Seltener Einblick in die Welt der „Schmutzfüße“

Via „Süddeutsche Zeitung“:

V-Leute sind im Auftrag des Verfassungsschutzes als Verräter in radikalen Milieus unterwegs – ein schmutziges Geschäft.

Die Behörde bleibt dabei nicht sauber. Das zeigt der Bericht des Grünen-Politikers und Sonderermittlers Jerzy Montag.

Es sind „Schmutzfüße“, hat der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz mal gesagt. Er meinte damit die V-Leute. Jene Spitzel also, die für das Amt mit seinem Präsidenten Hans-Georg Maaßen als Verräter in radikalen Milieus unterwegs sind. Dass auch die Behörde bei diesem Geschäft nicht sauber bleibt, zeigt ein als geheim eingestufter Bericht des Sonderermittlers Jerzy Montag. Der Grünen-Politiker war vom Parlamentarischen Kontrollgremium als Sachverständiger eingesetzt worden, um den Fall des Neonazi-Spitzels „Corelli“ zu untersuchen.

Wie bereits berichtet, gab das Amt insgesamt fast 300 000 Euro für den V-Mann mit dem Decknamen „Corelli“ aus. Montag hat aber nicht nur die hohe Summe hinterfragt, sondern generell die Anwerbung des Mannes. Die gut 300 Seiten starke Untersuchung, die SZ, NDR und WDR einsehen konnten, verschafft Einblicke in das V-Mann-Wesen, wie man sie in dieser Schärfe selten bekommt.

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