Archiv für Januar 2016

Missstand – Keine Liebe für dein Scheissland

Text:
Ich hab‘ die Schnauze voll von euren Ängsten und Sorgen,
wenn ihr so weiter macht, seid ihr die Adolfs von morgen.
Ihr sagt ihr seid das Volk, doch ich sage ihr seid Dreck.
Die Ratten kommen nun also wieder raus aus ihrem Versteck.

Gegen euch und euer scheiss Land war ich immer schon,
daran wird sich nie was ändern!
Gegen euch und euer scheiss Land war ich immer schon,
was soll sich daran ändern?

Im Wahrheit-ignorieren, da seid ihr wirklich fleißig.
Dabei läuft ihr euren Führern nach wie 1933.
Am Liebsten würdet ihr heut‘ wieder Hakenkreuze tragen.
Ich wünschte mir, man würde euren ganzen Mob erschlagen.

Euer Scheissland, euer Scheissland,
daran wird sich nie was ändern!
Euer Scheissland, euer Scheissland,
was soll sich daran ändern?

Neo-Nazis: Rechtes Konzert in Lalendorf durch Polizei verhindert

Via „Nordkurier“:

Die Polizei hat am Samstagabend eine rechte Musikveranstaltung im Lalendorfer Ortsteil Roggow vereitelt. Die Suche nach dem Konzertort fiel den Beamten gar nicht so leicht.

Das Konzert der rechten Szene sei laut Polizei konspirativ organisiert gewesen. Die Beamten haben zwar im Vorfeld unkonkrete Hinweise erhalten. Aber erst durch intensive Polizeiarbeit seien schließlich in einer Roggower Gaststätte mehrere bekannte Personen der rechten Szene entdeckt worden. Außerdem seien dort bereits Musikinstrumente aufgebaut gewesen.

Daraufhin beendete ein Aufgebot von 40 Polizisten das Konzert, bevor es überhaupt beginnen konnte. Die Beamten kontrollierte alle anwesenden Personen sowie deren Fahrzeuge. Die Bilanz des Einsatzes: Neun Personen erhielten einen Platzverweis und eine Person wurde wegen Beleidigung angezeigt.

Der Ort Roggow gehört zur Gemeinde Lalendorf, in deren Umgebung sich völkische Siedlerfamilien niedergelassen haben. Diese werden ebenfalls zur rechten Szene gezählt.

Quelle
Siehe auch: Polizei verhindert Musikveranstaltung der rechten Szene

Warszawa: Przylądek NAZI-SKINÓW

Wir wären dankbar für eine Übersetzung der Recherche der polnischen Genoss*innen. Falls jemand Bock hat: schreibt uns ne Mail:

W związku z poniższym artykułem, właścicielka Cafe 66 mająca pecha spotkać gwiazdy włoskiej sceny RAC w roli klientów lokalu postanowiła zabrać głos:

Jako właściciel lokalu Cafe 66 oświadczam iż taka impreza nie miała tu miejsca. Nie jesteśmy organizatorem tego typu imprez, jak również nie propagatorami takich przekonań.. Pozdrawiam. Iza Cikacz CAFE 66.

Ze swojej strony życzymy pani Izie by neonaziści z dowolnego kraju Europy nigdy więcej do niej nie zawitali. Poniżej oryginalny tekst naszego wpisu.

16 stycznia 2016 roku odbyła się w Warszawie szumnie zapowiadana w kręgach neofaszystowskich międzynarodowa impreza muzyczna. Organizatorami była nowo powstała grupa używająca szyldu NS Arkona. Organizacja ta nie kryje się ze swoim narodowym socjalizmem (przyznaje się do niego na łamach swojej strony internetowej). Skrót NS najlepiej tłumaczył jeden z jej działaczy “dziennikarzowi” serwisu pyta.pl (obejrzyj film). Z kolei Arkona to nazwa przylądka na niemieckiej wyspie Rugia, który jest ośrodkiem kultu Światowida.

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Neo-Nazi Oi Fest Returns to Tonopah, Arizona

„New Times Phoenix“:

Been jonesing for some slam-dancing, rampant sieg heil-ing, and sweaty camaraderie with fellow racist, white-pride skinheads?

Well, look no further than deepest, darkest Tonopah, where in past years local white nationalists have held Arizona Oi Fest, an ofay-supremacist celebration of punk’s lumpen musical cousin, which is known by the Cockney exclamation „Oi!“ and comes in two distinct flavors: anti-fascist and fascist.

