Archiv für April 2016

Krawallbrüder und ihre Nazifreunde – Heute, morgen, für immer!

Via „Indymedia Linksunten“:

Vor ca. einem Jahr tauchten Bilder auf, die abermals bewiesen, dass die „Krawallbrüder“ alles andere als eine unpolitische Band sind. Bassist Sven Scherer und Gitarrist Florian Wunn pflegten allen Beteuerungen zum Trotz noch im Jahr 2012 so enge Kontakte zu offensichtlichen Nazis aus dem Saarland, dass sie mit diesen gemeinsam einen Urlaub verbrachten. Die Lüge, mit Nazis nichts am Hut zu haben, war endgültig widerlegt1. Seitens der Abgelichteten erfolgte hierzu keine Stellungnahme, keine Richtigstellung und auch kein Dementi. Es ist also anzunehmen, dass die Bilder echt sind und die Verbindungen zu saarländischen Nazis weit in die aktive Zeit der „Krawallbrüder“ hineinreichen.

Vernehmt die Stimme die ihr liebt

von der man sehr sich distanziert

habt ihr die Märchen schon gehört?

Scheinheilig die Gerüchte streuen

denen die Grundlage entbehren

wer bist du und wer willst du sein, in einem Haufen von Verlierern?

(Krawallbrüder – Uns‘re Lieder – Euer Halt)

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Les Trois Huit – Jeunesse fichée

Patrick Danz: Neonazi-Aktivist und RechtsRocker

Die „Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland“ schreibt:

Der Pots­da­mer Patrick Danz zählt zu den wich­ti­gen Akteur_innen der loka­len Neo­nazi– und RechtsRock-Szene.
Sowohl in sei­ner Rolle als Sän­ger der Neo­na­zi­band Preus­sen­stolz [1] als auch in Bezug auf seine sons­ti­gen Akti­vi­tä­ten in der Szene, hat er eine gut gefüllte Neonazi-Vita vor­zu­wei­sen.

Aktu­ell arbei­tet er in einem „Netto“-Supermarkt am Stern, nahe einer Geflüchtetenunterkunft.

Fei­ern, Kon­takte knüp­fen, sich organisieren

In der Groß­raum­disko „Music­park“ in Tel­tow war Patrick Danz ab 2007 immer wie­der als Gast anzu­tref­fen. An die­sem Ort war es für Neo­na­zis bis Mitte 2011 mög­lich, unge­stört und im ver­trau­ten Kreis zu fei­ern und sich zu ver­net­zen. Zahl­rei­che Neo­na­zis aus Pots­dam und der gesam­ten Region waren dort regel­mä­ßig anzu­tref­fen und prä­sen­tier­ten sich und ihre Gesin­nung offen und selbst­be­wusst. (Neo)Nationalsozialistische Sym­bole und Schrift­züge auf T-Shirts oder als Tat­toos wur­den im „Music­park“ von allen Besucher_innen und den Betreiber_innen des Clubs akzep­tiert.

Bei Patrick Danz zeu­gen seine zahl­rei­chen Tat­toos, wie das Por­trait eines Wehr­macht­sol­da­ten, die Abbil­dung eines Bom­bers der deut­schen Wehr­macht und die Abbil­dung eines SS-Dolch mit dem Spruch „Meine Ehre heißt Treue“ [2], von (s)einer den Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­harm­lo­sen­den und ver­herr­li­chen­den Ein­stel­lung. Regel­mä­ßig trägt er Klei­dung neo­na­zis­ti­scher Labels oder mit ent­spre­chen­den Aufdrucken.

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Hannover: Tätowierer und Neonazi Patrick Heise

Via „RASH Hannover“:

Der langjährige Neonazi Patrick Heise ist seit Februar diesen Jahres als Tätowierer im Tattoostudio Rocket 73 im niedersächsischen Lauenau im Landkreis Schaumburg tätig.

