Rechtsradikale versuchen Deutschrap für sich zu vereinnahmen

Via „Noisey“:

Es war natürlich nur eine Frage der Zeit. Oder anders ausgedrückt: Irgendwo weit hinten im deutschen Hinterland brodelt sie schon eine ganze Weile: die rostbraune Rechts-Rap-Suppe. Schon vor Jahren ahnte man: Ja, auch Nazis gefällt heute Rapmusik. Das Adolf und die NSDAP das damals „Negermusik“ geschimpft hätten? Wollen die Nationalsozialisten von heute selbstverständlich nicht wissen.

Schon vor einer guten Dekade erzählte man zum Beispiel über Bushido, dass zu dessen Konzerten in Ostdeutschland ab und zu auch Nazis kämen, die auch überraschend textsicher seien. Ganz gleich, wie man zu der Musik Bushidos stehen mag: das ist absurd. Andererseits kann der rechte Rand ja auch was mit einem wie Akif Pririncci anfangen—so als Bestätigung der eigenen Haltung. Bei Bushido dürfte die schonungslose Schilderung der Berliner Straßenrealität einen ähnlichen Reflex bedient haben: „Guck, der rappt darüber, wie scheiße dieses ganze Multikulti ist!“ Auch diese Argumentation bleibt schwach, aber effektiv.

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