nicht zugelassene Luftdruckpistole, verbotene Pyrotechnik und Ampullen, in denen sich offenbar Amphetamine befanden.

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