Unverändert hohe Gewaltbereitschaft

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der NPD in Sachsen-Anhalt erwächst Konkurrenz durch „Die Rechte“ – das Kameradschaftsspektrum sucht Anschluss zu Rockern und Hooligans.

Die Zahl der laut vorgelegtem Verfassungsschutzbericht gelisteten Rechtsextremisten ist in Sachsen-Anhalt rückläufig. Ende des Jahres 2014 wurden nach Abzug von Mehrfachmitgliedschaften 1300 Personen registriert, 100 weniger als noch im Berichtsjahr zuvor. Parteiunabhängige, aber mit festem rechten Weltbild organisierte Neonazis (340) und unorganisierte Szene-Angehörige, zum Teil aus subkulturellen Zusammenhängen (700), sind zahlenmäßig weniger geworden. Parteigänger haben dagegen durch die aufstrebende Partei von Christian Worch „Die Rechte“ leicht zugelegt und umfassen nun 280 Mitglieder, darunter unverändert 250 Anhänger bei der NPD.

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Registriert wurden im Berichtszeitraum elf Neonazi-Konzerte, dazu neun Liederabende. Ins Detail geht die Behörde nur mit dem Konzert von Oliver Malina im vergangenen Sommer in Nienhagen, dazu mit Musikaktivitäten bei Enrico Marx (Allstedt) und mit Liedermacherauftritten in Gommern. Über die Musikszene des Landes schweigt man sich aus, ebenso fehlen im Bericht konkrete Informationen zu den zehn Shops der braunen Versand- und Vertriebsszene. Zehn davon sind bekannt, vier davon in einer Hand. Um nicht Werbung für die besagten Online-Handelsfirmen zu machen, ist auf eine Namensnennung gänzlich verzichtet worden, argumentiert der Verfassungsschutz.

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