Verankerte braune Szene

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Mecklenburg-Vorpommern ist dicht vernetzt – schon seit Jahren ist in dem Bundesland eine Raumergreifungsstrategie durch Neonazis zu beobachten.

Im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern hat die Rechtsextremismus-Expertin und bnr.de-Autorin Andrea Röpke eine umfassende Bestandsaufnahme der rechten Szene in dem Bundesland vorgenommen. Herausgekommen ist ein sehr informatives, aber zugleich auch besorgniserregendes Buch unter dem Titel „Gefährlich verankert“. In neun Kapiteln auf 247 Seiten, die reichlich bebildert sind, werden die vielfältigen Aktivitäten brauner Couleur dargelegt, seziert und analysiert. Dabei wird natürlich ein Blick geworfen auf die NPD, die nun bereits in der zweiten Legislaturperiode Bestandteil des Schweriner Landtages ist, auf Kameradschaften und Mischszenen. Durch eine intensive Graswurzelarbeit in den vergangenen Jahren, aber auch aktuell hat sich im Nordosten Deutschlands ein antidemokratischer Kern etabliert, der sich zum Teil nur durch genaues Hinsehen erschließt. Die rechte Szene ist dabei viel vernetzter als oberflächlich angenommen. Neben dem offenen Auftreten von Neonazis wird viel im Verborgenen oder auf Tarnung bedacht agiert. Genau darin liegt die im Buchtitel genannte Gefahr. Die bekannte Fachjournalistin Andrea Röpke leistet dank guter Recherche und Quellen beim Demaskieren des neonazistischen Spektrums einen wichtigen Beitrag, nennt dabei Ross und Reiter.

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