Patrick Heise, der ca. seit dem Jahre 2003 als aktiver Neonazi durch die Teilnahme an bundesweiten Naziaufmärschen und verschiedenen Aktivitäten wie gefährlichen Körperverletzungen, dem Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole, Volksverhetzung und Sachbeschädigungen in Erscheinung getreten ist, war fester Bestandteil der bundesweit bekannten Neonazikameradschaft „Besseres Hannover“.

Seit dem Verbot der Gruppierung im Jahre 2012 hatte sich Patrick Heise vermehrt in der rechten Hooliganszene (u.a. bei Royal Riot) betätigt und seine Lehre im von Neonazis betriebenen“Luv und Lee Tattoo- und Piercingstudio“ in Celle (ehemals Dr. Jekyll & Mr. Hyde Tattoo) absolviert.
Zwischenzeitlich arbeitete Heise als Tresenkraft im Bayern-Stadl Hannover, einer am Steintor befindlichen Lokalität, die als Stammlokal eines Teils der regionalen Neonaziszene genutzt wurde und wird.

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[Torgau] Anschlag auf berüchtigten Naziskinhead-Treff

Torgau – In der Nacht zu Montag überfielen einige Unbekannte den berüchtigten Gasthof Staupitz. Sie zündeten zwei Autos an, zertrümmerten mehrere Fensterscheiben.

Gegen 2.45 Uhr rückten die Täter in dem 300-Einwohner-Dorf Staupitz ein. Dann ging alles blitzschnell. Ein Trupp schlug mit Äxten auf die Jalousien im Erdgeschoss ein.

Zeitgleich wurden ein Ford Fiesta und ein Seat Ibiza in Brand gesteckt. Die vor dem Gasthof geparkten Fahrzeuge gehören dem Gasthof-Betreiber Andreas B. (31) und dessen Freundin. Die Feuerwehr konnte die Brände löschen. Allerdings sind die Autos nur noch Schrott. Ermittler vor Ort gehen aufgrund der Vorgehensweise von mindestens drei Tätern aus.

Der Gasthof im äußersten Norden Sachsens ist seit Jahren Treffpunkt der rechten Szene. Einmal im Monat finden dort Konzerte rechter Bands statt .

Die Vorgehensweise ähnelt zwei Anschlägen in der vergangenen Woche. Dabei waren in Wurzen von Vermummten die Autos des ehemaligen Legida-Chefs Markus Johnke und des Lok-Hooligans Benjamin B. abgefackelt worden.

„Der Staatsschutz prüft die Übernahme des Verfahrens und vergleicht den Anschlag mit den jüngsten Vorgängen“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt zu BILD.

Die Anschlagsserie gilt als Racheakte für den Hooligan-Überfall am 11. Januar auf den Leipziger Stadtteil Connewitz.

Quelle

Mehr als nur Kameraden – Das Modell und Label der Bruderschaft

Das „Antifaschistische Infoblatt“ schreibt:

Als neonazistische Bruderschaften benennen wir Männerbünde, die sich selbst als Bruderschaften verstehen und deren Mitglieder zumindest mehrheitlich Neonazis sind. In der Regel sind dies Gruppen mit dem Style und Habitus von Motorradclubs (MCs). Zur Zeit existieren in Deutschland Dutzende derartige Bruderschaften mit insgesamt vielen hundert „Members“. Einzelne von ihnen bestehen aus einer Handvoll Personen, andere expandieren bundes- und europaweit. Manche betreiben eine strenge Mitgliederauslese, andere verbreiten ihre Mitgliedspatches über Soziale Netzwerke. Das Modell und Label der Bruderschaft bedient augenscheinlich die Bedürfnisse vieler Neonazis, die der Jugendkultur und dem Bewegungsaktivismus entwachsen und in ihrer eigenen Szene nach Distinktion trachten.

Das Spiel mit den Codes

Schon immer nutzen Neonazis das Label „Bruderschaft“. Zwei bekannte Beispiele sind die Hammerskins, die sich als internationale Skinhead-Bruderschaft verstehen, und die Arische Bruderschaft, die der NPD-Funktionär Thorsten Heise ab 1999 als seine Hausmacht aufbaute.

