Rechte NRW-Bands und ihre Nähe zum Terror

Via „mdr“:

Die beiden Rechtsrock-Bands „Oidoxie“ und „Weiße Wölfe“ aus NRW machen nicht nur Musik

Sie unterstützen auch militante Neonazi-Strukturen

Was das möglicherweise mit dem NSU zu tun hat, erklärte am Mittwoch (17.02.2016) der Musikexperte Jan Raabe vor dem NSU-Ausschuss

WDR.de: Herr Raabe, wie ist die rechte Musikszene in NRW aufgestellt?

Jan Raabe: Die neonazistische Musikszene in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig. Es gibt einerseits Rock-Bands wie die Gruppe „Sleipnir“ aus dem Raum Gütersloh, die schon fast 25 Jahre existiert. Und wir haben andererseits den neonazistischen Rapper Makss Damage, der auch Hiphop macht. Einige Bands sind von den Texten her sehr weichgespült. Sie gehören zwar zur extremen Rechten, sind aber nicht offen neonazistisch. Dann gibt es wiederum Bands, die sich in ihren Texten durch Gewalt und Vernichtungsphantasien hervorgetan haben.

WDR.de: Welche sind das?

Raabe: Deutlich heraus stechen dabei die Band „Weiße Wölfe“ aus dem Hochsauerland und die Band „Oidoxie“ aus dem Raum Dortmund. Auf ihrer Debüt-CD haben die „Weißen Wölfe“ 2002 von tausenden zu ermordender Juden gesungen. Die 1995 gegründete Band „Oidoxie“ wiederum propagiert in ihren Texten das Konzept des „Leaderless Resistance“, den „führerlosen Widerstand“, und „Race War“, den „Rassenkrieg“. Diese beiden NRW-Bands sind über Jahre mit radikalen, militanten und gewaltverherrlichenden Texten an die Öffentlichkeit gegangen. Und sie haben für die Terrorgruppe „Combat 18″ geworben, die für eine Vielzahl von Anschlägen verantwortlich gemacht wird. Damit sind sie bundesweit fast die Einzigen.

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