Rechtsrock an verschiedenen Orten

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

16.02.2016 – Für kommenden Samstag sind mehrere rechtsextreme Musik-Events angekündigt. Die genauen Auftrittsorte der zum Teil international besetzten Konzerte im Hardcore-Stil werden nicht genannt.

„Kategorie C“ will am Samstag wieder zusammen mit „Makss Damage“ auftreten (Screenshot)
Am 20. Februar kündigt sich Rechtsrock gleich an verschiedenen Orten an. Seit längerem werden dazu drei Events beworben. Da soll zum einen die Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ zusammen mit „Makss Damage“ im Raum Aachen auftreten. Die rechte Hooligan-Band aus Bremen um Sänger Hannes Ostendorf bietet auf ihrer Homepage aktuell übrigens ein T-Shirt mit dem Titel „Ruhm und Ehre“ an, das durchaus auch als Huldigung an die Waffen SS oder als Hinweis auf einen gleichnamigen Songtitel der Rechtsrockband „Stahlgewitter“ verstanden werden darf. „Makss Damage“ ist der Künstlername für Julian Fritsch aus Gütersloh, der in der rechten Szene als Rapper unterwegs ist und wie bereits zum Ende des vergangenen Jahres an der Seite der Bremer auftreten soll. Denkbar ist auch, dass die Veranstaltung jenseits der deutschen Grenze im benachbarten Ausland stattfindet. Für eine kurzfristige Flexibilität bezüglich des Auftrittsorts spricht auch der Hinweis, dass Karten lediglich an der Abendkasse verkauft werden sollen.

Verlegt wurde der Auftrittsort für ein international besetztes Konzert. Zunächst wurde es für Norditalien beworben, jetzt heißt es, dass an einem nicht genau benannten Ort in Nordfrankreich aufgeschlagen wird, wobei in diesem Fall Tickets nur über den Vorverkauf angeboten wurden. Der Hinweis im Internet erfolgt durchgehend in deutscher Sprache, was Vermutungen auf die Organisatoren und Zielgruppe zulässt. Angekündigt sind die US-amerikanischen Rechtsrock-Veteranen von „Blue Eyed Devils“, die bereits im vergangenen Jahr in Deutschland einige konspirative Konzerte gespielt haben. Daneben sollen „Sniper“ und „Mistreat“, beide aus Finnland, aufspielen. Dazu gesellt sich die 1994 gegründete Combo „Faustrecht“, hervorgegangen als Musikprojekt der 1996 verbotenen Gruppierung „Skinheads Allgäu“. Die Band, der Kontakte zum internationalen „Blood&Honour“-Netzwerk nachgesagt werden, hat bereits häufig auf Bühnen außerhalb Deutschlands gestanden. Schließlich wird Werbung für „I.C.1“ gemacht. Dabei handelt es sich um eine Band mit Musikern von „Carpe Diem“ aus Baden-Württemberg sowie von „Razors Edge“ aus Großbritannien.

Weiter

Ebenfalls international im Hardcore-Stil soll es an einem nicht genannten Ort in „East-Germany“ zugehen. Im Line-Up tauchen dabei „Frei-Core“, ein Musiker-Mix aus den Bands „Path of Resistance“ (Rostock) und „Skalinger“ (Raum Wolgast), „Eternal Bleeding“ (Altenburg) sowie „Green Arrows“ und „Hate for Breakfast“ (beide Italien) auf. Die fünf Südtiroler von „Green Arrows“ wollen nur einen Tag zuvor noch ein Konzert vor heimischem Publikum in Bozen spielen. Das Quintett „Hate for Breakfast“ hatte sich zuletzt rar gemacht und einige Jahre auf Konzerte verzichtet.

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