Grünes Haus Suhl schützt Nazi und schmeißt Antifaschist*Innen raus

Via „Indymedia Linksunten“:

Nazisübergriff im Haus – Nazis sind für das Grüne Haus in Suhl kein Problem.

Am 07.08.2015 veranstaltet das Grüne Haus Suhl eine Soliparty mit diversen Punkbands um diesen „Frei“-Raum zu erhalten. Niemensch konnte erahnen, was an diesem Abend passiert. Während des Abends betrat eine Person mit einen Grauzone-Shirt die Veranstaltung, da er dem Grünen Haus bekannt war, wurde er ohne wenn und aber hereingelassen. Nach kurzer Zeit fing er Stress an. Er beleidigte diverse Menschen nicht nur als „F*tze“, „H*rrensohn“ und „Schw*chtel“ sondern drohte anderen auch mit dem Tod. Zudem Schlug er aus heiterem Himmel jemensch ins Gesicht, weil dieser seiner Meinung nach eine „Antifaf*tze“ sei. Anstatt die Verantwortlichen diese Hausprojekt, diese Person entfernten, stellten sie sich schützend vor Ihnen und schmissen die anderen heraus. Auch dabei schrie einer der Verantwortlichen, scheiß Antifa. Hier wurde seitens des Grünen Hauses nicht nur ein Nazi beschützt, sondern auch noch supportet. Mensch sollte sich ehrlich fragen ob mensch diese Haus weiter unterstützen sollte und es nicht besser wäre wenn es doch zu macht. Wir, Antifas aus Suhl, werden diese Haus ab jetzt meiden und empfehlen auch anderen das grüne Haus in Suhl solange zu meiden, bis sie ihr Naziproblem im Griff haben. Solang Nazis in Haus gelassen werden, ist dies kein emanzipatorischer Freiraum. Ein ähnlicher Vorfall am Vorabend führte bereits dazu, dass die Band Start A Rio aus Hamburg abreiste und nicht aufgetreten ist.

Quelle

Stellungsnahme zu den Vorfällen am 06. und 07. August 2015

Am 07.08. war eine Soli-Veranstaltung zur Rettung des Grünen Hauses geplant. Im Vorfeld meldete sich eine der geplanten Bands, dass sie schon am Donnerstag anreisen wollen. Das Haus wurde geöffnet und der Abend verlief gut. Im Laufe des Abends fand die Band einige CD´s an der Bar (Freiwild, Kategorie C, Krawallbrüder) und thematisierten dies. Daraufhin kam es zum Streit zwischen den Anwesenden und es herrschte Uneinigkeit zwischen den Bandmitgliedern, ob sie am nächsten Tag noch spielen wollen. Sie entschieden sich nicht zu spielen und das Grüne Haus am Freitagmorgen zu verlassen.

Am nächsten Tag wurden die besagten CD´s entfernt und die Veranstaltung sollte wie geplant, aber ohne diese Band stattfinden. Die anderen Bands wurden über diesen Vorfall informiert und die Sache konnte geklärt werden.

Die Soliveranstaltung verlief zunächst gut. Im Laufe des Abends betrat ein Gast das Haus, machte einen Hitlergruß an der Bar und wurde daraufhin sofort des Hauses verwiesen.
Am späteren Abend kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem weiteren Gast, welcher durch Provokationen auffiel. Der Streit wurde bis dahin selbst geklärt und nicht an die Verantwortlichen weitergegeben. Diese Person war den Hausmitgliedern bekannt und wurde bereits vor 2 Jahren des Hauses verwiesen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde er nicht wieder im Haus gesehen. Während der Pöbeleien fiel auf, dass er ein T-Shirt der Naziband „Überzeugungstäter“ trug, welches weder am Einlass, noch von anderen Gästen gleich bemerkt/erkannt wurde. Weiter bepöbelte er Gäste, was zur Eskalation führte und es zu Handgreiflichkeiten kam.

Als die Verantwortlichen zur Auseinandersetzung hinzukamen, versuchten sie die undurchsichtige Situation zu deeskalieren und trennten die anderen Gäste von der Person. Weil er für seine Gewalttätigkeiten bekannt ist, entschied der Vorstand ihn in einem separaten Raum zu isolieren. Die Veranstaltung sollte aufgelöst werden und die Gäste wurden gebeten, das Haus zu verlassen. Dies wurde von vielen verweigert: „Der Nazi soll als erstes gehen!“
Um Menschenleben nicht zu gefährden sollte jedoch das Aufeinandertreffen vermieden werden und er blieb im abgetrennten Raum. Mehrere Gäste verließen wie aufgefordert das Haus und wurden von ihm aus dem Fenster mit Hitlergruß weiter provoziert. Dadurch heizte sich die Situation erneut auf.

Die Sache verlagerte sich vor den Haupteingang, wo Vereinsvorstände versuchten ihr Handeln zu erklären. Die Tür sollte verschlossen werden und wurde daraufhin versucht einzutreten. Langsam verließ der Großteil der Gäste das Gelände. 4 Personen blieben und warfen Flaschen gegen die Hauswand und die Fenster. Währenddessen bepöbelten sie den noch anwesenden Vorstand, der versucht hatte, die Situation zu erklären. Erst als die Polizei eintraf, verließen die 4 Personen den Ort. Danach verließ auch der Nazi das Haus.

Am Sonntag den 09.08. trafen sich mehrere Vereinsmitglieder und Teile des Vereinsvorstandes um über das Geschehene zu sprechen.

Wir müssen uns eingestehen, dass wir die Situation nicht erkannt bzw. völlig falsch eingeschätzt haben. Wir, das Grüne Haus, sind uns darüber bewusst, dass es bei uns Probleme gibt, die ehrlich und transparent aufgearbeitet werden müssen. Auch wissen wir, dass dies ein Prozess ist, der nicht in Kürze abgeschlossen werden kann. Wir werden uns intensiv mit unserem Selbstverständnis auseinandersetzen und Konsequenzen ziehen. Wir bedauern die Vorfälle und möchten uns aufrichtig bei den Bands, den Gästen und Unterstützern entschuldigen.

Auf offene Fragen können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht antworten, da das Problem erst vereinsintern besprochen werden muss.

Grünes Haus Suhl

https://www.facebook.com/gruneshaus.suhl/posts/785510724880045

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