Hooligan-Truppe verhindert Integrationsfest

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

13.09.2015 – Neonazi-Hooligan-Aufmärsche in Hamburg und Bremen wurden verboten. Tausende Menschen protestierten gegen die geplanten Aufzüge. Doch ein interkulturelles Familienfest in Kirchweyhe konnten die Rechten ungehindert stören.

Das Polizeiaufgebot am Samstagvormittag in Bremen war riesig. Vor der Stadthalle parkte eine lange Reihe von Wasserwerfern neben Panzerräumfahrzeugen. Die Bundespolizei fuhr großzügig auf, Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein kamen den Hanseaten zur Hilfe. Nachdem das Bundesverfassungsgericht das Verbot des für Hamburg geplanten „Tags der deutschen Patrioten“ am 12. September bestätigt hatte, wurde bekannt, dass die gewaltbereiten Neonazi-Hooligans an die Weser ausweichen wollten. Per Twitter mobilisierten unter anderem „Die Rechte“ Sachsen oder die „Aktionsgruppe Nordheide“ nach Bremen.

Bereits früh am Morgen versammelten sich die ersten aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Nordic 12“ am Hauptbahnhof. Sie trafen sich mit Aktivisten aus dem Nordwesten Niedersachsens darunter die Neonazistin Daniela Bliesener, die sich bei Facebook mit „88“-Shirt präsentiert und später fleißig Filme mit dem Handy drehte. Anhänger der Pforzheimer Hooligantruppe „Beserker“ kamen hinzu. Mitglieder der berüchtigten Bremer „Standarte“ oder von der Band „Kategorie C“ ließen sich nicht blicken. Laut Recherchen der „taz“ waren zuvor vonseiten der Behörden gegen 500 Hooligans Meldeauflagen verhängt worden. Anscheinend hielten sich die meisten daran. Auch die Anführer von „Die Rechte“ Dortmund blieben zuhause. Als bekannt wurde, dass die extremen Rechten in Bremen für Mittag eine Eildemonstration angemeldet hatten, handelten die Behörden sofort und sprachen ein Verbot aus – zudem gab es ein Betretungsverbot für Teilnehmer. Ankommende Neonazis und rechte Hooligans wurden abgewiesen. Ein kleiner Teil der bereits anwesenden Gruppen wurde auf dem Domshof in Bremen festgesetzt und später mit einem Bus der BSAG zum Hauptbahnhof kutschiert. Unter ihnen war auch der Neonazi Markus Privenau, der zur Partei „Die Rechte“ in Bremen gezählt wird. Überall liefen HoGeSa und „Gemeinsam Stark“-Fans durch die Stadt. Unklar schienen deren Pläne.

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