Indeed, historians of the subgenre will tell you that non-racist Oi pre-dates the neo-Nazi variety. But it’s the latter that’s on tap at Tonopah’s Oi Fest, which in past years has featured the repetitive, ear-splitting chords of bands like Max Resist, White Knuckle Driver, Slaghammer, and Stormtroop 16.

Held on the property of Oi enthusiast Troy Stephen Smith-Petersen, previous incarnations of this low-rent, DIY Nuremberg rally have included Jell-O shots, swastikas aplenty, and a trashed van that attendees got to smash with a sledgehammer. (It was either that or horseshoes, apparently.)

New Times has alerted readers to Oi Fest before but hasn‘t heard a thing about the xenophobic fete at least since 2013. So when Smith-Petersen recently began promoting the prejudice party on Facebook, with videos of bands that have played the event and an Oi Fest patch for sale to raise money for the venture, New Times decided to give Smith-Petersen a call and see what was up.

Initially, the amateur concert promoter claimed he didn‘t want to chat, pointing to past write-ups of his bigot bash that were, admittedly, a tad cheeky.

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Phil Anselmo zeigt Hitlergruß bei Konzert

#‎mfgn‬ ‪#‎metal‬ ‪#‎pantera‬ ‪#‎anselmo‬ Er wollte wohl die alten Zeiten wieder aufleben lassen (die es für viele ja gar nicht gab *hust*). Ich sag nur, was ich als PANTERA-Fan dazu fühle: „Fuck you, Phil!“.
Und an die ‪#‎besorgtenmetaller‬: Einfach die Fresse halten.

Sucht euch die Quelle eures Vertrauens einfach aus:
http://www.blabbermouth.net/news/philip-anselmo-denies-being-racist-after-white-power-shoutout-at-dimebash-event/
http://www.stormbringer.at/videos/50586/phil-anselmo-zeigt-den-hitlergruss.html
http://www.metal-hammer.de/phil-anselmo-zeigt-hitlergruss-bei-konzert-572457/
Das Verhalten des Herrn Anselmo lässt für mich KEINE Rückschlüsse auf die anderen Mitglieder von DIMEBASH zu.
https://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/42674-dimebash-dave-grohl-rob-trujillo-phil-anselmo-und-dave-lombardo-covern-ace-of-spades.html

Quelle: Metallfans gegen Nazis

Razzien gegen Altermedia

Via „Autonome Antifa Schwarzwald“:

Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, gab es Razzien in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Spanien gegen die BetreiberInnen der wichtigsten deutschsprachigen Naziwebsite Altermedia. Altermedia wurde durch Bundesinnenminister de Maizière wegen Volksverhetzung und der „massenhaften und systematischen Verbreitung rechtsextremistischen und nationalsozialistischen Gedankenguts“ verboten.

Die beiden Hauptbeschuldigten Jutta Valentin aus Bielefeld und Ralph Kästner aus St. Georgen im Schwarzwald befinden sich in Untersuchungshaft, der Generalbundesanwalt ermittelt gegen die beiden und die drei weiteren Angeklagten wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung. Der Informatiker Ralph Kästner prahlte bereits vor Monaten gegenüber anderen Nazis mit einem gegen ihn laufenden Antiterror-Verfahren.

Kästner ist überzeugter Nationalsozialist, trieb die rassistischen Naziaufmärsche von „SBH-Gida“ und „Nein zum Heim Schwarzwald-Baar-Heuberg maßgeblich voran und baute im Schwarzwald einen Ableger der Nazigruppierung „Recht und Wahrheit“ um den Naziterroristen Meinolf Schönborn auf. Bei der Kreistagswahl 2014 kandidierte er zudem für die DLVH um den NPDler Jürgen Schützinger.

In Kästners Räumen in St. Georgen sollen neben Nazikonzerten und Naziveranstaltungen wie etwa am 15. November mit Ursula Haverbeck auch Sitzungen des NPD-Landesvorstands stattgefunden haben. Eine der weiteren Angeklagten ist die NPDlerin Irmgard Thomas aus Haselbach in Thüringen, die bereits im Naziforum „Thiazi““ unter dem Namen „Osiris“ aktiv war.

Nazizentrum in St. Georgen

Als Reaktion auf die Razzien gegen Altermedia und die Verhaftung des Naziadministrators Ralph Kästnerveranstalteten 17 Nazis am Abend des 27. Januar eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Villingen. Dabei wurden unter anderem Fahnen von NPD und III. Weg geschwenkt. Anwesend waren auch Nazis aus Ralph Kästners Kameradschaft „Kommando Schwarzwald“.