Um eine Clique oder Kameradschaft zur Bruderschaft werden zu lassen, wird ein entsprechendes Emblem entworfen und in der internen Kommunikation der Terminus des „Kameraden“ durch die Anrede „Bruder“ ersetzt. In der Regel folgt die zumindest teilweise Übernahme des Rockerstyles: Lederwesten, sogenannte Kutten, mit den Emblemen der Gruppe und Abzeichen, die den Träger als deren „Präsidenten“, „General“ (Brigade 8) oder „Leitwolf“ (Hardcore Crew) ausweisen. Oft befinden sich auf den Kutten Patches mit Codes und Kürzeln, die sich Außenstehenden nicht erschließen und die Exklusivität der Gruppe deutlich machen sollen. Gängig ist das aufgenähte Treueversprechen. „HFFH“ meint „Hammerskins Forever — Forever Hammerskins“ in Anlehnung an das Hells Angels-Kürzel „AFFA“ („Angels Forever — Forever Angels“). Oft kopiert man den Organisationsaufbau der Motorradclubs gleich mit: Es gibt eine Führungsebene, die Members, Prospects (Mitgliedsanwärter) und das Umfeld der Supporter. Die Aufnahme in die nächsthöhere Ebene geschieht nach klaren Regeln und Ritualen.

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[JENA] Lügen haben kurze Beine – Ein Nachtrag zur Fightnight

Manchmal fragt sich wie leichtgläubig viele Menschen in dieser Stadt doch sind. Aktuelles Beispiel gefällig? Vor kurzem fand in der Sparkassen Arena in Jena die 2. Fight Night statt. An sich erstmal nicht besonderes. Doch ein „fremdenfeindlicher“ Zwischenruf beschäftige den Organisator Marcel Kalisch so sehr, dass eine Richtigstellung in der OTZ folgte.

Dort heißt es auch:

Die Sicherheitskräfte sollten dafür Sorge tragen, dass zwielichtige Gestalten keinen Zutritt zur Veranstaltung erhielten und „mindestens 99 Prozent des Publikums sind mit den Sportlern fair umgegangen, egal woher sie kamen“, erinnert sich der Kickbox-Trainer Kalisch.

Komisch, dass sich viele bekannte Neonazis unter den Zuschauern befanden. Auch bei den Kämpfern und Trainern könnte man sich über die Gesinnung streiten. Mit breitem Grinsen und neben Marcel Kalisch erkennt man auf folgendem Foto Lars Weber aus Gera.

Weber war einst Präsident der BSG Wismut Gera, musste jedoch nach überregionalen Berichten in Zeitungen zurücktreten, nachdem seine Nähe zur rechten Szene offenkundig wurde. Nachzulesen hier. Neben dem Training von Boxern ist Weber Inhaber der Alpha Security Firma aus Gera.

Eine weitere spannende Person ist der Kämpfer Max Schlegel. Er wird als Kämpfer des Teams Kalisch gelistet. Im Oktober letzten Jahres trat er noch für ein anderes Team an. Bei der dritten Auflage der Imperium Fight Championship in Leipzig trat er für das Team Bäumler aus Ronneburg an. Auch bei der vierten Auflagen Ende März trat Schlegel wieder an. Sowohl Bäumler als auch die IFC sind für ihre Rechtslastigkeit bekannt.

Weiterhin gab es noch die Zuschauer. Der Zwischenruf ist bereits bekannt, einige Gäste lassen sich auch der rechten Szene zuordnen. Zwei dieser Gäste sind besonders interessant. So war neben dem wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes verurteilten Brandernburger Neonazi Sebastian Dahl auch der Kahlaer NPD-Stadtrat und FN-Aktivist David Buresch vor Ort.

