„Sturm 18“ verboten

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Das hessische Innenministerium hat die Neonazi-Kameradschaft „Sturm 18“ in Kassel verboten. Die Mitglieder sollen hunderte Straftaten begangen haben.

Die Behörde überreichte den Funktionären der Neonazi-Gruppe am heutigen Donnerstag die Verbotsverfügung. Seit Sommer vergangenen Jahres war „Sturm 18“ als Verein in Kassel eingetragen. Offiziell war er als „Kultur-, Sport-, Familien-, Gefangenenhilfe- und Förderverein“ am 20. April 2014 – dem 125. Geburtstag Adolf Hitlers – gegründet worden. Bereits am 20. April 1999 gab es eine erste Gründungsversammlung von „Sturm 18“ in Bad Segeberg. Laut der Webseite der Kameradschaft unterhielt sie Ortsgruppen in mehreren Städten. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag jedoch in Nordhessen, wo die Gruppe über einige Dutzend Mitglieder verfügte.

Der Verein „richtet sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung“, sagt Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Knapp 300 Straftaten gingen laut Polizei auf das Konto der „Sturm 18“-Mitglieder. Neben dem „Präsidenten“ Bernd T. waren René S. als sein Stellvertreter, Sascha R. als „Finanzbeauftragter“ und Lars J. als Schriftwart im „Sturm 18“-Vorstand tätig. Der knasterfahrene Neonazi T. sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem Freiheitsberaubung und Nötigung vorgeworfen. S. war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil er in einem Heidelberger Flüchtlingsheim als Wachmann arbeitete.

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