Mit Tattoo-Model und Boxenluder gegen Flüchtlinge

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Innerhalb der fremdenfeindlichen Bewegung behaupten sich Frauen. Sie kommen aus Neonazi-Parteien, rechten Gruppen und sind mitnichten so bürgerlich, wie sie sich darstellen.

Eine Frau bereitet Wilhelmshaven Unbehagen. Denn am 7. November soll in der Stadt am Jadebusen die erste Kundgebung „gegen Asylmissbrauch“ stattfinden. Anmelderin Vanessa Stindt aus Wittmund will unzufriedene Deutsche mobilisieren. Unterstützt wird sie dabei von der Neonazistin Daniela Bliesener, die zur Zeit häufig gemeinsam mit der Bruderschaft „Nordic 12“ in Erscheinung tritt. Oft laufen regionale Anti-Flüchtlingsinitiativen inzwischen über den Namen von Frauen, die gefestigten rechten Strukturen oder so genannten Mischszenen entstammen.

Hinter den Anmeldern stehen meistens verborgene Gruppen. Die Facebook-Seite von „Wilgida“ wird zum Beispiel dem Präsidenten des Wilhelmshavener „MC Schwarzes Rudel“ zugeschrieben, einem Unterstützerclub des „MC Gremium“. In anderen Orten tauchen Verbindungen zu den „Red Devils“, „Bandidos“ oder „Hells Angels“ auf. Vanessa Stindt gehört nach eigenem Bekunden der „Aktionsgruppe Weser/Ems“ an, sie verkündet, deren Kundgebung am Samstag sei nicht von NPD oder „Wilgida“ organisiert, schiebt aber nach: „Was natürlich nicht heißt, dass ich beide Organisationen nicht unterstützen würde.“

Vor wenigen Wochen nahm die neu gegründete „Aktionsgruppe“ an der HoGeSa-Kundgebung in Köln teil. Frauen wie Stindts Mitstreiterin Bliesener aus Jever scheinen innerhalb der rassistischen Straßenbewegung gut vernetzt. Sie betont in einem nahezu feministischen Post bei Facebook: „Es ist unser Land, das Land das unsere Großeltern und unsere Mütter aufgebaut haben“, und fügt kämpferisch hinzu: „Wir können nur gewinnen und wir werden gewinnen. Gemeinsam können wir den Teufel aus der Hölle schlagen.“

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