Razzien gegen rassistische Gewalttäter in Sachsen

Neues zum Thema rechtsterroristische Strukturen:

Rund vier Monate nach dem Beginn rassistischer Gewaltattacken in Freital und Umgebung sind nun die Ermittler gegen eine siebenköpfige Gruppe vorgegangen.

Bei Hausdurchsuchungen in Freital und Dresden hat die sächsische Polizei am Donnerstag drei Männer und eine Frau festgenommen, gegen einen Mann aus Freital lagen gleich zwei Haftbefehle vor. Die Festgenommenen gehören zu einer siebenköpfigen Gruppe im Alter von 18 bis 36 Jahren, die Mitte Oktober ein alternatives Wohnprojekt in Dresden mit Sprengmitteln und Buttersäure attackiert haben sollen. Die Staatsanwaltschaft legt den Beschuldigten das „gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung“ zur Last.

Einem 26-jährigen Mann und einer ein Jahr älteren Frau aus Freital aus der Gruppe wird außerdem vorgeworfen, an einem Sprengstoffanschlag auf ein Asylbewerberheim in Freital beteiligt gewesen zu sein. Ihnen wirft die Strafverfolgungsbehörde neben gemeinschaftlichem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung auch gefährliche Körperverletzung vor. Bei der Gewaltattacke am vergangenen Wochenende wurde ein 26-jähriger Asylbewerber verletzt. Die Ermittler beschlagnahmten bei den Durchsuchungen in insgesamt neun Wohnungen in Freital und Dresden mehrere Spreng- und Brandvorrichtungen, Sprengkörper, Kugelbomben und Schwarzpulver. Sie stießen auch auf eine Hakenkreuzflagge sowie NS-Devotionalien und stellten Computer und Datenträger sicher.

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Siehe auch: Polizei findet Ausrüstung für Rechtsterroristen in Sachsen
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