Die Kameradschaftstreffen fanden bisher meistens in Kästners Veranstaltungsraum „Methalle“ statt. Auch ansonsten finden in dem kneipenähnlichen Raum regelmäßig Nazivorträge, Nazikonzerte und Treffen von Nazigruppierungen wie der NPD statt. Die „Methalle“ befindet sich in Ralph Kästners Wohnhaus in der Bundesstraße 20 in 78112 St. Georgen im Schwarzwald.

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Siehe auch: Aus für „Altermedia“

NS-Black Metal aus zwei Ländern

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Erfurt – Für den 14. Mai wird ein Konzertabend für „Mitteldeutschland“ unter dem Titel „Pentecost Of All Evil Spirits“ beworben.

Hendrik Möbus aus Berlin hat seit Jahren fast ausschließlich sein Geschäftsmodell auf den Rechtsrocktyp nationalsozialistischer Black Metal (NSBM) und satanistischer Metal konzentriert. Neben seiner Tätigkeit als Musikproduzent mit dem Label Darker Than Black (DTB) und als Online-Versandhändler über den Namen Merchant of Death ist Möbus seit Jahren bemüht, immer wieder mit der Konzertagentur Totentanz-Konzerte Liveauftritte von NSBM-Bands zu organisieren. Der ideologische Hintergrund macht es dabei gar nicht so einfach, öffentlich unbemerkt deutsche Bühnen zu finden. Daher war zuletzt auch häufiger ein Ausweichen ins Ausland nötig.

Am 14. Mai soll es aber wieder einmal mit einer Location hierzulande klappen. Entsprechend wird ein Konzertabend für „Mitteldeutschland“ mit dem Titel „Pentecost Of All Evil Spirits“ beworben. Auftreten sollen dann je zwei deutsche und zwei finnische Bands. Genannt werden „Ewiges Reich“ aus Kassel, die seit ihrer Gründung 1999 inzwischen sechs Alben herausgebracht haben, sowie „Permafrost“ aus Zeitz in Sachsen-Anhalt, die auch beim Line-up für das mittlerweile 14. „Eternal Hate Fest“ am 16. Juli im tschechischen Nyrsko auftauchen. Angeboten werden „Permafrost“-Produkte neben anderen auch beim in Zeitz ansässigen Label SfH-Records, wobei die Abkürzungsbuchstaben für Satan fights Humanity stehen. Außerdem werden „Circle of Dawn“ sowie „Sielunvihollinen“ angekündigt. Beide veröffentlichen über DTB.

„Circle of Dawn“, die live stets maskiert mit Sturmhauben aufspielen, sind am 6. Februar bei einem Konzert der finnischen „Hammerskin“-Organisation in Jyväskylä dabei. So jedenfalls ist es ihrer Facebook-Seite zu entnehmen. „Sielunvihollinen“ warten unter anderem mit islamfeindlichen, aber auch antichristlichen Texten auf. Die beiden finnischen Bands haben auch am 1. April in Helsinki einen Auftritt. Auf dem Ankündigungsflyer dafür ist von einer „Night of totalitarian Intolerance“ die Rede. Dazu ist das Motto „Fuck Off Antifa!“ zu lesen. In dieser Kombination entlarvt es dann die Gesinnung der NSBM-Rechtsrocker. (hf)

Quelle

Indizierte CD im Angebot

Via der „Blick nach Rechts“:

Das Berliner Landgericht hob die Bewährungsstrafe gegen den Berliner NPD-Chef Schmidtke auf, verurteilte ihn aber trotzdem zu einer Geldstrafe.

Berlins NPD-Vorsitzender Sebastian Schmidtke konnte am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht einen juristischen Teilerfolg erzielen. In seinem Berufungsprozess wurde eine Verurteilung auf Bewährung zu einer Geldstrafe reduziert.

Wie berichtet, hatte die Polizei im März 2012 bei einer Razzia in Schmidtkes früherem Waffen- und Outdoorladen „Hexogen“ in Berlin-Schöneweide einen Koffer voller volksverhetzender CDs, mehrheitlich indiziert oder verboten, sichergestellt. Im Dezember 2013 war er deswegen vom Berliner Amtsgericht wegen Volksverhetzung, Gewaltdarstellung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dagegen legte Schmidtke, der sein Szenegeschäft im Mai 2014 schließen musste und noch immer Schulden deswegen hat, Berufung ein.

