Brauner Mai in Thüringen: Auswertung des Ersten-Mai-Wochenendes

Der „Infoladen Sabotnik“ berichtet:

Auswertung des ersten-Mai-Wochenendes in Thüringen. Zusammenfassend lässt sich bereits sagen, dass das Wochenende für die Neonazis ein ziemlicher Erfolg war: Gewaltausbrüche in Weimar und Saalfeld und insgesamt vier Demonstrationszüge (1. Mai Saalfeld, 1. Mai Erfurt, 2. Mai Erfurt, 3. Mai Hildeburghausen), die nicht verhindert werden konnten. Angesichts des katastrophalen Polizeikonzepts (Vertrauen wir nicht den Bullen, dann können sie uns auch nicht enttäuschen) und der offensichtlichen Gewaltbereitschaft der Neonazis muss eine Lehre aus diesem Wochenende sein, antifaschistischen Selbstschutz wieder besser zu organisieren.

1.Mai Saalfeld: Gewaltausbrüche bei größtem Neonazi-Aufmarsch am Maifeiertag in Deutschland

Der 1. Mai in Saalfeld kündigte sich schon lange im Voraus als ein Kraftakt für die Proteste gegen den Aufmarsch der neonazistischen Sekte „III. Weg“ an – darin haben uns die Erlebnisse nicht enttäuscht: Etwa 600 Neonazis brachten ihren Hass in die Stadt, die inklusive Umgebung Schwerpunktregion des im Zuge der Aufdeckung des NSU bekannt gewordenen „Thüringer Heimatschutzes“ war. Passend dazu war Maik Eminger, Bruder des neben Beate Zschäpe in München angeklagten mutmaßlichen NSU-Helfers Andre Eminger, als Redner auf der Nazidemo angekündigt.

Am Morgen des 1. Mai kamen am Saalfelder Bahnhof mehrere hundert Antifaschist*innen nicht nur aus Thüringen zusammen, um unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Neonazi-Aufmarsch! Für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft statt Rassismus und NS-Verherrlichung. Refugees welcome!“ gegen den zeitlich nachfolgenden Naziaufmarsch zu protestieren. In Redebeiträgen äußerte sich die ganze Breite des Bündnisses während der Startkundgebung. Ein Ausschnitt: Antifaschist*innen aus Bitterfeld machten auf ihre Situation aufmerksam und mobilisierten für den 10. Mai zu einer übergionalen Antifa-Demo nach nach Bitterfeld und der Infoladen Sabotnik (Erfurt) machte auf die Proteste gegen den Nazi-Hool-Aufmarsch am Folgetag in der Landeshauptstadt aufmerksam.

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