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„Rechtsrock-Saison“ in Thüringen

Die Nazi-Hooligan Band „Kategorie C/Hunrige Wölfe“ kündigt auf ihrer Homepage für heute ein „Ersatzkonzert in Thüringen“ an. Diese Ankündigung legt die Vermutung nahe, dass der Auftritt in der Erfurter Kammwegklause stattfindet. Bereits am 25. September vergangenen Jahres sollte die Band dort auftreten, sagte aber kurzfristig ab. Der Flachbau im Plattenbaugebiet Süd-Ost gilt seit Jahren als Nazitreffpunkt mit überregionaler Bedeutung. Antifaschist*innen haben bereits mehrfach (1,2,3) auf die zunehmende Aktivität von Nazis im Erfurter Südosten aufmerksam gemacht. Der Vermieter der Immobilie Manfred Stein rechtfertigt die Vermietung an organiserte Nazis, wie auch aktuell, mittels kapitalistischer Verwertungslogik und nutzt das Naziproblem als Druckmittel für dubiose Geschäfte mit der Stadtverwaltung. Die Forderung, Stein für seine Geschäfte mit Nazis „zur Verantwortung ziehen“, bleibt also auch 2016 aktuell.

Und weil es Nazibands in Thüringen besonders leicht gemacht wird aufzutreten, spielen KC am Samstag gleich noch einen Auftritt in Tommy Frenck’s Nazi-Gasthof in Kloster Veßra. Die „Rechtsrock-Saison“ in Thüringen ist also offiziell eröffnet.

Quelle

„Dr. Hassgesang“: Universität Greifswald promoviert als Neonazi enttarnten Ex-Richter

Gut ein Jahr sprach Maik Bunzel als Amtsrichter auf Probe Urteile in der bayerischen Provinz – bis seine Vergangenheit als Musiker der Neonazi-Band „Hassgesang“ öffentlich wurde. Mittlerweile ist Bunzel als promovierter Anwalt tätig. Erstgutachter seiner Dissertation war ausgerechnet Ralph Weber, Professor an der Universität Greifswald und AfD-Direktkandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September.

Vor gut eineinhalb Jahren war der Name Maik Bunzel in aller Munde. Auf eigenen Wunsch, so hieß es damals, sei der Familienrichter auf Probe aus dem bayerischen Lichtenfels aus dem Dienst ausgeschieden. Dorthin war der damals 28-Jährige von der Freien Universität Berlin gewechselt, wo er nach eigenen Angaben seit 2012 an einer Dissertation arbeitete, die er allerdings nicht abschloss. In Lichtenfels werde Bunzel „sehnsüchtig erwartet“, schrieb die Lokalpresse im Oktober 2013. Am Berliner Kammergericht, wo sich der Berufsanfänger zunächst beworben hatte, sei er aufgrund zu schlechter Noten abgelehnt worden, fand der Tagesspiegel heraus.

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„Drecksband“: Ruhrbarone machen Abmahnung durch Frei.Wild öffentlich

„Endstation Rechts“ berichtet:

Der Volksmund sagt, wer austeilt, muss einstecken können. Frei.Wild, eine Südtiroler Rockband mit Hang zum pathetischen Nationalismus, teilt zweifelsfrei verbal gerne aus. Fühlen sich die vier Musiker allerdings selbst auf den Schlips getreten, werden in ihren Namen Anwälte tätig. Die Ruhrbarone wurden nach eigenen Angaben für einen Artikel abgemahnt, der die Funktion Frei.Wilds für den Musikpreis „Echo“ thematisiert.

Der „Echo“ sei, konstatiert Stefan Laurin bei den Ruhrbaronen, „die Karikatur eines Musikawards“. Ohne die jährlich wiederkehrenden Skandale um die italienische Musikband Frei.Wild, die in diesem Jahr erstmals den Preis in der Kategorie „Rock / Alternativ National“ gewannen, sei das Interesse an der Auszeichnung gering. Tatsächlich fiel vor wenigen Tagen der Aufschrei klein aus. Während vor drei Jahren zahlreiche Musiker und Bands nach der Bekanntgabe der Nominierung der umstrittenen Deutschrocker einen Boykott ins Spiel gebracht hatten, gaben sich die anderen ausgezeichneten Künster auf der „Echo“-Bühne vergleichsweise handzahm. Dessen ungeachtet brachte etwa der Berliner Kulturstaatssekretär und Ex-Musikmanager Tim Renner bei Facebook seinen Missmut zum Ausdruck: „Puh. Freiwild einen Echo zu geben ist wie mit der AfD koalieren“, schrieb der frühere Geschäftsführer der „Universal Music GmbH“.

