Blood & Honour – Rechtsrock in Vorarlberg

Mal ein Blick zurück – dieses Mal auf die „Blood & Honour“-Bewegung in Österreich:

Bereits seit Ende der 80er-Jahre existiert in Vorarlberg eine grössere rechtsextreme Skinheadszene. Die Entstehung dieser Szene ist u.a. auf die Lage Vorarlbergs im Dreiländereck und auf Einflüsse aus Süddeutschland zurückzuführen.

Von Beginn an bestanden deshalb gute Kontakte zu Skinheadgruppen in Deutschland, später auch der Schweiz. Die Vernetzung rechtsextremer Skinheads in der Bodenseeregion wurde mit regelmässigen Treffen „institutionalisiert“, die zeitweise in Deutschland, zeitweise in Lustenau (Vlbg.) stattfanden.

In den 90er-Jahren sorgten Vorarlberger Skinheads vor allem durch Übergriffe auf Punks, Linke und ausländische Jugendliche für Schlagzeilen. Kaum öffentlich wahrgenommen wurde dagegen eine extreme Häufung von Bränden in „AusländerInnenwohnheimen“ in Vorarlberg 1993. Bis heute sind einige Brände – teilweise unter dem Einsatz von Molotow-Cocktails gelegt – ungeklärt, die Täter(Innen) nicht gefasst. Die Ermittler verwendeten rasch die Floskel „ausländerfeindliche oder politische Motive sind auszuschliessen.“ Eine von Franz Valandro interviewte Aussteigerin aus der Skinheadszene bestätigt zumindest, dass über Brandanschläge diskutiert wurde: „Diese Treffen (zwischen Vorarlberger, Schweizer und deutschen Faschoskins, Anm.) haben eine Zeitlang regelmässig, ein bis zweimal im Monat, in Lustenau stattgefunden. Da war auch die Rede von Brandstiftungen. Wenn`s in Lustenau dann tatsächlich gebrannt hat, war die Berichterstattung darüber meistens ziemlich dubios.“

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