NPD-Konkurrenzpartei “Der III. Weg” rückt in Thüringen weiter vor – 1. Stützpunktgründung im Raum Saalfeld/Pößneck

„Thüringen Rechtsaußen“ berichtet:

Wie erwartet breitet sich die Neonazi-Partei “Der III. Weg” weiter nach Thüringen aus. Einen Monat nach der Demonstration in Saalfeld fand am 30. Mai 2015 die erste Stützpunktgründung und ein Zeltlager in der Region Saalfeld/Pößneck statt.

Aktivitäten seit Herbst 2013 in Thüringen

Seit über anderthalb Jahren steckt die Partei “Der III. Weg” ihre Fühler nach Thüringen aus. Wenige Wochen nach der Parteigründung im September 2013 demonstrierten am 23. November während den rassistischen Wochenmärschen von David Köckert und seiner Greizer “Bürgerinitiative” rund 200 Neonazis durch Greiz, darunter auch Angehörige der Partei “Der III. Weg” mit einem eigenen Transparent. Auch Tony Gentsch der seit Jahren enge Verbindungen nach Ostthüringen pflegt, trat als Redner und “Vertreter der neuen Parteialternative Der III. Weg” auf. Ein halbes Jahr später nahmen an der Demonstration vom “III. Weg” im sächsischen Plauen über 600 Neonazis teil, darunter auch zahlreiche Thüringer Neonazi-Kader. Darunter neben NPD-Funktionären wie Daniel Madalschek oder Franz Kotzott auch der Gewalttäter Michel Fischer aus Tannroda. Fischer führte dabei den Block der “Weissen Wölfe Terrorcrew” aus Thüringen an. Nach Parteiangaben fand Ende August 2014 eine Vortragsveranstaltung vom “III. Weg” in Saalfeld bzw. in Bad Blankenburg statt, bei dem “auch Aktivisten aus dem Saale-Holzland-Kreis anwesend waren”. Im Vordergrund hätten dabei auch die “Freizeitgestaltung maßgeblich für junge Nationalgesinnte” sowie die “Wiedergeburt des Nationalen Widerstandes” gestanden. Letzter befinde sich “durch diverse Fehlentwicklungen der letzten Jahre in einer tiefen Krise”, hieß es nach dem Treffen knapp zwei Wochen bevor die von Skandalen geplagte Thüringer NPD unter Führung von Patrick Wieschke bei der Landtagswahl scheiterte. Am 27. September 2014 folgte der erste Bundesparteitag, welchen die Partei ebenso in Thüringen ausrichtete. In der Kirchheimer Erlebnisscheine traten neben dem Parteivorsitzenden Klaus Armstroff und dem Führungskader vom inzwischen verbotenen “FN Süd”, Matthias Fischer, auch der Thüringer Liedermacher Torsten Hering (“Torstein”) auf. Ende Oktober fand in Kahla ein weiterer Vortrag vom “III. Weg” statt, bei dem vier Liedermacher mit Gitarre, Akkordeon und Violine aufgetreten sind. Wahrscheinlich handelte es sich bei Zweien davon um Neonazis aus dem Umfeld des “Freien Netz Kahla / Jena”. Am letzten Novemberwochenende soll laut einer Mitteilung der Partei eine weitere Veranstaltung stattgefunden haben, im Titel der Mitteilung war von “Nordthüringen” die Rede, im Text vom “Großraum Erfurt”, etwa zur selben Zeit wurden auch in Greiz Flugblätter mit Hetze gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte verteilt. Verantwortlich zeichnete der “III.Weg”-Stützpunkt Hochfranken/Vogtland. Dessen Stützpunktleiter, Rico Döhler meldete im Dezember 2014 gemeinsam mit dem Parteivorsitzenden Klaus Armstroff die Demonstration für den 1. Mai 2015 in Saalfeld an.

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