Neonazis covern jetzt Popsongs, um Ihre Parolen zu verbreiten

Via „Noisey“:

Popkultur auf ein sympathisches „Refugees Welcome“ eingependelt hat, ist es leicht, zu vergessen, dass auch der rechte Rand der Gesellschaft Musik produziert—und dabei meistens eher peinlich wirkt.

Dortmund an einem Montag vor ein paar Monaten: Kaum 30 Neonazis der Kleinpartei „Die Rechte“ stehen im Stadtteil Eving auf einem ansonsten völlig verlassenen Platz und hetzen gegen Flüchtlinge. Sie hatten wie auch in den Wochen davor eine Kundgebung gegen „Asylmissbrauch“ angemeldet. Wie jede Woche sinniert einer der Neonazis darüber, dass die ganzen Flüchtlinge eigentlich gar keine seien und nur wegen des Sozialsystems nach Deutschland kämen. Ein anderer, der stellvertretende Bundesvorsitzende der rechtsextremen Splitterpartei, beschwert sich darüber, dass deutsche Kinder im Schulsport als letztes gewählt werden und ihre Sprache nicht mehr richtig lernen. Arme kleine Nazis.

Auch zwischen den Reden wiederholt sich bei jeder der viel zu regelmäßigen kleinen Kundgebungen der Dortmunder Rechten das selbe schlecht klingende Spiel: Durch die Lautsprecher auf dem roten Opel-Kombi der Neonazis ertönt Musik. Das rechte Geplärre entspricht dabei nur teilweise dem weit verbreiteten Rechtsrock-Klischee. Längst hört man auch in der rechten Szene nicht mehr nur schwer verständliches Gegröle oder biedere Balladen, gesungen von schmierigen Typen in braunen Hemden.

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