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„Lunikoff“ zu Gast bei der NPD

Via der „Blick nach Rechts“:

14.04.2016 – Murnau – Kurz nach Pfingsten am 18. Mai wiederholt die NPD eine Parteiveranstaltung, die es in der Form bereits am 6. Juli des vergangenen Jahres gegeben hat.

Unter dem Motto „Sommer, Sonne, NPD“ wird in den seit 2003 aktiven rechten Szeneladen „Versand der Bewegung“ in Murnau (Landkreis Garmisch Partenkirchen) eingeladen, für den Sarah Janker offiziell als gewerbetreibende Inhaberin geführt wird. Zum einen bewirbt man den bayerischen NPD-Funktionär Sascha Roßmüller als Redner, zum anderen Baldur Landogart, stellvertretender Bezirksvorsitzender der NPD Oberbayern und seit Ende November 2015 auch Beisitzer im Bundesvorstand der Nationaldemokraten.

Als besonderes „Zugpferd“ soll allerdings hauptsächlich wohl Rechtsrock-Musiker Michael Regener alias „Lunikoff“ dienen. Bereits im Juli 2015 schaute er dort als Gast in dem 12 000-Einwohner-Ort am Staffelsee vorbei, mit ihm der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke. Allzu gute Erinnerungen dürfte der frühere Sänger der Band „Landser“ nicht an den Termin haben, handelte der 50-jährige Regener sich doch bei einer Polizeikontrolle eine Strafanzeige wegen illegalen Waffenbesitzes ein, weil bei ihm ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker gefunden wurde. Mit 40 Besuchern blieb die Veranstaltung überschaubar. (hf)

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Kein MMA-Turnier mit Nazis in Berlin-Weißensee!

Wir dokumentieren:

Am 23. April 2016 findet im Tenniscenter Weißensee (Roelckestraße 105, 13088 Berlin) das dritte Turnier der Kampfsport-Reihe »Sprawl and Brawl« statt. Auch dieses Mal treten wieder MMA-Kämpfer der Neumünsteraner Kampfschule »Athletik Klub Ultra« (AKU) an (Wrangelstraße 34, 24539 Neumünster) (01). Betreiber und erster Vorsitzender des AKU ist Tim Bartling (01.07.1970) (02), ein Urgestein der Schleswig-Holsteiner Naziszene. Bartling war Mitbegründer, Sprecher und treibende Kraft des Nazitreffs »Club 88« in Neumünster. Bartling und der Kieler Neonazi Peter Borchert (03) gehen seit den 90er Jahren gemeinsame Wege: Von den Anfängen rechter Straßengangs in Norddeutschland, über die Gründung von Kameradschaften hin zum Rockermilieu und zur organisierten Kriminalität. Dass im AKU nicht zwangsläufig die Mitglieder und Kämpfer*innen das Problem sind, sondern vor allem dessen Leitung, ist selbst in MMA-Kreisen kein Geheimwissen.

Bereits die Teilnahme des AKU am letzten »Sprawl and Brawl« am 31. Oktober 2015 in Berlin (04) hätte für Empörung sorgen können. Hat sie aber nicht! Wahrscheinlich, weil sowohl der Veranstalter (M. Garmendia), als auch der Tenniscenter-Betreiber die an sie herangetragene Kritik einfach abwiegelten. Die Ausrichtung eines Gewinnbringenden MMA-Events steht bei beiden im Vordergrund. Neben kleineren Sponsoren wird »Sprawl and Brawl« auch von »Phantom Athletics« unterstützt – einer der populärsten Bekleidungsausstatter im MMA-Bereich. Die Ladenkette »Asia Sport« genießt unter Kampfsportler*innen in Berlin einen ähnlichen Bekanntheitsgrad. Sie gehört genau wie das größte deutsche MMA-Forum »Ground and pound« zu den Sponsoren der ersten Stunde. Der Kartenverkauf im Reallife läuft über die Modemarke »Yakuza« und deren Berliner Stores.

