Positive Sozialprognose für Neonazi

Via der „Blick nach Rechts“:

Aachen – Das Amtsgericht Aachen hat den Neonazi und Musiker Timm M. am Donnerstag wegen Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

M., Sohn eines bekannten Neonazi-Kaders aus Nordrhein-Westfalen und einer zeitweise in Hessen und nunmehr in Ostdeutschland lebenden Neonazi-Aktivistin, war jahrelang im engsten Umfeld der 2012 verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) aktiv. M. fungiert sporadisch als Liedermacher und Musiker der Szene, zudem unterstützt er den HipHop-Musiker „MaKss Damage“. Im März 2014 trat M. auch als Paroleneinpeitscher am Lautsprecherwagen eines Neonazi-Aufmarsches in Aachen in Erscheinung und nimmt seit Jahren regelmäßig an rechtsextremen Aufmärschen teil.

Angeklagt war der 32-Jährige, weil er im Januar 2014 mit einem Pflasterstein eine Scheibe an einer kurz vor der Eröffnung stehenden Bar in Aachen eingeworfen haben soll. Der Betreiber stammt aus Russland, der sich selbst ironisch als „KGB-Bar“ bezeichnende Club heißt „Hotel Lux“ und spielt überzeichnet mit teils traditionell kommunistisch und sowjetisch geprägter Symbolik.

Als der Betreiber M. nach dem Steinwurf verfolgte und ihn stellen wollte, soll M. diesen zudem mit einem als Lagerarbeiter mitgeführten Teppichmesser bedroht haben. Im April 2013 soll der 32-Jährige zudem einer Gruppe von drei Neonazis angehört haben, die ein antifaschistisches Plakat und ebensolche Flyer im Büro der Piraten-Partei gestohlen, teils zerstört und in einen nahe gelegenen Mülleimer geworfen haben sollen.

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