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„Thor Steinar“ mit Millionenumsatz

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Vom Kleinunternehmen aus Brandenburg zum internationalen Firmennetz

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt expandiert die bei Neonazis wei­terhin beliebte Modemarke „Thor Steinar“ und erwirtschaftet sechsstellige Gewinne. In Deutschland gibt es derzeit in elf Städten eigene Geschäfte. Der in Ros­tock ansässige Laden „Haugesund“ musste bis Ende des Jahres 2015 ausziehen. „Haugesund“ und der kürzlich geschlossene Laden in Hannover wurden von der Thor-Steinar-Outlet-Firma „Skytec Outlets GmbH“ betrieben.

Der Trend geht jedoch nach Osteuropa. Allein in der Millionenmetropole Moskau gibt es 13 eigene Thor-Steinar-Läden und selbst im fernöstlichen Kamtschatka hat die brandenburgische Firma einen Shop er­öff­net. Weitere Läden gibt es unter anderem in Bratislava, Helsinki, Kiew, London, Prag, Rom, Sankt Petersburg und Split.

Thor Steinar zählt nach Angaben von Anti­faschist_innen „zu den wichtigsten identifi­kationsstiftenden Marken der neonazisti­schen Szene“, wie es in einer Infobroschüre zu Protesten gegen eine Niederlassung in Berlin-Weißensee heißt. Auch der Verfassungsschutz und zivilgesellschaftliche Organisationen sehen in „Thor Steinar“ ein „Erkennungsmerkmal der rechten Szene“. In einigen öffentlichen Gebäuden, an Universitäten, Schulen und in vielen Fußballstadien ist das Tragen der Marke zumindest offiziell untersagt.

Die Kleidung ist bei Neonazis unter anderem deshalb beliebt, weil die Motive nicht eindeutig als solche der rechten Szene auszumachen sind. Germanische Schrift­zeichen, Wikingerästhetik oder Runenmotive sind nicht in jedem Fall rechte Merkmale. Mittlerweile verkauft die Firma Hosen, Shirts, Sportkleidung, Badesachen, Schuhe und Accessoires für Männer und Frauen. In den letzten Katalogen verzichtete die Firma erneut weitgehend auf Motive, die an rechtes Gedankengut erinnern.

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Während des laufenden Prozesses: Erneutes Spenden-Konzert für die Ballstädt-Schläger am 27.2. in Thüringen geplant

„thueringenrechtsaussen“ schreibt:

Nach mehreren Spendenaktionen und Solidaritätskonzerten für die extrem rechte Hausgemeinschaft Jonastal (HGJ) und die Angeklagten im Ballstädt-Prozess soll zwischen dem 8. und 9. Verhandlungstag am Landgericht Erfurt ein erneutes Konzert in Thüringen stattfinden, bei dem alleine durch den Kartenverkauf 5.000 € erwirtschaftet werden sollen.

„Rock am Kreuz“ Konzertreihe

Im November hatten wir hier über mehrere Musikveranstaltungen berichtet, mit denen jene Neonazis finanziell unterstützt werden sollen, die in der Nacht zum 9. Februar 2014 bei einem brutalen Überfall im Ballstädter Gemeindehaus zehn Menschen teilweise schwer verletzten. Neben den Kosten für das Verfahren und die Anwälte, bei denen mindestens acht selber der Neonazi-Szene angehören, soll mit den Geldern auch ein Kredit für das „Gelbe Haus“ in Ballstädt sowie ein Tonstudio der Band SKD finanziert werden. Das Konzert, das auch am Geburtstag von Ralf Wohlleben stattfindet, ist Teil der Rechtsrock-Reihe „Rock am Kreuz“, deren erste Auflage am 27. Dezember 2014 und die zweite am 04. April 2015 in Kirchheim stattfanden. Beide Konzerte wurden durch Mitglieder der „Hausgemeinschaft Jonastal“ organisiert. Der Kartenverkauf wurde jeweils über den in Ballstädt ansässigen Versandhandel „Frontschwein Records“ gesteuert, der im Impressum auf Thomas Wagner angemeldet ist. Wagner sitzt seit dem 2. Dezember 2015 als Haupttäter im Ballstädt Verfahren auf der Anklagebank im Landgericht Erfurt und ist Kopf der Band SKD. Auch außerhalb der „Rock am Kreuz“-Reihe wurden über die selbe Clique weitere Musikveranstaltungen organisiert, wie ein Konzert am 14. November 2015 mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ sowie weiteren Bands. Involviert waren dabei unter anderem Steffen Richter, Steffen Mäder, Andre Keller, Marco Zint und Thomas Wagner. Austragungsort war wiederholt das “Veranstaltungszentrum Erfurter Kreuz”, das auch als Erlebnisscheune von Rainer Kutz bekannt ist.