Tim Bartlings Kameraden aus »alter Zeit« verkehren heute immer noch in seiner Kampfschule. Ein erkennbarer Bruch mit der rechten Szene und ihrer Ideologie ist für uns nicht erkennbar. Es ist von daher vollkommen inakzeptabel, einem Nazi-geleiteten Gym wie dem AKU beim »Sprawl and Brawl« die Möglichkeit zu bieten, anzutreten.

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Sven Liebich – Chronik eines Nichtausstieges

Sven Liebich gibt lediglich vor, aus der rechten Szene ausgestiegen zu sein. Er nutzt stets denselben MZ-Artikel als Referenz, dass er 2003 ausgestiegen sei. Tatsächlich lassen sich viele Tätigkeiten von vor 2003 auch noch danach unter Mitwirkung von Liebich beobachten. So hielt er am Strikeback-Mailorder fest und gab ein Interview, in dem er seine Kunden als „Kameraden“ bezeichnet. Er fabriziert Shirts mit gewaltverherrlichenden und rechtspopulistischen Inhalten. Ferner werden seine Kampagnen und Produkte von Rechtspopulisten empfohlen bzw. solche lassen ihre Shirts von Liebich herstellen. Seine Kontakte in die rechte Szene sind so intensiv, dass er problemlos auf Rechtsrock-Konzerten auftauchen kann. Liebich interagiert heute auf den „Montagsmahnwachen“ gemeinsam mit organisierten Neonazis und betreibt zugleich eine facebook-Seite, auf der er mit seinen Gerüchten die Kommentator_innen zu Hetze motiviert und politische Gegner denunziert. Die Strategien sind dieselben wie bereits vor über zwölf Jahren – ebenso wie die Inhalte. Der vielfach postulierte Ausstieg fand nicht statt.

Im folgenden Artikel soll anhand einer chronologischen Auflistung dargelegt werden, inwiefern die Behauptung des ehemaligen Blood&Honour-Kaders Sven Liebich, er wäre aus der neonazistischen Szene ausgestiegen, jeglicher Glaubwürdigkeit entbehrt.

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Unter Rechtsextremisten wächst die Bereitschaft, mit Sprengstoff loszuschlagen

Die „Berliner Zeitung“ schreibt:

Zwei Bewaffnete bedrohen mit Kalaschnikow-Sturmgewehren Ausländer, Mitglieder einer rechten Bürgerwehr in Freital sprengen ein geplantes Flüchtlingsheim in die Luft, Unbekannte zerschießen mit Pistolen Scheiben einer Asylunterkunft – insgesamt 30 bewaffnete Angriffe auf Asylunterkünfte zählten die Behörden 2015 in Deutschland.

2014 lag diese Zahl noch bei neun. Zwar gab es bei diesen Angriffen keine Verletzten, sondern nur Sachschäden. Aber in den Sicherheitsbehörden ist man alarmiert: Die Bereitschaft unter besonders gewalttätigen Neonazis scheint zu wachsen, mit Waffen und Sprengstoff loszuschlagen. Registriert wird auch eine deutliche Zunahme des Kampfsport- und Waffentrainings von Rechtsextremisten.

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Geplatzte Familienausflüge zur Bücherbörse ins Thinghaus

Via „Recherchegruppe AST“:

Am Sonntag, den 10.04.2016, fand die dritte Norddeutsche Bücherbörse im deutschlandweit bekannten Neonazitreff Thinghaus in Grevesmühlen statt. Der Sonntagsausflug vieler angereister Familien platzte, da die Polizei Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren den Zutritt zum Thinghaus verwehrte.

