„Volkstod“-Kampagne: Rechtsextreme „Spreelichter“ zündeln weiter

Via „MAZ“:

Die „Widerstandsbewegung in Südbrandenburg“ ist seit 2012 verboten, doch ihr brauner Geist lebt weiter. Die rechtsextreme „Volkstod“-Kampagne hält an. Zuletzt schütteten Neonazis vor dem Landratsamt in Senftenberg ein künstliches Grab auf. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Wiederbetätigung einer verbotenen Vereinigung.

Potsdam. Ein Haufen Erde, zwei Teelichter und ein Holzkreuz versperren den Weg ins Landratsamt. An dem fingierten Grab prangen unzweideutige Botschaften: „Die Demokraten bringen uns den Volkstod.“ Und: „Europapolitik zerstört unser Volk.“ Das Bild, das sich zu Wochenbeginn in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) bot, ist kein Einzelfall. Pathos beladene Neonazi-Propaganda fand sich seit Ende Juni auch vor Schulen und Verwaltungsbauten in Lauchhammer, Großräschen und Elsterwerda (Elbe-Elster).

Die rechtsextreme „Widerstandsbewegung in Südbrandenburg“ ist seit drei Jahren verboten – doch zumindest ihr brauner Geist lebt weiter. Denn die „Volkstod“-Kampagne trägt die Handschrift jener Gruppierung, die in der Szene angesichts effekthascherischen Aktionen wie Fackelmärschen als „Spreelichter“ firmierte. Deshalb ermittelt jetzt auch der Staatsschutz der Kriminalpolizei – wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. „Es muss geklärt werden, ob ein Zusammenhang zur verbotenen ,Widerstandsbewegung’ in Südbrandenburg besteht“, sagt Lutz Miersch, Sprecher der Polizeidirektion Süd.

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