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Oi! of The Tiger – Police Stomp

Wir müssen endlich einsehen, dass Nazis auf Hardcore-Shows gehen

Via „Vice“-Magazin:

Hardcore ist ein bisschen wie der Pausenhof einer Sonderschule für verhaltensauffällige Jugendliche mit ADHS. Jeder hängt nur in seiner Gruppe rum, findet alles außerhalb dieser zum Kotzen und jede noch so kleine Diskussion, sei es über Bands, Moshen oder Skinny Jeans, hat das Potential so zu eskalieren, dass der Pausenaufsicht nichts anderes übrig bleibt, als die streitenden Gruppen mit Ritalin-Gasgranaten zu trennen. Nur auf eins konnte man sich trotz aller Anfeindungen immer irgendwie einigen: Nazis sind scheiße. Im Jahr 2016 bekommt man aber immer öfter das Gefühl, dass diese einstige Bastion der Gemeinsamkeit nur noch im sogenannten „früher“ existiert, von dem dir alte Menschen erzählen, wenn sie nicht gerade Mittagsschlaf machen oder verwirrt im generationenfreundlichen Edeka mit der Lupe die Zutaten der Maggi-Linsensuppe studieren.

Dass sich auf größeren Hardcore-Veranstaltungen immer mehr rechtsgesinnte Menschen befinde, war bisher nur ein vages Gefühl, was ab und zu durch Hörensagen von Freunden und Bekannten bestätigt wurde, die davon erzählten, dass einige HC-Bands zwar gerne „Refugees Welcome“ brüllen, auf ihrem Dorf aber ohne größere Probleme mit Nazis an der Tanke hängen und Bier trinken. Dieses nicht greifbare Gefühl erfuhr am 11. Januar leider traurigen Zuspruch. Der Tag markiert den vorläufigen Ekel-Höhepunkt der neurechten Bewegung in Deutschland. Während „Wir sind ja keine Nazis“-LEGIDA zusammen mit Kategorie C-Frontmann Hannes Ostendorf in der Leipziger Innenstadt die Werte von Kartoffelland verteidigte, zogen 250 Nazis aus der Hooligan-Szene ins linksalternative Connewitz, um dort einen kompletten Straßenzug zu zerlegen und Wohnhäuser mit Feuerwerkskörper zu beschießen, wodurch teilweise kleinere Brände entstanden.

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Blood & Honour Flandern: „Die weiße Rasse verteidigen“

Das „Lotta“-Magazin schreibt:

Am 7. Februar 2014 hat das Gericht in Dendermonde (im flämischen Teil Belgiens) sein Urteil gegen die neonazistische Gruppierung „Bloed – Bodem – Eer – Trouw“ (BBET, „Blut – Boden – Ehre – Treue“) gesprochen. Die Mitglieder waren wegen Rassismus, Leugnung des Holocaust, Waffenhandels und Terrorismus angeklagt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Gruppe Belgien destabilisieren und ein nationalsozialistisches Regime errichten wollte.

Das erste Mal trat BBET am 3. März 2001 in Erscheinung, als die Gruppe ein Konzert mit der deutschen RechtsRock-Band Jungsturm organisierte. Einen Monat später, am 20. April 2001, hielt sie ein Adolf-Hitler-Gedenken mit rund 30 Personen ab. Am 14. Juli 2001 folgte ein weiteres von BBET organisiertes Konzert, diesmal mit den deutschen Bands Oidoxie und Blitzkrieg sowie Landstorm aus den Niederlanden. 300 Zuschauer_innen fanden sich ein, darunter auch einige aus Deutschland.

BBET orientierte sich eindeutig an der britischen Neonazi-Organisation Blood & Honour – insbesondere an Combat 18, dem terroristischen Arm von Blood & Honour. So trug das von ihr herausgegebene Magazin zunächst den Namen Blood and Honour, Div. Vlaanderen – Flanders. Nach der vierten Ausgabe wurde es allerdings in Bloed, Bodem, Eer & Trouw umbenannt. Die Presse und die Behörden übernahmen diesen Namen, sodass er sich als Bezeichnung für die Gruppe etablierte. Gegründet worden war die Organisation von Joeri van der Plas aus Dendermonde, als ihr Führer galt jedoch der Berufssoldat Tomas Boutens. Der Chefideologe war Mark Horemans, der unter anderem für das Magazin der Gruppe verantwortlich war. Dem Gericht zufolge war Stijn Van Meirhaeghe die vierte Führungsperson von BBET.