Antiquarische und nationale Literatur

Das Thinghaus lud zum dritten Mal zu seiner mittlerweile jährlich stattfindenden Bücherbörse ein. „Auf dem Büchermarkt für Liebhaber antiquarischer und nationaler Literatur wird garantiert jeder fündig..“, warben die Veranstalter für den Nachmittag. Mit unter den neu erworbenen Errungenschaften befanden sich auch Bücher Grevesmühlen_Thinghaus_100416_Bücherbörse_Hitlerjugendüber die Hitler Jugend oder einschlägige Rechtsrock-CDs. In Plastiktüten trugen die Gäste ihre Einkäufe nach Hause.

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Who the fuck is BRUTTO

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Der Krieg im Donbass zerreißt nicht nur die Ukraine, sondern spaltet die Menschen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Auf Seiten der sogenannten Volksrepubliken kämpfen nicht nur russophile Ukrainer*innen und russischen Soldat*innen, sondern auch internationale Unterstützer*innen aus der ganzen Welt. Unter ihnen sind Neonazis, Antifaschist*innen, Kommunist*innen, Fußballfans und militante Patriot*innen aus verschiedenen Ländern.

Die sogenannte Anti-Terror-Operation (ATO) unter Führung der regulären Truppen der Ukrainischen Armee auf der anderen Seite wird von ukrainischen Nationalist*innen und internationalen Freiwilligen unterstützt. Unter ihnen befinden sich Nationalist*innen aus verschiedenen osteuropäischen Staaten, Neonazis, Antifaschist*innen, nationalistische Anarchist*innen und Fußballfans. Im Zuge des Bürgerkrieges im Osten der Ukraine driftet der gesamte Osten zunehmend in einen patriotisch chauvinistischen Mainstream, in dem die Front zwischen kremlloyalen Unterstützer*innen einer vermeintlich aggressiv imperialen „Russischen Welt“ sowie den Unterstützer*innen des anti-imperialen Freiheitskampfes der ukrainischen Nation verlaufen soll. Dieser Konflikt spaltet nicht nur das politische Spektrum, sondern ist längst in der Popkultur angekommen. Die belarussisch-ukrainische Band BRUTTO, die am 9. Juni 2016 im Hangar 49 in Berlin und am 10. Juni 2016 im Hamburger Rockklub Logo spielen will, bilden hierbei ein gefährliches Scharnier zwischen nationalistischem Mainstream und militanten Patriot*innen. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle über die Band, ihre Verbindungen und Sympathien, ihren Hintergrund und die Organisator*innen der Mini-Tour berichtet werden.

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Brauner Barden-Treff in Eisenach

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

12.04.2016 – Eisenach – Ein Liederabend mit Aktivisten aus der extrem rechten Szene soll am 23. April im thüringischen Eisenach stattfinden.

Beteiligt ist an dem Samstag das Liedermacher-Duo „Zeitnah“ aus Gotha, dazu „Hermunduren“ aus dem Wartburgkreis sowie die junge schwedische Musikerin „Varghona“, die damit ihren Auftritt in Thüringen vom vergangenen Herbst wiederholt.

An der Seite der Skandinavierin war dabei auch das Duo aus Gotha im Einsatz, das in der Vergangenheit mit den Künstlernamen „Diggi“ und „Klampfe“ unterwegs war. „Hermunduren“ bringt sich auch im Musikprojekt „Killuminati“ ein, das aus Mitgliedern mehrerer Bands aus verschiedenen Bundesländern besteht. (hf)

Quelle

Why is the history of punk music so white?

Via „Dazed“:

True punk rebellion has always existed in black culture, and continues to exist today

The usual images you see of the punk era, which developed throughout the 1970s, portray it as ugly, raw and beautiful. Faces crisscrossed with safety pins. Black eyeliner bleeding into caked-white faces. Leather jackets and bright manes gelled into peaks. But while the multi-coloured hairdye is ubiquitous, another type of colour has often been noticeably absent.

There’s no denying that the UK punk scene was, in part, driven by the anger and isolation felt by the white working class. But punk music is not the sole property of whiteness, even though to people of my generation it may appear that way at first glance. Like many facets of pop culture, its historical image has been whitewashed: when you think of punk’s history, it’s bands like The Clash, the Sex Pistols and the Ramones that immediately spring to mind. But the ‘spirit’ of punk is present, and has always been present, in music made by black people too, from obvious co-conspirators Bad Brains through to bar-spitting rude boys and today’s radical, no-fucks-given rappers like Young Thug and artists like FKA twigs.

