Reker-Attentat: Kameradschaftliche Grüße an Frank S. in den Knast

Der „Kölner Stadtanzeiger“ schreibt:

Wie tief der Reker-Attentäter Frank S. in die rechtsextreme Szene verstrickt war, zeigt die Äußerung einer Rechtsrock-Band in einem Zeitungsinterview.

Der Reker-Attentäter Frank S. war offenbar auch Ende der 1990er Jahre noch tief in die rechtsextreme Szene im Rheinland verstrickt. Bislang war nur bekannt, dass der 44-Jährige sich Anfang der 1990er Jahre im Umfeld der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) bewegt und an Gedenkveranstaltungen für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß 1993 in Fulda und 1994 in Luxemburg teilgenommen hatte.

Aber auch Jahre später war sein Name im rechtsextremen Umfeld im Rheinland offenbar durchaus ein Begriff: Die in der Szene bis heute sehr populäre deutsche Rechtsrock-Band „Stahlgewitter“ jedenfalls schickte ihm 1998 per Zeitungsinterview Grüße in den Knast. Wegen verschiedener Taten, unter anderem Raub und Körperverletzung, soll der damals 27-Jährige zu der Zeit eine dreijährige Gefängnisstrafe abgesessen haben. In dem Interview mit der rechten Postille „Schwarze Fahne“ antwortete ein Bandmitglied auf die Schlussfrage, ob es noch etwas loswerden wolle: „Besonderer Dank für die geile Unterstützung“ gelte unter anderem „dem inhaftierten Kameraden Frank S.“.

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