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„Der III. Weg“ in Berlin – Eine Einschätzung

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Im März 2015 gab die Neonazipartei „Der III. Weg“ bekannt, in Berlin einen Stützpunkt gegründet zu haben. Anders als in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Bayern, Brandenburg und Thüringen, ist der Berliner Stützpunkt personell überschaubar und hat bisher keine wahrnehmbaren öffentlichen Aktivitäten entfaltet. Seinen Platz im Gefüge der Berliner Neonaziszene hat der Stützpunkt noch nicht gefunden. Die Äußerungen auf der Internetseite zeugen jedoch davon, dass „Der III. Weg“ mit seinem Organisierungsversuch in Berlin auf Langfristigkeit setzt. Grund genug also, eine erste Einschätzung zu wagen.

Die Berliner Situation

Die Berliner Neonaziszene war über etwa 20 Jahre hinweg von Kameradschaftszusammenhängen dominiert. Die NPD (und die DVU erst recht) waren den meisten Neonazis zu bieder und angepasst und das obwohl mit Personen wie Eckart Bräuniger, Uwe Meenen und Udo Voigt immer schon ein klarer Bezug zum historischen NS vorhanden war. Erst mit dem drohenden Verbot der dominanten Kameradschaftsstruktur „Nationaler Widerstand Berlin“ (NW Berlin) änderte sich das Berliner Gefüge. Führende Aktivisten von „NW Berlin“ waren schon vorher in die NPD eingetreten und übernahmen zentrale Posten. So wurde Sebastian Schmidtke – Kopf von „NW Berlin“, Anmelder der meisten „NW Berlin“-Aufmärsche und Verantwortlicher für „NW Berlin“-Publikationen – im Jahr 2012 Berliner NPD-Vorsitzender. Björn Wild – zentraler Aktivist von „NW Berlin“ – übernahm im selben Zeitraum die Berliner JN.
Die Fraktion der Neonazis, denen die NPD zu bieder und die Kameradschaften zu „autonom“ waren, gründete den „Frontbann 24“, in dem sich schnell das Spektrum der Glatzen-Kneipen-Neonazis sammelte. Schon der Name der Kameradschaft bezog sich auf eine 1924 gegründete Auffangorganisation für Mitglieder der nach dem fehlgeschlagenen „Hitlerputsch“ verbotenen SA, die Neonazis traten auf Aufmärschen mit Uniformähnlicher Kleidung und dem Reichsadler als Logo auf. Genauso aggressiv aber strategielos waren dann auch die Aktivitäten des „Frontbanns“. Nach dessen Verbot 2009 gründeten diese Neonazis um Uwe Dreisch, Gesine Schrader und Patrick Krüger den Berliner Kreisverband von „Die Rechte“. Der Berliner Ableger dieses westdeutschen Auffangbeckens für Neonazis aus verbotenen Kameradschaften hat jedoch seither keine nennenswerte Aktivität entfaltet.
All diese parteilichen Organisierungsversuche sind scheinbar nicht ausreichend und so wagt nun die aus Südwestdeutschland stammende Partei „ Der III. Weg“ einen weiteren Anlauf.

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„Hass gegen Andersdenkende“

Via der „Blick nach Rechts“:

Seit Anfang Dezember 2015 verhandelt das Landgericht Erfurt den brutalen Überfall von Neonazis auf Mitglieder der Kirmesgesellschaft in Ballstädt im Landkreis Gotha im Februar 2014. In dem Prozess müssen sich 14 Männer und eine Frau zwischen 20 und 40 Jahren unter anderem wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Bereits zu Beginn der Hauptverhandlung geben sich die Angeklagten unbeeindruckt. Mit offen getragenen Tätowierungen und eindeutigen Aufschriften auf ihrer Bekleidung zeigen sie ihre Zugehörigkeit zum harten Kern der braunen Szene in Thüringen. Unterstützer aus der Neonazi-Szene kommen in T-Shirts mit der Parole „Solidarität mit Ballstädt“, die Beschuldigten tragen neben Bekleidung von szenetypischen Marken T-Shirts mit Aufschriften wie „too white for you“ („zu weiß für dich“). Der Angeklagte Markus B. präsentiert ungeniert seine Kopftätowierung über dem rechten Ohr: „Ran an den Feind“. Dies könnte auch das Motto sein, unter dem der Überfall am zweiten Februarwochenende 2014 in dem 700-Einwohner-Ort Ballstädt gestanden hatte.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatte der Hauptangeklagte Thomas W. seinerzeit den Festsaal des Dorfgemeinschaftshauses betreten und dort auf mehrere Personen eingeschlagen. In dem kleinen Saal ging im Februar 2014 g gerade eine Feier der örtlichen Kirmesgesellschaft mit rund 20 Personen zu Ende. Als einige Männer dem Schläger nachsetzen wollten, liefen sie in eine Falle, denn vor der Tür zum Saal warteten bereits 13 weitere teils vermummte Angreifer und schlugen und traten auf ihre arglosen Opfer ein. Nur zwei Minuten später soll die einzige Frau unter den Angeklagten, Ariane S., das Signal zur Flucht gegeben haben, zurück blieben ein verwüsteter Gemeindesaal mit Blutflecken auf dem Boden und elf Verletzte. Die Rede ist unter anderem von Knochenbrüchen, gesplitterten Zähnen, Schnittwunden und Schädelhirntraumata.

