Fremdenhass auf dem Index

Via der „Blick nach Rechts“:

Bonn – Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat die CD „Jetzt sind wir da“ der Neonazi-Band „Killuminati“ in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen.

Bei „Killuminati“ handelt es sich um ein „Gemeinschaftsprojekt“ von braunen Musikern aus Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg. Aus der Schwarzwaldmetropole Freudenstadt stammt der beteiligte Liedermacher „Resistentia“. Die „Killuminati“-Musikanten wurden zuvor bereits mit den Neonazi-Bands „Heiliges Reich“ oder „Hermunduren“, „Resistentia“ mit der baden-württembergischen Band „Feindbild Deutsch“ bekannt. Das 2014 produzierte Album „Jetzt sind wir da“ wird von dem international tätigen Rechtsrock-Label One People One Struggle Records (O.P.O.S.-Records) von Sebastian Raack (Jg. 1978), vormals „White Youth Brandenburg“, aus Dresden vertrieben.

Im Text der ersten Strophe von „Jetzt sind wir da“ heißt es: „… Hier kommt geballte Ladung Hass mitten in die Fresse des Systems. Widerstand auf eine andere Art. Unsere Lieder knüppelhart. Jetzt kommt geballte Ladung Hass.“ Nach Auffassung der BPjM wird auf der CD die Ideologie des Nationalsozialismus verherrlicht, Geschichtsrevisionismus betrieben, über die vermeintliche Fremdbestimmtheit der bundesdeutschen Politik und Gesellschaft, die infolge von Umerziehung und Überfremdung in ihrer Identität bedroht sei, wehklagt, Fremdenhass geschürt, zum Hass gegen andere Bevölkerungsgruppen aufgestachelt, zum gewaltbereiten Kampf gegen diese aufgefordert und ihre vollständige Ausgrenzung angestrebt. Die Jugendschützer attestieren dem Tonträger ferner eine „antisemitische Gesinnung“.

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