Blood & Honour Flandern: „Die weiße Rasse verteidigen“

Das „Lotta“-Magazin schreibt:

Am 7. Februar 2014 hat das Gericht in Dendermonde (im flämischen Teil Belgiens) sein Urteil gegen die neonazistische Gruppierung „Bloed – Bodem – Eer – Trouw“ (BBET, „Blut – Boden – Ehre – Treue“) gesprochen. Die Mitglieder waren wegen Rassismus, Leugnung des Holocaust, Waffenhandels und Terrorismus angeklagt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Gruppe Belgien destabilisieren und ein nationalsozialistisches Regime errichten wollte.

Das erste Mal trat BBET am 3. März 2001 in Erscheinung, als die Gruppe ein Konzert mit der deutschen RechtsRock-Band Jungsturm organisierte. Einen Monat später, am 20. April 2001, hielt sie ein Adolf-Hitler-Gedenken mit rund 30 Personen ab. Am 14. Juli 2001 folgte ein weiteres von BBET organisiertes Konzert, diesmal mit den deutschen Bands Oidoxie und Blitzkrieg sowie Landstorm aus den Niederlanden. 300 Zuschauer_innen fanden sich ein, darunter auch einige aus Deutschland.

BBET orientierte sich eindeutig an der britischen Neonazi-Organisation Blood & Honour – insbesondere an Combat 18, dem terroristischen Arm von Blood & Honour. So trug das von ihr herausgegebene Magazin zunächst den Namen Blood and Honour, Div. Vlaanderen – Flanders. Nach der vierten Ausgabe wurde es allerdings in Bloed, Bodem, Eer & Trouw umbenannt. Die Presse und die Behörden übernahmen diesen Namen, sodass er sich als Bezeichnung für die Gruppe etablierte. Gegründet worden war die Organisation von Joeri van der Plas aus Dendermonde, als ihr Führer galt jedoch der Berufssoldat Tomas Boutens. Der Chefideologe war Mark Horemans, der unter anderem für das Magazin der Gruppe verantwortlich war. Dem Gericht zufolge war Stijn Van Meirhaeghe die vierte Führungsperson von BBET.

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