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Brandgefährlich: Die Partei „Der III. Weg“ in RLP, NRW und Hessen

Das „Lotta-Magazin“ schreibt:

2015 brennen in der Bundesrepublik wieder (bewohnte) Unterkünfte von Geflüchteten, auch in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In allen drei Bundesländern ist die Partei Der III. Weg aktiv. Sie hat das Thema Flüchtlinge zu ihrem Schwerpunkt gemacht. In RLP werden Der III. Weg und die Anschläge mittlerweile sogar öffentlich in Verbindung gebracht. Was verbirgt sich also hinter dieser Partei?

„Wir von der Partei ‚Der III. Weg‘ leisten weiterhin politischen Widerstand, können aber Deutsche verstehen, die darüber hinaus aktiv sind.“ Mit diesen Worten ließ sich Klaus Armstroff, Vorsitzender von Der III. Weg im Mai diesen Jahres auf der Internetseite der Partei zitieren. Nur wenige Tage zuvor hatten Unbekannte eine geplante Flüchtlingsunterkunft im rheinland-pfälzischen Limburgerhof angezündet. Genau dort hatten Armstroff und seine Partei mehrfach Kundgebungen abgehalten und rassistische Flyer verteilt. Und auch danach hielt die Partei ihre Füße nicht still: Der III. Weg ging erneut auf die Straße und hetzte gegen Flüchtlinge, die noch gar nicht angekommen waren.

Das Erschreckende: Limburgerhof ist kein Einzelfall. Im Januar diesen Jahres griffen Unbekannte mit Farb-Pistolen eine Unterkunft in Porta Westfalica (NRW) an. Auch dort hetzte die Neonazi-Partei im Vorfeld gegen Asylsuchende. Bereits im Dezember 2014 kündigte sie an, dort „in den kommenden Wochen […] mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf die zunehmende Asylantenwelle und die Verausländerung unserer Heimat aufmerksam [zu] machen.“ Am Abend des 14. September 2015 warfen Unbekannte schließlich mehrere Molotowcocktails auf eine Unterkunft in der Stadt, in der sich 37 Menschen aufhielten. Einer der Brandsätze verfehlte das Küchenfenster nur knapp und zündete an der Hauswand. Bundesweite Aufmerksamkeit erregte die Partei im Juli mit einer digitalen Karte bei googlemaps, in der Standorte von Flüchtlingsunterkünften eingezeichnet waren. Kritiker_innen warfen der Partei vor, Gewalttäter_innen damit Anschlagsziele zu liefern.

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Braunes Rockspektakel in der Slowakei

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Slowakei (Dolný Kubín) – Am 16. Januar soll in der nordslowakischen Stadt Dolný Kubín die zweite Auflage einer „Incorrect Rock Night“ stattfinden.

Angekündigt ist für die Veranstaltung an dem Samstag Mitte Januar auch die Band „Sachsenblut“ aus dem sächsischen Freital. Sie trat zuletzt am 6. Juni des Vorjahres in der Slowakei auf. Bei der Premiere der „Incorrect Rock Night“ am 8. November 2014 waren die Sachsen aber noch nicht mit dabei. Dort traten das slowakische Quintett „Sacrifer“ sowie die Rechtsrock-Combo „Schmeichelstadt“ aus Tschechien auf, die auch nun am 16. Januar aufspielen sollen. (hf)

Quelle

Prozess gegen „Legion 47“

Via „Lotta“-Magazin:

Drei Angeklagte, ein Belastungszeuge und 33 Unbekannte

Seit Mai 2015 läuft vor dem Duisburger Landgericht das Verfahren gegen drei führende Mitglieder der neonazistischen Kameradschaft „Legion 47“. Das Urteil wird für Anfang November erwartet.

