Rappende Neo-Nazis: Vergewaltigung mit Ansage

Via „FAZ“:

Inzwischen rappen auch Neo-Nazis und gründen eigene Labels. Eine Strategie, um vor allem beim jungen Publikum gut anzukommen und Mitstreiter zu rekrutieren. Aber wie passt das zusammen: Nationale Ideologie und Hip-Hop-Musik?

Die Nachricht (die in informierten Rap-Kreisen keine ist) lautet: Es gibt Rap von Nazis. Wie krass! Das könnte eine mögliche Reaktion sein, und dass das eigentlich gar nicht geht, weil Hip-Hop doch von Schwarzen als Ausdrucksmöglichkeit erfunden wurde, nicht nur, aber auch, um über Rassismus zu rappen. Folglich ist Nazi-Rap, NS-Rap oder der in einer schwächeren Ausprägung sogenannte deutsch-patriotische Rap also eine ganz abstruse Sache und eben eine Supergeschichte mit Nachrichtenwert, die es sich in der mitunter bestechlichen Nachrichtenlogik des Journalismus (krass!) zu erzählen lohnen könnte, wäre da nicht das große und ziemlich zentrale Problem, dass man damit den Akteuren einen Gefallen tut und man beim Betrachten dieser Akteure nicht den Eindruck los wird, dass ihre Ideologie nur ein Transportmittel für ihre narzisstischen Probleme ist.

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