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11 Nazi-Konzerte 2015 in Niedersachsen

Auf eine kleine Anfrage der Grünen im Landtag hat die Landesregierung eine Liste mit Nazikonzerten erstellt. Insgesamt haben 11 Konzerte der extremen Rechten in Niedersachsen stattgefunden – überwiegend in Ost- und Südniedersachsen.

Im Landkreis Northeim (Einbeck) wurden drei Konzerte veranstaltet. Jeweils zwei fanden im Heidekreis (Schneverdingen, Ortsteil Zahrensen) und in Peine (Vechelde und Wendeburg) statt. In den Landkreisen Salzgitter (Thiede), Hildesheim (Raum Algermissen), Uelzen und Diepholz hat jeweils ein Konzert stattgefunden. Welche Bedeutung Konzerte für die extrem Rechte haben, dokumentierte eindrucksvoll der Journalist Thomas Kuban in seinem Film „Blut muss fließen“. Kuban recherchierte dafür neun Jahre verdeckt auf Nazi-Konzerten.

Bis auf das Konzert am 06.06.2015 in Einbeck sind es Liederabende gewesen. Die Anzahl der Teilnehmenden lag zwischen 40 und 90. Am 02. April haben in Schneverdingen ca. 90 Neonazis an einem Liederabend teilgenommen.

Neben lokalen Liedermacher traten bekannte Bands und Sänger der extremen Rechten auf u.a. Frank Rennicke, „Lunikoff“, „Brad“ (Sänger der Nazi-Band „Brutal Attack“ aus England), „Reichtrunkenbold (Philip Tschentscher aus Sachsen-Anhalt), „Max“ (Sänger der Band „Heilige Krieger“ aus Sachsen“). Weiterhin spielten „FreilichFrei“ und „Heiliges Reich“ aus Sachsen, „Wecki“ aus Brandenburg und „Odur“ aus Sachsen-Anhalt. Aus der Region sind Terroritorium, „Wut aus Liebe“, „Gassenraudi“ und „Notensturm“ aufgetreten.

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Razzia in Frankreich gegen Blood & Honour Hexagone

Le 30 mars dernier, une vaste opération policière dans huit régions différentes a conduit à l’interpellation de onze néonazis du réseau Blood & Honour (BH) : au cours des perquisitions, onze armes d’épaule, deux revolvers gomme-cogne, 28 armes blanches, des gilets pare-balles, des casques lourds et divers bibelots nazis ont été découverts. Pour mieux comprendre de quoi il retourne, voici une petite présentation de l’histoire, des animateurs et des activités de ce réseau néonazi français.

Alors que l’état d’urgence est prolongé jusqu’au 26 mai, que des milliers de perquisitions, des centaines de gardes-à-vue ont été menées sur de simples présomptions, les trois principaux membres de Blood & Honour, en dépit du stock d’armes découvert chez eux, sont ressortis libres (sous contrôle judiciaire) après leur mise en examen pour « association de malfaiteurs, acquisition, detention et cession d’armes en bande organisée et participation à un groupe de combat » (ouf !) : pour le parquet de Marseille, « le trouble à l’ordre public est loin d’être évident ». Quelque chose nous dit qu’il en aurait été autrement si les trois interpellés s’étaient appelés Ahmed, Ibrahim et Abdel, et si on avait trouvé chez eux des exemplaires du Coran à la place de Mein Kampf… Mais il se trouve que nos pieds nickelés s’appellent Loïc Delboy, David Dumas et Pierre Scarano, trois militants néonazis « bien de chez nous » du Réseau Blood & Honour Hexagone [Nous avions hier cité par erreur les noms de Romain Balchon et Jérémy Recagno, deux autres membres de BH Hexagone, qui n’ont pas été mis en examen dans cette affaire.]

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