Duisburg-Huckingen, Samstag, 26. Oktober 2013, gegen 2:45 Uhr morgens. Die Bewohner_innen der Flüchtlingsunterkunft an der Kaiserswerther Straße wurden durch laute Schreie aus dem Schlaf gerissen. „Bombe! Bombe!“, „Kommt raus, aus dem Haus raus, sie werden uns alle umbringen!“. Rauch und der Gestank nach Lösungsmittel drang aus dem Treppenhaus in die Zimmer. Die Bewohner_innen verließen panikartig das Gebäude. „Wären wir dort geblieben, wären wir erstickt“, erinnerte sich einer von ihnen später vor Gericht.

Die etwa 140 Menschen standen frierend, zum Teil nur mit einem Pyjama bekleidet, vor dem Gebäude, als die Feuerwehr eintraf. Viele klagten über Übelkeit und Kopfschmerzen, einige mussten sich übergeben. Doch von Seiten der Feuerwehr sprach niemand „mit denen“. Es gab keine ärztliche Versorgung. Der Rauch hatte sich inzwischen weitgehend verzogen.

Einer der Bewohner war noch wach gewesen und hatte aus dem Fenster gesehen und drei oder vier schwarz Vermummte bei der Brandstiftung beobachtet. Auf der anderen Straßenseite sah er eine kleine Gruppe von Schaulustigen, die interessiert zusahen, nicht eingriffen und sich nach der Tat entfernten. Durch Zeichensprache machten er und andere die Feuerwehrleute auf die Relikte des Anschlags aufmerksam.

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„Chesters“ in Kreuzberg: Erneut rechtsextreme Party-Veranstaltung geplant

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Nachdem erst vor einigen Wochen, im Dezember 2015, der bekennende Nazi Sacha Kohn im „Chesters“ in Berlin-Kreuzberg aufgetreten ist, ist nun am gleichen Ort die nächste rechte Veranstaltung in Vorbereitung. Am 20.02.2016 (facebook.com/ChestersBerlin/events) soll hier erneut eine Party des Zusammenhangs „Verlorenes Berlin“ stattfinden. Was manche im Dezember schon ahnten, scheint sich nun zu bestätigen: Die Abgrenzung des Chesters-Bosses von rechten Umtrieben war anscheinend nur formal gemeint, und das „Chesters“ ist weiterhin, sei es aus kommerziellen oder ideologischen Gründen, gerne bereit, auch rechten und rechtsextremen Strukturen Räume in Kreuzberg 36 zur Verfügung zu stellen. Für die rechte Veranstaltung am 20.02.16 wird weiter auf der Chesters-Facebookseite geworben. Wir sollten auch nicht vergessen, dass Sacha Kohn bei weitem nicht das erste Nazi-Konzert war, das im Chesters stattgefunden hat.

Zu der Gruppe „Verlorenes Berlin“

Die Gruppe „Verlorenes Berlin“ ist eine Gruppe, die in Berlin Veranstaltungen mit Musik aus dem Bereich Dark Wave, Neofolk etc. durchführt. Eine solche Veranstaltung hat die Gruppe auch am 17.11.2015 im Chesters in Kreuzberg (Glogauer Straße) durchgeführt.

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Verdacht auf Rechtsterrorismus

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Acht Monate nach Dursuchungen gegen die Neonazi-Bruderschaft „Oldschool Society“ liegt jetzt eine Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung vor.

Die Bundesanwaltschaft hat gegen drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 23 und 57 Jahren Anklage wegen der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung erhoben. Sie sollen spätestens vor rund einem Jahr die Gruppierung „Oldschool Society“ gegründet haben, die Beschuldigten Andreas H. und Markus W. die Rädelsführer gewesen sein. (bnr.de berichtete) Außerdem legt ihnen die Behörde in Karlsruhe den Angeklagten die „Vorbereitung eines Explosionsverbrechens zur Last“.

Die Anklageschrift vom 23. Dezember vergangenen Jahres wurde jetzt den Beschuldigten zugestellt. Die vier Personen waren Anfang Mai 2015 festgenommen, außerdem ihre Wohnungen und die von fünf weiteren Verdächtigen in fünf Bundesländern durchsucht worden. Die drei Männer und eine Frau sollen sich zu der mutmaßlich rechtsterroristischen Vereinigung „Oldschool Society“ (OSS) zusammengeschlossen haben, Andreas H. und Markus W. dabei als „Präsident“ und „Vizepräsident“ die zentralen Führungspositionen übernommen haben. Geeint habe sie „eine rechtsgerichtete nationalistische Weltanschauung“, heißt es in der Anklageschrift. Das Ziel war es laut Bundesanwaltschaft, bundesweit in kleineren Gruppierungen Anschläge auf Salafisten, Moscheen und Asylbewerberunterkünfte zu begehen. Dafür sollen die Festgenommenen schon Sprengmittel beschafft haben.

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