Rechtsextreme Musikszene in Berlin wieder aktiver

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

Verfassungsschutz Berlin bestätigt zwei Konzerte in zwei Monaten

Längere Zeit war es ruhig geblieben um die rechtsextreme Musikszene in Berlin. Nun versuchen sie, die flüchtlingsfeindliche Stimmung anzuheizen.

Um die rechtsextreme Musikszene in Berlin wurde es zuletzt ruhig. Nun wird sie wieder aktiver. Allein in den vergangenen zehn Wochen fanden laut Verfassungsschutz mindestens zwei rechtsextreme Musikveranstaltungen statt. Das geht aus der Beantwortung einer Schriftlichen Anfrage von Clara Herrmann (Grüne) an die Senatsverwaltung für Inneres hervor, die »nd« vorliegt.

Am 29. Mai veranstaltete die NPD ein Konzert zweier extrem rechter Liedermacher in ihrer Bundeszentrale. Aufgerufen hatte die Initiative »Zukunft statt Überfremdung«. Drei Tage später trat ein extrem rechter Liedermacher im Rahmen der flüchtlingsfeindlichen Demonstration »Nein zum Container hier und überall« in Marzahn-Hellersdorf auf. Weitere Auskünfte wurden nicht erteilt, da sie als »Verschlusssache« gelten.

Ein Sprecher des Verfassungsschutzes erklärte auf nd-Nachfrage, dass es eine Zunahme an rechten Musikveranstaltungen gebe, die »inhaltlich immer mit der Flüchtlingsfrage verbunden« seien. Die Rechten verfolgen demnach weiter die seit Jahren festzustellende Strategie, einen ursprünglich linken Stil zu vereinnahmen. Dazu gehöre neben einem der autonomen Antifa ähnelndem Äußeren auch eine Verwendung von Musikstilen wie Rap.

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Siehe auch: Ein Problem der Mitte – Christian Baron über Erfolge und Gefahren der rechten Musikszene

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